Technologie Sportbusiness

Von Blockchain bis Robotik: Diese Technologien beeinflussen in Zukunft das Sportbusiness

Im SPONSORs-Interview nennt Professor Sascha L. Schmidt, Leiter des Center for Sports Management an der WHU und akademischer Leiter der SPOAC, die relevantesten Technologien für die Zukunft des Sportbusiness und erklärt, wie sie Businessmodelle der Branche beeinflussen und verändern könnten.

SPONSORs: Herr Schmidt, das Sportbusiness ist oft stark durch das Tagesgeschäft geprägt und der Blick vieler Protagonisten geht nur selten weit nach vorn. Wie weit schauen Sie in Ihrem neuen Buch “How Technologies will Change Sports in the Digital Age” in die Zukunft?

Schmidt: Die Herangehensweise im Sport ist natürlich nachvollziehbar – vor allem in der derzeitigen Situation. Allerdings wird dieses kurzfristige Denken und Handeln langfristig nicht ausreichen. Gemeinsam mit zahlreichen Technologieexperten habe ich in meinem Buch deswegen im Wesentlichen die kommenden fünf bis zehn Jahre betrachtet. Hier sind die meisten relevanten Technologien bereits bekannt. Diverse Autoren meines Buches wagen aber sogar einen weiteren Blick nach vorn. Was sind Dinge, von denen die Sportbranche heute gar nichts weiß, die aber vielleicht in 20 bis 30 Jahren den Sport massiv beeinflussen könnten?

SPONSORs: Die analysierten Technologien reichen von Blockchain über Roboter bis zu künstlicher Intelligenz. Nach welchen Kriterien wurden die für den Sport relevanten Technologien ausgewählt?

Schmidt: Zunächst einmal haben wir alle aufstrebenden Technologien ganz unabhängig vom Sport betrachtet. Dann haben wir in diesem riesigen Feld zunächst drei Segmente ausgemacht. Das erste sind physische Technologien, also im Wesentlichen Hardware, die man anfassen kann. Hierunter fallen Sensorik, Wearables, aber auch Robotik. Im zweiten Segment befinden sich sogenannte „Information Processing Technologies“.

SPONSORs: Was verbirgt sich dahinter?

Schmidt: Dahinter verbergen sich Big Data oder Quantum Computing sowie alles, was mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zu tun hat. Das dritte Segment umfasst dann „Human Interaction Technologies“. Hier sprechen wir zum Beispiel über Virtual Reality, Augmented Reality oder Extended Reality. Aus allen drei Segmenten haben wir nach Rücksprache mit den entsprechenden Experten Technologien ausgewählt, die die größte Relevanz für den Sport aufweisen.

 SPONSORs: Welche Technologieexperten kommen zu Wort?

Schmidt: Teilweise sind es Wissenschaftler, mit denen ich bereits eng zusammengearbeitet habe. Insbesondere zum MIT pflegen wir intensive Kontakte. Zudem sind auch Autoren von der Stockholm School of Economics oder von der University of Cambridge in England mit dabei. In einzelnen Themenbereichen haben wir außerdem proaktiv nach den weltweit führenden Köpfen gesucht. Nehmen Sie Frank Kirchner, der als Robotik-Guru in Deutschland gilt und an der Uni Bremen lehrt. Wichtig war bei diesen Experten aber auch, dass sie eine Affinität zum Sport haben. Zusammengekommen sind so höchst unterschiedliche Beiträge. Jeder hat eine andere Herangehensweise, was zu einer großen Vielfalt geführt hat.

 SPONSORs: Können Sie uns Beispiele nennen?

Schmidt: Wir haben etwa Professoren vom MIT, die Texte zu den Themen Robotik oder Big Data verfasst haben. Zudem sitzen viele Technologieexperten in Australien. Dort ist auch der Deutsche Dietmar Hutmacher an der Technischen Universität Brisbane tätig, dem es unter anderem gelungen ist, einen Beinknochen im Labor zu züchten und diesen erfolgreich bei einem Menschen einzusetzen. Herr Hutmacher hat für uns einen Beitrag zu regenerativer Medizin und Bio-Engineering verfasst.

Das komplette Gespräch gibt es zum Nachhören auch als Podcast.

SPONSORs: Welches sind in Ihren Augen die bemerkenswertesten oder wichtigsten Technologien, die im Buch vorgestellt werden?

