Riedel

Riedel: „Die Chancen der Krise nutzen“

Thomas Riedel, CEO von Riedel Communications, beschäftigt in seinem Unternehmen an 20 Standorten mehr als 700 Mitarbeiter. Im Gespräch gewährt der Geschäftsführer einen sehr persönlichen Einblick in die Folgen und Herausforderungen der Corona-Krise für sein Unternehmen. Er macht aber auch Mut und nennt Beispiele, wie das Wuppertaler Unternehmen die Krise als Chance begreift – unter anderem beim Thema “Geisterspiele”.

Die Fußball-Bundesliga ist ausgesetzt, die UEFA EURO verschoben, die Formel 1 muss mit immer weiteren Verzögerungen rechnen und weitere Großevents im In- und Ausland wie die Olympischen Spiele oder der Eurovision Song Contest sind verschoben oder ganz abgesagt. Alle diese Top-Events sind das Kerngeschäft von Riedel Communications und das Unternehmen entsprechend massiv betroffen: „Ich hätte unser Business immer als absolut krisensicher beschrieben, weil es so breit, so international und auf so viele Events verteilt aufgestellt ist”, sagt CEO Thomas Riedel, CEO. Nun befürchte der Gründer von Riedel Communications, dass viele Unternehmen seiner Branche diese Krise nicht überstehen werden. Es sei „völlig klar, dass die Krise in der gesamten Kette der Beteiligten – von Clubs bis Dienstleister –“ alle treffen könne.

Statt den „Kopf in den Sand zu stecken“ würde Riedel Communications aber gerade auf vielen Ebenen neue Ideen entwickeln, strahlt der CEO einen bemerkenswerten Optimismus aus. Diese würden teilweise sogar über die Branche hinaus gehen. So liefere sein Unternehmen beispielsweise, in der zu einem temporären Krankenhaus umfunktionierten Ahoy Arena in Rotterdam, die gesamte IT – von Kommunikation bis Videoüberwachung.

SPONSORs im Gespräch mit Thomas Riedel, CEO von Riedel Communications

Ein Thema, dass aktuell immer mehr in den Fokus rückt, sind Sportevents ohne Zuschauer. Auch hier könne die Medientechnik seines Unternehmens schon sehr bald intensiv genutzt werden, so Riedel. Seine Firma sucht im Zusammenhang mit dem Thema von “Geisterspielen” gerade beispielsweise nach Lösungen auf die Frage: „Wie kann ich live tausende von Fans in einem virtuellen riesengroßen Mischpult zusammenmischen, obwohl die zu Hause sitzen und das dann vielleicht sogar in die Stadien übertragen?“

Riedel spricht auch über seine Must-haves für die Krise. Priorität Nummer eins sei ganz klar auch in der Krise „eine möglichst große Reichweite zu erzeugen“, um „irgendwie zu überleben“. Genauso wichtig sei es „die Chancen der Krise zu nutzen“, führt Riedel aus. Ein entscheidender Punkt sei dabei nicht nur kurzfristig zu denken. So könne beispielsweise die Frage: „Wie kriege ich Audios von großen Fanmengen in Events?“ auch nach der Krise eine große Bedeutung behalten. Zudem empfiehlt Riedel sich in der jetzigen Phase genau um die Projekte zu kümmern, die sonst gar nicht möglich wären.