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BMW-Manager Ponikva: „Vielleicht kommt das ein oder andere Team noch dazu“

Erst Mitte des vergangenen Monats ist BMW eine Partnerschaft mit fünf der weltbesten eSport-Teams eingegangen. Im persönlichen Gespräch stellt Stefan Ponikva, Vice President Brand Experience von BMW, nun sogar weitere Engagements im eSport in Aussicht.

Der Münchner Automobilhersteller BMW wurde genau wie seine Wettbewerber schwer von der Corona-Krise getroffen. Von Mitte März bis Ende April ruhte nahezu die komplette Produktion. Der Absatz im ersten Quartal sank um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Es ist an Dynamik nicht zu überbieten, wie uns diese Krise erwischt hat“, beschreibt Stefan Ponikva, Vice President Brand Experience von BMW, die Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Münchner Autobauer. 

Hoffnung macht Ponikva in der aktuellen Situation unter anderem die aktuelle Entwicklung in China: „China ist der Markt, der wieder komplett zurück ist.“ So bewege sich der Umsatz inzwischen wieder auf dem Niveau, wie er auch in den Budgets geplant gewesen sei. Dazu sieht er in der Krise auch eine Chance die Auto-Verkäufe weiter zu digitalisieren: „Man schaltet schneller um und man trifft schneller Entscheidungen.“

Auswirkungen auf das Marketingbudget

Die derzeitige Krise habe natürlich auch „Auswirkungen auf das diesjährige Sportsponsoring- und Marketingbudget“, gibt Ponikva einen Einblick in die direkten Folgen der Corona-Pandemie für seinen Bereich der Brand Experience. Wie viel Geld in den kommenden Jahren zur Verfügung stehe, werde „erst im Spätsommer respektive Frühherbst entschieden“, skizziert er den weiteren Fahrplan bei BMW.

Eine Branche, die als eine der wenigen Branchen in Corona-Zeiten von positiven Effekten auf das eigene Geschäft berichten kann, ist der eSport: „Die Userzahlen im Zuschauerbereich, im Streaming-Bereich als auch im aktiven Gaming-Bereich sind enorm gestiegen“, berichtet Ponikva. Passend zu dieser Entwicklung verkündete BMW zuletzt eine Partnerschaft mit fünf der erfolgreichsten eSport-Teams der Welt. Sein Team und er seien „felsenfest davon überzeugt“, dass der eSport auch keinen Rückwärtstrend mehr erlebe, sondern weiter stetig wachsen werde.

Das Engagement von BMW im eSport beruhe auf der Feststellung, dass „die Teams und die Spieler, die wahren Superstars“ seien, erklärt der VP Brand Experience. Bei der Entscheidung, mit welchen Teams der Münchner Automobilhersteller eine Partnerschaft eingeht, sei ein Punkt besonders wichtig gewesen: „Neben dem sportlichen Erfolg haben wir auch auf die Eigenständigkeit des Markenimages der jeweiligen Teams geachtet“, so Ponikva. Und: „Vielleicht kommt das ein oder andere Team noch dazu“, kündigt der BMW-Manager weitere Kooperationen im eSport an.: „Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass sich jeder Cent, den wir in den eSport investieren zehnfach rentiert“.

Thiemer
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Jens Thiemer verantwortet seit gut einem Jahr das Marketing von BMW und will den Münchener Autobauer in diesem Bereich neu aufstellen. Beim SPOBIS 2020 gewährte der Leiter Markenführung exklusive Einblicke in seine Pläne und verriet, wo er Nachholbedarf beim Automobilhersteller sieht. Signifikante Änderungen soll es auch im Sponsoring geben.