Schmidt: Zu den Highlights gehören für mich definitiv die beiden Kapitel zum Thema Robotik. Hier wurde ich auf Dinge aufmerksam gemacht, die mir vorher so nicht bewusst waren. Beispielsweise gab es schon vor drei Jahren eine Roboter-Weltmeisterschaft, an der über 700 Roboter-Athleten aus 18 Ländern in ganz klassischen Sportarten teilgenommen haben. Da gab es unter anderem Wettbewerbe im Hockey, Cricket oder Gewichtheben. Es handelt sich also nicht nur um Zukunftsphantasien, sondern vieles ist schon da.

SPONSORs: Apropos Zukunftsfantasien: Nano-Bots klingen schon sehr nach Science-Fiction.

Schmidt: Ich habe mal in den Raum gestellt, dass man mit sandkorngroßen Nano-Bots irgendwann mal Sportlern einen Energie-Boost durch Muskelstimulation geben könnte, so wie man es heute aus Videospielen kennt. Aus den Gesprächen mit den Experten wurde mir schnell klar, dass das in der Zukunft technisch möglich sein wird.

SPONSORs: Sind diese Nano-Roboter also das Doping von morgen?

Schmidt: Doping wird sich vom medizinischen zum technischen Doping wandeln. Es wird, genau wie heutzutage, schwer nachzuweisen sein. Die Herausforderungen beim Doping werden durch die Technologisierung des Sports sicher nicht geringer.

SPONSORs: Sie sind auch Teil der „Taskforce Zukunft Profifußball“. Haben Sie das Gefühl, dass es ein ehrliches Interesse aus der Bundesliga an diesen Zukunftsthemen gibt?

Schmidt: Schaut man auf den Alltag eines Geschäftsführers eines Bundesliga-Clubs, dann sind Themen wie Roboter oder Nano-Bots verständlicherweise sehr weit weg vom Tagesgeschäft. Es gibt aber auch dort Köpfe, die erkannt haben, dass man sich grundsätzlich mit der unmittelbaren und auch der weiter entfernten Zukunft beschäftigen sollte. Das ermöglicht einer Organisation die sogenannte „Future Readiness“ – eine Fähigkeit, auf neue Dinge deutlich besser reagieren zu können, als wenn man sich zuvor nie mit Zukunftsszenarien beschäftigt hat.

Technologien

SPONSORs: Ein Wachstumsthema, das auch der Fußball längst für sich erkannt hat, ist der E-Sport. Hier ist diese „Future Readiness“ bei vielen mittlerweile eingetreten, was vor einigen Jahren längst nicht alle erwartet haben.

Schmidt: Beim Thema E-Sport musste man kein Prophet sein, um diese Entwicklung vorherzusehen. Da reicht ein Blick auf die nackten Zahlen, um zu sehen, wie rasant die Community gewachsen ist und immer noch wächst. Die ESL spricht mittlerweile von weltweit 2,6 Milliarden Menschen, die Videospiele regelmäßig spielen. Auch die Zahl der aktiven E-Sport-Community, also kompetitiver Spieler, umfasst schon zwischen 80 und 100 Millionen Menschen. Der E-Sport ist mittlerweile im Mainstream angekommen.

SPONSORs: In Ihrem Buch wird von künftigen Mischformen von klassischem Sport und E-Sport gesprochen. Wie kann man sich das vorstellen?

Schmidt: Eine österreichische Kollegin, Johanna Pirker, die aus der Spiele-Entwicklung kommt, hat hierzu ein Kapitel verfasst. Für mich ist die Entwicklung der Fußball-Simulation “FIFA” ein gutes Beispiel. Einige mögen sich noch an die pixeligen Anfänge in den 90er-Jahren erinnern. Wenn man noch ein paar Jahre weitergeht, wird es keinen Unterschied mehr zwischen dem virtuell hergestellten Bild und der realen Fußball-Übertragung geben. Und die Avatare werden genauso aussehen wie das reale Vorbild. Da kann man sich als Fan dann auch selbst ins Spiel hochladen und es sieht so aus, als würde man gegen die echten Stars antreten.

Worlds 2020
Bildunterschrift
Hohe Interaktivität als größter Pluspunkt des E-Sports: Konsument nicht nur passiver Zuschauer ohne Einfluss auf das Spiel. Foto: Hugo Hu/Riot Games

SPONSORs: Ist die hohe Interaktivität einer der größten Pluspunkte des E-Sports?

