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Rechtsstreit: Real darf keine Trikots mit DFB-Adler verkaufen

Rechtsstreit: Real darf keine Trikots mit DFB-Adler verkaufen
19.05.2017

Die Supermarktkette Real darf keine Retro-Trikots mit dem DFB-Adler verkaufen. Mit dem Urteil des Oberlandesgericht München hat der Verband einen Teilerfolg errungen.

Das Oberlandesgericht München (OLG) hat im langjährigen Rechtsstreit zwischen der Supermarktkette Real und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag ein Teilurteil verkündet. Demnach darf Real keine Retro-Shirts mit Adlerlogo verkaufen, die an die DFB-Trikots zur Weltmeisterschaft 1954 erinnern. Laut dem Gerichtsurteil muss die Supermarktkette künftig sowohl den Verkauf der Trikots unterlassen, als dem DFB auch den bisher entstandenen und noch anfallenden finanziellen Schaden erstatten. Mit dem Urteil hat das OLG damit eine einstweilige Verfügung des Landgerichts München aus dem Jahr 2014 gegen die Real-Produkte bestätigt.

Der DFB hatte Real seinerzeit verklagt, weil das Unternehmen zur FIFA WM 2014 entsprechende Trikots verkauft hatte. Das Original-Retro-Shirt des DFB war zwischen 2004 und 2014 für je knapp 30 Euro insgesamt mehr als 300 000 Mal verkauft worden. Das Produkt von Real wurde für nur knapp zehn Euro angeboten.

Der Rechtsstreit ist mit dem Urteil des Oberlandesgerichts noch nicht zu Ende. Real hat beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum und beim Deutschen Patent- und Markenamt über den Markenschutz Anträge auf Löschung des DFB-Markenschutzes eingereicht. Die Supermarktkette plädiert darauf, dass das DFB-Logo den Adler der Bundesrepublik Deutschland nachahme und somit als Hoheitszeichen nicht monopolisierbar für einen Verband zu machen ist.

Foto: DFB

19.05.2017
Gabriel Wagner
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Gabriel Wagner