Opdemom

Congstar-Geschäftsführer Opdemom: „Sponsoring muss Haltung zeigen“

Die Telekommunikationsbranche wird sich in den kommenden Jahren durch 5G und den Breitbandausbau stark verändern. Congstar-Geschäftsführer Peter Opdemom blickt im persönlichen Gespräch auf die Marktsituation und erklärt die Besonderheiten der Partnerschaft mit dem FC St. Pauli.

Das Geschäft der Telekommunikationsanbieter hat durch die Corona-Pandemie nicht gelitten. Die Branche bieten ihren Kunden in der Krise das, was sie brauchen, wenn sie ihre Freunde und Familie nicht persönlich sehen können. „Die Telekommunikationsbranche übernimmt eine wichtige Rolle, um aktuell diese Konnektivität zu gewährleisten“, sagt Congstar-Geschäftsführer Opdemom. Im umkämpften Markt ist Congstar zuletzt stark gewachsen. Rund 250 000 Neukunden pro Jahr verzeichnete die Telekom-Tochter zuletzt konstant. „Wir haben weit über fünf Millionen Kunden, die wir mittlerweile bedienen dürfen“, sagt Opdemom, der bei Congstar die Bereiche Marketing, Vertrieb und Services verantwortet.

Sponsoring ist weiterhin ein wichtiger Teil des Marketing-Mix von Congstar, in erster Linie um die Markenbekanntheit zu stärken. Seit sechs Jahren ist das Unternehmen Hauptsponsor des FC St. Pauli. Laut Opdemom passen die Partner perfekt zusammen: „Der FC St. Pauli ist einzigartig, manchmal chaotisch, überraschend und kreativ in seinem Auftritt. Das gefällt uns sehr gut“, sagt der Congstar-Geschäftsführer. Insbesondere das Thema Weltoffenheit stellt er in der Partnerschaft hervor: „Es ist ein gesellschaftliches Muss, sich auch als Unternehmen mit Haltung zu zeigen.“ Haltung lebt Congstar laut Opdemom nach innen wie nach außen.

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Die Telekommunikationsbranche wird sich in den kommenden Jahren dynamisch verändern und neue Wachstumsmärkte erschließen. Die wichtigsten Felder sind 5G und der Breitbandausbau. Der bereits herrschende Verdrängungswettbewerb dürfte sich weiter verstärken und große Marketinginvestments nach sich ziehen. SPONSORs analysiert, was den Telko-Markt aktuell bewegt, und nennt drei Gründe, warum das in den kommenden Jahren auch zu signifikanten Mehrerlösen im Sponsoring führen wird. 

Gaming-Event in Kooperation mit dem FC St. Pauli und den Rocket Beans

„Natürlich ist dauerhafte Sichtbarkeit wichtig“, nennt Opdemom den Kern des Sponsoring-Engagements von Congstar. Opdemom weiß dabei um die kritische Haltung der St. Pauli-Fans gegenüber den kommerziellen Themen des Fußballs: „Da müssen wir überzeugen. Das geht nur mit Ausdauer, um glaubwürdig zu sein.“ Congstar stellt etwa keine Werbebotschaften ins Zentrum seiner Sponsoring-Aktivitäten. Auf der LED-Bande im Millerntor-Stadion werden stattdessen Themen wie Vielfalt oder Weltoffenheit aufgegriffen. „Das ist Infotainment und klare Identifikation mit dem Verein“, macht Opdemom deutlich.

Auch gemeinsame Events spielen eine Rolle in der Partnerschaft: Am 10.10. veranstaltet Congstar mit dem FC St. Pauli und den Rocket Beans das Gaming-Event „Stream ’n’ Play: Der congstar Gaming Day”. Im vergangenen Jahr hatte Congstar im Millerntor-Stadion erstmals ein Gaming Festival ins Leben gerufen. Als Mobilfunkanbieter hat Congstar dabei das Mobile Gaming ins Zentrum des Festivals gestellt. „Wir wollen alle spielerischen Facetten des Breitensports Gaming an diesem Tag feiern“, erklärt Opdemom. Der Leistungswettbewerb soll nicht im Mittelpunkt stehen. Während im vergangenen Jahr rund 3000 Besucher im Millerntor-Stadion zu Gast waren, findet das Festival in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie als reines Online-Event statt.

Foto: imago images / Oliver Ruhnke