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Michael Mronz: Exklusive Einblicke in die Initiative „Rhein Ruhr City 2032“

Die Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ will die Olympischen Spiele wieder nach Deutschland bringen. Im persönlichen Gespräch nennt Michael Mronz, CEO der Rhein Ruhr City GmbH, Details zu den Planungen und Besonderheiten des Projekts.

Die privatwirtschaftlich finanzierte Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ wurde bereits 2016 ins Leben gerufen und verfolgt seither das große Ziel, Olympische Spiele endlich wieder nach Deutschland zu holen. Kopf der Initiative ist Michael Mronz, der sich mit der Organsiation von sportlichen Großprojekten in Deutschland auskennt. Unter anderem ist er seit 1997 für die Vermarktung des CHIO Aachen verantwortlich, der größten Reitveranstaltung der Welt. Auch an der Organisation von großen Tennis- und Leichtathletik-Veranstaltungen war er in der Vergangenheit beteiligt.

„Rhein Ruhr City 2032“ stellt ein überregionales, ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Konzept in den Mittelpunkt: „Ich glaube, dass wir ein Konzept haben, dass den Zeitgeist trifft“, sagt Mronz gegenüber SPONSORs. Lange Zeit konnten sich nur Städte für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele bewerben. Inzwischen erlaubt das IOC auch Bewerbungen von Regionen. „Es gibt in Europa keine Region, die sich dafür so sehr anbietet, wie die Region Rhein/Ruhr“, geht der 53-Jährige in die Offensive. Ein entscheidender Faktor sei für ihn, dass „90 Prozent der nötigen Sportstätten bereits vorhanden“ seien. Damit folge der Plan von „Rhein Ruhr City 2032“ dem Paradigmenwechsel des IOC: „Weg vom Gigantismus, hin zu mehr Nachhaltigkeit.“ 

Schon vier Dax-Konzerne unterstützen Initiative

Doch die Pläne der Initiative gehen weit über das Event Olympia 2032 hinaus: „Wir wollen die modernste Region Europas werden“, sagt Mronz. Eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung könne für einen großen Schub bei den Themen Mobilität, Digitalisierung und Energiewende sorgen. Wichtig sei für Mronz das Zieldatum 2032: „Deutschland ist nicht arm an Ideen und Visionen, sondern arm an Zieldaten.“ Die Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ kann bei ihren Plänen auf große Unterstützung aus der Privatwirtschaft bauen. Mit der Allianz, Daimler, der Deutschen Telekom und Vonovia sind gleich vier Dax-Konzerne Partner der Initiative. Öffentliche Gelder sind indes noch nicht geflossen: „Bislang ist alles aus der Privatwirtschaft finanziert“, sagt Mronz. 

Neben dem Sport steht auch der Nutzen für die Menschen in der Region im Fokus. „Wir wollen den Menschen eine Antwort auf die Frage geben: Was hab ich davon, wenn 2032 die Olympischen und Paralympischen Spiele in die Region Rhein/Ruhr kommen?“, erklärt Mronz. Mehr als 200 Dialogveranstaltungen habe die Initiative zu diesem Zweck bereits durchgeführt. Dieser Dialog wird in Corona-Zeiten auch durch digitale Lösungen und Hybridformate weitergeführt: „Es geht darum, Vertrauen bei den Menschen zu bekommen“, sagt der CEO der Rhein Ruhr City GmbH. Die Menschen aus der Region sollen insbesondere die vorgelegten Zahlen transparent erklärt bekommen und ihnen glauben. 

Denn eine wichtige Hürde steht in jedem Fall bevor, die für eine konkrete Bewerbung genommen werden muss: Ende 2021 oder Anfang 2022 soll eine Bürgerbefragung zu Olympia 2032 in der Region Rhein/Ruhr durchgeführt werden. Bis dahin soll auch das Budget vorgestellt werden: „Ich möchte mich später daran messen lassen, wenn wir den Zuschlag bekommen sollten, dass wir uns nicht verkalkuliert haben“, erklärt Mronz. Dabei macht er deutlich: „Eine Refinanzierung ist das Ziel.“