Capelli Sport

Capelli-Sport-Europa-Chef Mourheg: „Wir wollen ein Engagement in jeder Profiliga haben“

Mit insgesamt fünf Ausrüstermandaten ist Capelli Sport Marktführer in der 3. Liga im deutschen Fußball. Im Gespräch mit SPONSORs kündigt Kay Mourheg, President Europe von Capelli Sport, eine umfangreichere Investitionsstrategie und weitere Engagements auch in der Fußball-Bundesliga an.

Capelli Sport wurde im Jahr 2011 als Sportartikelmarke des US-amerikanischen Bekleidungsunternehmens Capelli New York gegründet. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat sich der Sportartikelhersteller zum größten Ausrüster der 3. Liga entwickelt. Insgesamt laufen in der Saison 2020/21 mit dem KFC Uerdingen, dem MSV Duisburg, dem SV Waldhof Mannheim sowie dem SV Wehen Wiesbaden und Türkgücü München fünf Drittligisten in den Trikots von Capelli Sport auf. Bei den beiden letztgenannten Clubs ist der New Yorker Sportartikelhersteller in diesem Sommer neu eingestiegen. „Wir geben Gas auf dem deutschen Markt, aber auch auf dem europäischen Markt.“, erklärt Kay Mourheg, President Europe von Capelli Sport.

Mit Adidas und Puma beheimatet Deutschland zwei der weltweit größten Sportartikelhersteller. Einen Vergleich mit den beiden Milliardenkonzernen aus Herzogenaurach will Mourheg jedoch nicht anstellen: „Wir vergleichen uns eher mit wirklichen Teamsport-Ausrüstern, die ihren Fokus ganz und gar auf Clubs legen.“ Hier sei Capelli Sport mittlerweile auch eine „ernstzunehmende Konkurrenz“, so der Europa-Chef von Capelli Sport weiter: „Nicht nur durch die Größe, sondern auch durch die Herangehensweise.“

So sagt Mourheg zu der Auswahl der Engagements: „Wir gucken nicht auf den aktuellen Rahmen oder die aktuellen Zahlen.“ Ansonsten würden sich die wenigsten Deals rechnen, so Mourheg weiter. Stattdessen gehe es vielmehr darum zu bewerten, „was man gemeinsam mit dem Club vorantreiben kann.“ Im Gegensatz zu anderen Ausrüstern produziert Capelli Sport seine Produkte selbst. Mourheg sieht in diesem „Alleinstellungsmerkmal“ einen großen Vorteil gegenüber anderen Anbietern: „Wir können selbst für Regionalligisten speziell designte Trikots kreieren.“

Club-Beteiligungen als Teil des Geschäftsmodells

Es gibt aber auch eine Sache, die Capelli Sport mit dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas gemein hat. So engagiert sich Capelli ebenfalls als Anteilseigner im Club-Fußball. In Deutschland ist das New Yorker Unternehmen mit rund 10 Prozent am MSV Duisburg beteiligt. „Das ist ein strategisches Invest, dass uns ungemein geholfen hat so schnell in Deutschland Fuß zu fassen.“ Darüber hinaus besitzt Capelli auch Unternehmensanteile am HB Koge (2. Liga in Dänemark) sowie am FC Panachaiki (2.Liga in Griechenland).

Die Bundesliga als Ziel

Für die Zukunft hat der Europa-Verantwortliche von Capelli Sport ehrgeizige Ziele: „Wir wollen alle Profiligen bedienen oder zumindest ein Engagement in jeder Profiliga haben – nicht nur in Deutschland, auch in Europa.“ Das gesamte Wachstum von Capelli konzentriere sich dabei auf den Sport, so Mourheg weiter: „Die Investition und die Power ist zu 90 Prozent auf dem Sportmarkt.“ Den aktuellen Anteil des Sports am rund 300 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz schätzt Mourheg auf circa 80 Millionen US-Dollar.

Zur Saison 2020/21 gab es in der Bundesliga und der 2. Bundesliga mit 1. FC Union Berlin (Adidas – vorher Macron), dem 1. FSV Mainz 05 (Kappa – vorher Lotto), Arminia Bielefeld (Macron – vorher Joma) und der SpVgg Greuther Fürth (Puma – vorher Hummel) insgesamt vier Ausrüsterwechsel. „Bei dem ein oder anderem Deal waren wir schon mit am Tisch“, verrät Mourheg. Bei solchen Engagements sei jedoch nicht die mediale Sichtbarkeit ausschlaggebend, sondern wie vernetzt der Club in der Region ist und ob es Kooperationen im Jugendfußball gibt, so Mourheg weiter: „Wir suchen den Club, der erkennt, was wir bieten können oder was wir gemeinsam schaffen können.“ Denn selbst in der Bundesliga gebe es viele Clubs, wo das Thema Merchandising noch sehr ausbaufähig ist, betont Mourheg.

Foto: Capelli Sport