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Wie MHP Sportsponsoring für sein Employer Branding nutzt

Bis zum Jahr 2025 will das in Ludwigsburg ansässige Beratungsunternehmen seinen Umsatz auf eine Milliarde Euro verdoppeln. Zeitgleich steigt der Bedarf an Fachkräften. Ingo Guttenson, Head of Brand Strategy, Sponsoring und CSR bei MHP, erklärt im Video-Interview mit SPONSORs, wie Sportsponsoring bei der Positionierung als starke Arbeitgebermarke und beim Recruiting neuer Mitarbeiter hilft.

Seit der Gründung vor 25 Jahren im beschaulichen Ettlingen südlich von Karlsruhe hat sich MHP zu einem der führenden Beratungsunternehmen Deutschlands entwickelt. Als Branchenexperte, vor allem für die Bereiche Mobility und Manufacturing, liegt der Ansatz in einer Symbiose aus Management- und IT-Beratung. Mit ihrem tiefergehenden Prozess-Know-how und ihrer umfassenden Expertise beim Thema Digitalisierung betreut die Porsche-Tochter (81,8 Prozent-Beteiligung) über 300 Kunden weltweit und beschäftigt inzwischen fast 3000 Mitarbeiter – zu Beginn waren es gerade einmal 60.

Der Bedarf an Beratung wird angesichts der fortschreitenden digitalen Transformation vieler Unternehmen von Produkt- zu Serviceanbietern sowie des Hypes um neue Mobilitätskonzepte immer größer. Die Prognosen sagen ein weiteres ungebremstes Wachstum voraus: Bis 2025 soll sich sowohl die Anzahl der Mitarbeiter als auch der jährliche Umsatz (aktuell 500 Millionen Euro) verdoppeln. „Wir haben derzeit einen Bedarf von 1000 neuen Mitarbeitern pro Jahr“, sagt Ingo Guttenson, Head of Brand Strategy, Sponsoring und CSR bei MHP, im Video-Interview mit SPONSORs. Beim Recruiting verfolgt das Unternehmen daher einen besonderen Ansatz, in dem Sportsponsoring eine tragende Rolle spielt.

Jährlicher Bedarf an 15 000 Bewerbungen

Im „War for Talents“ und der Suche nach geeigneten Fachkräften will sich MHP mithilfe von Employer Branding als starke Arbeitgebermarke positionieren. „Wir haben uns intern überlegt, wie wir uns einen USP aufbauen können. Bei Beratung spielt Teamplay eine entscheidende Rolle. Daher passt Teamsportsponsoring perfekt zu uns“, ist der 54-jährige Manager überzeugt. Eine emotionalisierte Marke bringt dem Unternehmen im Wettbewerb mit Konkurrenten entscheidende Vorteile. Um das durchschnittliche Mitarbeiterwachstum von 20 Prozent zu realisieren, hat MHP einen Bedarf von 15 000 Bewerberinnen und Bewerbern pro Jahr.

Eine der wichtigsten Zielgruppen: Hochschulabsolventen. Der Erfolg der Sponsoring-Engagements sei vor allem an Blindbewerbungen festzumachen, so Guttenson. „Wir tracken woher die Bekanntheit kommt, wenn sich jemand bei uns bewirbt. Da ist es so, dass jeder Zweite eine Bekanntheit von MHP über das Thema Sponsoring erwähnt und sich tiefer damit beschäftigt und gemerkt hat, es ist ein interessanter, sympathischer Arbeitgeber – da könnte ich mich auch bewerben.“ Neben steigender Bekanntheit sind der Aufbau von Image und die interne Mitarbeitermotivation die treibenden Faktoren für MHP, die Sponsoring-Engagements weiter auszubauen.

Was vor neun Jahren mit dem Erwerb der Namensrechte an der 2009 fertiggestellten Arena in Ludwigsburg begann, erstreckte sich wenig später auch auf Partnerschaften in der Basketball-Bundesliga der Herren (MHP Riesen Ludwigsburg) sowie in der ersten und zweiten Handball-Bundesliga der Frauen (SG BBM Bietigheim). Seit dem 1. Juli 2021 ist MHP zudem im Profifußball vertreten und als Haupt- und Trikotsponsor beim 1. FC Heidenheim eingestiegen. „Wir möchten deutschlandweit eine noch größere Präsenz und Bekanntheit erreichen. Da kommt man am Fußball nicht vorbei“, begründet Guttenson die bis 2024 fixierte Partnerschaft mit dem Zweitligisten. Laut SPONSORs DATA überweist MHP dafür pro Saison eine Million Euro.

Neben der regionalen Verankerung spielten für Guttenson besonders die Werte und Ziele des Managements und die auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgelegte Clubkultur eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Partnerschaft. Perspektivisch wäre ein Aufstieg Heidenheims in die Bundesliga für den Sponsoring-Verantwortlichen bei MHP ein Traum. Auf dem Weg dorthin will das Unternehmen dem Club mit seinen technologischen Möglichkeiten und seinem Know-how dabei helfen, die Professionalisierung in den Bereichen Kommunikation bis Markenbildung weiter voranzutreiben. Andererseits eröffnet Heidenheim mit seinen 500 Business-Partnern, darunter der langjährige Sponsor Paul Hartmann AG oder Voith als Namensgeber des Stadions, auch Türen zu führenden Unternehmen in der Region. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Foto: MHP

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