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Watzke: "Investoren sind die größte Gefahr"

Watzke: "Investoren sind die größte Gefahr"
19.05.2017

Hans-Joachim Watzke hat sich erneut für den Erhalt der 50+1-Regel ausgesprochen. Investoren im Fußball sieht der BVB-Boss als "die größte Gefahr".

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Borussia Dortmund machte sich am Donnerstag in einer Diskussionsrunde zum Thema "Fußball verbindet - die gesellschaftliche Rolle der Bundesliga" erneut für den Erhalt der 50+1-Regel in der Bundesliga stark.

"Investoren sind die größte Gefahr für den Fußball. Die Menschen verwechseln häufig Sponsoren und Investoren: Als Sponsor lasse ich dem Verein Geld zukommen, als Investor hingegen möchte ich den gesamten Klub besitzen und irgendwann auch mein Geld zurückhaben. Dadurch steigen dann, wie in England, auch die Ticketpreise", sagte Watzke.

Der BVB-Geschäftsführer hatte sich bereits Ende 2016 für den Erhalt der 50+1-Regelung im deutschen Profifußball ausgesprochen.

Watzke: "Müssen uns mit unserem Produkt in China nicht verstecken"

Watzke warb im Rahmen der Diskussionsrunde auch für Verständis in Deutschland, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihre Clubs in Asien auf "unfassbaren Märkten" weiter wachsen müssen. Als anschauliches Beispiel führte er eine Aktion seines Stadionsprechers beim BVB an: "Am Samstagvormittag hat Norbert Dickel mit einer Webcam eine virtuelle Stadionführung ausgestrahlt. Das haben sich allein in China 1,3 Millionen Menschen angeschaut."

Laut Watzke habe die Bundesliga die Entwicklung in China in den "letzten 30 Jahren verschlafen." Ganz anders die englische Premier League, so der BVB-Chef. "Die Engländer haben dort einen historischen und sprachlichen Vorteil, aber wir müssen uns da mit unserem Produkt sicherlich nicht verstecken", sagte Watzke.

19.05.2017
Gabriel Wagner
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Gabriel Wagner