Fußball | Internationalisierung

So sieht die China-Kooperation des HSV aus

So sieht die China-Kooperation des HSV aus
01.09.2017

Seit fast genau einem Jahr kooperiert der Hamburger SV mit SIPG Schanghai. Der Bundesligist tritt in dieser Partnerschaft vorrangig als eine Art Unternehmensberater auf.

Das "Hamburger Abendblatt" berichtet über Details der Kooperation zwischen dem HSV und SIPG. Entsprechend der Vereinbarung, deren Fokus auf dem Wissenstransfer liegt, geben die Hamburger 36 Workshops binnen zwei Jahren. Jeder Workshop dauert rund eine Woche lang. Dabei soll der HSV zu zwei Dritteln sportliche Themen und zu einem Drittel wirtschaftliche und infrastrukturelle Themen im Bereich Management, Marketing, Stadion und Sicherheit behandeln.

Die Kooperation zwischen dem HSV und dem CSL-Club wurde im August des vergangenen Jahres geschlossen und läuft bis Ende 2018. Die Vereinbarung sieht vor, dass der Bundesligist für gewisse Leistungen Honorare vom chinesischen Erstligisten erhält. Insgesamt soll die Partnerschaft dem HSV über die gesamte Laufzeit rund fünf Millionen Euro einbringen. Entstanden ist sie auch deshalb mit einem Club aus Schanghai, weil Hamburg und die chinesische Hafenstadt seit 30 Jahren eine Städtepartnerschaft pflegen.

Der HSV hat wohl großes Interesse daran, die Partnerschaft auszubauen. "Wir würden unsere Kooperation gerne nach zwei Jahren fortsetzen. Das ist das klare Ziel", sagt Florian Riepe, Bereichsleiter Marketing des HSV, dem "Abendblatt". Der Bundesligist erhofft sich einen Ausbau der Kooperation im Nachwuchsbereich, zum Beispiel eine Expansion der HSV-Fußballschule bis nach China. Zudem dürfte auch ein Ausbau der Beziehungen zu potenziellen chinesischen Sponsoren weiter vorangetrieben werden.

01.09.2017
Roman Gerth
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Roman Gerth