Fußball | Internationalisierung

TSG Hoffenheim nimmt China in den Fokus

TSG Hoffenheim nimmt China in den Fokus
06.12.2017

Die TSG 1899 Hoffenheim streckt ihre Fühler nach China aus. Der Bundesligist befindet sich in Gesprächen mit einem potenziellen Kooperationspartner im Reich der Mitte.

Die TSG 1899 Hoffenheim verhandelt nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung über eine Zusammenarbeit mit der chinesischen Stadt Meizhou über eine Partnerschaft. Beim Mei­zhou Hakka Foot­ball Club ent­steht eine Ju­gendaka­de­mie für 200 Millionen Euro mit 14 Trai­nings­plät­zen. Die TSG soll dabei als Partnerclub Know-how liefern und das ei­ge­ne Ju­gendkon­zept dort ausrollen. Dazu sol­len bis zu fünf Ju­gend- sowie Tor­wart- und Ath­le­tik­trai­ner vor Ort in der 500 000 Einwohner großen Stadt ar­bei­ten. 

TSG-Geschäftsführer Peter Görlich äußerte sich bislang noch wenig konkret zu den Gerüchten. "Rich­tig, ist, dass wir uns in einem in­ter­es­san­ten, vor allem aber ver­trau­ens­vol­len Aus­tausch mit Ver­tre­ten aus der Pro­vinz Guan­dong be­fin­den, die auf die welt­weit viel be­ach­te­te In­fra­struk­tur und die wis­sen­schaft­li­chen Ar­bei­ten der TSG Hof­fen­heim auf­merk­sam ge­wor­den sind", sagt Görlich. Auf SPONSORs-Nachfrage bestätigte der Club Gespräche über eine potenzielle Partnerschaft im Reich der Mitte.

Im Interview mit SPONSORs hatte der TSG-Geschäftsführer bereits Ende des vergangenen Jahres betont, wie der Club das Thema Internationalisierung angehen möchte. Er sagte: "Bei uns ist das Internationalisierungsgeschäft nicht primär dadurch geprägt, Trikots zu verkaufen, sondern Inhalte. Und da hilft uns das Thema Innovationen ungemein. Wir haben viel Kontakt mit ausländischen Verbänden oder Privatpersonen, die Interesse haben, dass wir mit unseren Trainingskonzepten zu ihnen kommen." Eine Partnerschaft wie die mit Meizhou würde genau in diese Richtung gehen.

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TSG-Chef Görlich: "Wir haben drei Jahre Vorsprung"

Peter Görlich will als Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim Innovationen zum Alleinstellungsmerkmal des Bundesligisten machen. Darüber hinaus wittert der datengetriebene Clubchef Potenzial in der Sponsoringvermarktung und erklärt, wie die TSG im Ausland punkten könnte.

06.12.2017
Roman Gerth
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Roman Gerth