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Ursapharm-Marketingleiter Krensel: „Markenbekanntheit um 21 Prozent gesteigert“

Seit 2017 ist Ursapharm mit der Marke Hylo Eye Care Sponsor des FC Bayern München. Vor zwei Jahren intensivierte der saarländische Arzneimittelhersteller die Partnerschaft. Christian Krensel, Geschäftsleiter Marketing & Vertrieb des Unternehmens, gibt im Video-Interview Einblicke in die Sponsoringstrategie und die damit verbundenen Erfolge von Ursapharm.

Das Unternehmen Ursapharm hat eine rasante Entwicklung hinter sich: Lag der Umsatz bei Konzernabschluss im Geschäftsjahr 2009 noch bei 73,1 Millionen Euro, betrug dieser Wert im Jahr 2019 bereits 241,8 Millionen Euro. Der saarländische Hersteller von Arzneimitteln hat seinen Umsatz somit innerhalb von zehn Jahren um 230 Prozent steigern können. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Wachstum im Geschäftsjahr 2020 etwas gebremst: „Wir sind von der Pandemie stark betroffen, aber wir müssen auch sagen, dass wir in der Lage waren, unseren Umsatz in 2020 dennoch zu steigern“, berichtet Christian Krensel, Geschäftsleiter Marketing & Vertrieb von Ursapharm: „Wir haben die 250 Millionen Euro geknackt.“ Natürlich seien in den letzten Jahren die Dynamik und das Wachstum größer gewesen. „Aber unter den Voraussetzungen, die uns ja alle getroffen haben, können wir froh sein, dass wir überhaupt gewachsen sind“, ergänzt Krensel.

Wie sehr die Pandemie die Geschäfte des 1974 in Saarbrücken gegründeten Unternehmens beeinflusst, werde bei einem Blick auf die von Ursapharm vertriebenen Arzneimittel deutlich. „Die Erkältungspräparate haben gelitten, weil deutlich weniger Menschen krank sind“, sagt Krensel: „Hier waren die Umsätze rückläufig, aber hielten sich im Gesamtportfolio noch im Rahmen.“ Dafür sorgten andere Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Was stark profitiert hat, sind unsere Augenpräparate. Da muss ich sagen, dass die Pandemie uns in die Karten gespielt hat“, berichtet er. Homeoffice und mehr Freizeit in den eigenen Wänden sorgten dafür. „Wir alle sitzen deutlich mehr vor den Bildschirmen. Durch die viele Bildschirmarbeit leiden die Augen und werden trocken“, so Krensel weiter. Während in der Vergangenheit Augentrockenheit vor allem die Zielgruppe „60 plus“ betraf, ist die Zielgruppe von Ursapharm „aufgrund der vielen Bildschirmarbeit und der Digitalisierung deutlich jünger geworden“. Diese Entwicklung hat im Zuge der Digitalisierung aber schon vor der Pandemie eingesetzt.

Im Portfolio von Ursapharm ist die Marke Hylo Eye Care, die verschiedene Produkte rund um die Pflege und Befeuchtung der Augen anbietet, ein Profiteur der Entwicklung. Mit dieser Marke wirbt das Unternehmen bereits seit der Saison 2017/18 beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern München. Für Ursapharm war es das erste große Sponsoring-Engagement im Profisport. „Wir wollten ein Bewusstsein für das Thema ‚Trockene Augen‘ und Aufmerksamkeit für unsere Marke schaffen“, begründet Krensel den Einstieg: „Es war unser Anspruch, mit einem Partner das zu tun, bei dem wir wirklich die Chancen haben, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Da kam der FC Bayern München sehr schnell in unsere Köpfe.“

Zunächst agierte Ursapharm mit der Marke Hylo Eye Care als Gold-Partner (3. Ebene) des deutschen Rekordmeisters. Mit Beginn der Saison 2019/20 stieg das Unternehmen dann zum Platin-Partner (2. Ebene) des Clubs auf und bezahlt laut SPONSORS DATA rund fünf Millionen Euro für das Sponsoring. „Wir haben festgestellt, dass wir unser Ziel, Aufmerksamkeit zu erreichen, in Deutschland schon sehr gut erreicht haben. Wir sind mit Abstand Marktführer in Deutschland“, erklärt Krensel. Nun liegt der Fokus der Kooperation verstärkt auf den internationalen Märkten – vor allem auf China – und einem Wachstum im Export. „Daher wurde das Thema der Sichtbarkeit wichtig. Das konnten wir mit der Bande erreichen, die beim FC Bayern den Platin-Partnern zur Verfügung steht“, erklärt Krensel.

Markenbekanntheit auf den Exportmärkten gestiegen

Mit den Zwischenergebnissen der FCB-Partnerschaft sei das Unternehmen sehr zufrieden. In Deutschland machte Hylo Eye Care einen deutlichen Sprung bei definierten KPIs. „Vor der Partnerschaft hatten wir eine Markenbekanntheit von neun Prozent. Mittlerweile liegen wir bei 30 Prozent“, berichtet Krensel. Die Zahlen „klingen vielleicht für den einen oder anderen nicht besonders hoch, aber im Pharma-Umfeld gibt es nicht allzu viele bekannte Marken“, ergänzt er. Die Bandenpräsenz in Europa und vor allem in Asien sowie die Nutzung der virtuellen Bande hätten auch einen positiven Einfluss auf die Resonanz im Ausland. „Das Feedback unserer Tochterunternehmen und unserer Partner ist, dass auch die Markenbekanntheit auf den Exportmärkten gestiegen ist“, berichtet der Marketingleiter.

Seit Ende 2012 arbeitet Krensel für Ursapharm. Zwischen 2012 und 2013 war er Gesellschafter von Apoxpert und zuvor zwischen 2005 und 2011 Principal von Sempora Consulting. Von Dezember 2012 bis September 2014 war Krensel zunächst als Head of Business Development für Ursapharm tätig. Seit Oktober 2014 verantwortet er als Geschäftsleiter die Bereiche Marketing und Vertrieb beim saarländischen Unternehmen.

Krensel hat in seiner bisherigen Laufbahn nicht nur die Partnerschaft mit dem FC Bayern eng begleitet, sondern auch die seit 2019 laufende Kooperation mit der eSport-Organisation SK Gaming. Dort ist Hylo Eye Care neben Arag, Deutsche Telekom, Lidl und Mercedes-Benz einer der fünf Trikotpartner der eSport-Organisation. „Wir wollten hier eine sehr spitze Zielgruppe ansprechen, die einen hohen Fit zu unserer Marke hat“, erklärt der Marketingverantwortliche den Einstieg: „Gaming und eSport sind natürlich prädestiniert, weil die Beanspruchung für die Augen exorbitant hoch und die Blinzelrate viel niedriger ist.“ Zu Beginn des Jahres 2021 wurde der Vertrag mit SK Gaming verlängert.

Neben dem Fokus auf Fußball und eSport ist Ursapharm auch im Dartsport präsent. So sind das Unternehmen selbst sowie die Marke Hylo Eye Care Partner des deutschen Dartprofis Gabriel Clemens. Zusätzlich mache sich das Unternehmen regelmäßig Gedanken hinsichtlich möglicher Aktivierungen im Wintersport. Vor allem die Disziplin Skispringen sei interessant. „Aber derzeit ist noch nichts final“, ergänzt Krensel. Sportrechtehalter sollten in jedem Fall weiter die Augen nach dem engagierten Partner des Sports offen halten – falls Ursapharm nicht selbst aktiv dafür sorgt.

Foto: Ursapharm 

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