Schmidt: Ja, denn die kennt man aus dem herkömmlichen Sport kaum. Dort ist der Konsument meist nur passiver Zuschauer ohne Einfluss auf das Spiel. Möglicherweise können Fan-Votings in Zukunft Einfluss auf das Spiel nehmen – etwa bei Auswechslungen oder beim Spielsystem. In den USA gibt es bereits die sogenannte “Fan-controlled Football League”. Hier bestimmen Fans bei Personalentscheidungen und mischen auch in Echtzeit während des Spiels mit. Der nächste Schritt wäre, dass die Fans an den Erlösströmen der Vereine beteiligt werden. Diese monetäre Partizipation wäre wiederum über Technologien wie Blockchain oder Kryptowährung möglich.

SPONSORs: Welche Rolle kann die Blockchain-Technologie grundsätzlich im Sportbusiness spielen?

Schmidt: Blockchain ermöglicht es zunächst einmal, eindeutige Abstimmungen zu machen. Früher war es so, dass Vereine Online-Umfragen durchgeführt haben, dort aber gar nicht kontrollieren konnten, ob Personen mehrfach von verschiedenen Geräten abgestimmt hatten. In der Regel ergab sich dadurch ein verzerrtes Bild. Viele haben gar nicht abgestimmt, da sie meinten, es würde sowieso nichts bringen. Blockchain schafft hier eine Eindeutigkeit, weil jeder nur einmal abstimmen kann. Das wird eine große Relevanz im Sport haben.

SPONSORs: Geben Sie uns ein Beispiel?

Schmidt: Es gibt bereits Start-ups wie Socios, die mit Real Madrid oder Paris Saint-Germain zusammenarbeiten und Abstimmungen zur Auswahl der Trikotfarbe oder zu den Testspielgegnern durchgeführt haben. Ich frage mich, warum das nicht schon flächendeckender zum Einsatz kommt. Blockchain ermöglicht zudem smarte Verträge, was hinsichtlich der Spielervermarktung sehr interessant ist. Mit dem Einsatz von Blockchain-Lösungen wird es das Problem mit mehreren „exklusiv“ beauftragten Spielerberatern, wo die Rechtesituation kaum zu durchblicken ist, nicht mehr geben. Die Technologie ist bereits da, es muss aber auch der Wille zur Umsetzung folgen. Natürlich gibt es auch Protagonisten, die nicht wollen, dass diese smarten Verträge künftig eingesetzt werden.

SPONSORs: Auch im Ticketing könnte Blockchain eingesetzt werden.

Schmidt: Blockchain kann überall eingesetzt werden, wo eine Eindeutigkeit erreicht werden soll. Da ist das Ticketing mit Blick auf den Schwarzmarkt sicher auch ein wichtiges Anwendungsfeld.

SPONSORs: Ansätze zur Förderung der Interaktivität gibt es heute schon einige. Esportido bietet beispielsweise an, dass man sich mit den Leistungsdaten seiner Idole vergleichen kann.

Schmidt: Peloton ist hier sicher noch ein weiteres gutes Beispiel. Hier kann man zu Hause gegen andere Radfahrer – auch Profis – aus der ganzen Welt antreten. Das ist natürlich ein intensives Erlebnis, welches viele Freizeitsportler anspricht.

SPONSORs: Inwieweit wird sich das Konsumentenverhalten im Sport generell verändern?

Schmidt: Technologien haben keinen Selbstzweck. Sie sind nur dann sinnvoll, wenn sie für den Nutzer auch einen Mehrwert generieren. Das kann als Hilfsmittel sein oder wenn sie einen Beitrag zum Entertainment-Produkt Sport liefern. Da ist natürlich die entscheidende Frage: Was will der Sportkonsument der Zukunft?

Gen Z
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Nicht erst seit der Corona-Krise verändert sich der Medienkonsum junger Menschen radikal. Für die Generation Z könnte das Live-Erlebnis Fußball schon bald nicht mehr attraktiv genug sein. Ligen und Clubs müssen ihre Strategien anpassen – oder Deutschlands beliebtester Sport droht seine Zielgruppe der Zukunft zu verlieren.

SPONSORs: Studien zeigen hier schon bei der Generation Z ein ganz anderes Mediennutzungsverhalten als bei den Vorgängergenerationen.

Schmidt: Ein Second Screen im Stadion ist heute schon Standard, der aber erst in den vergangenen Jahren möglich wurde. Wenn man auf die Trends der heutigen Zeit schaut, sind Nachhaltigkeit und Mitbestimmung künftig von großer Bedeutung. Das sind Themen, die die Gesellschaft insgesamt verändern werden.

SPONSORs: Wie passt es zusammen, dass es so viele technologische Möglichkeiten zur Fan-Experience im Stadion gibt, auf der anderen Seite viele Stadien aber keine ausreichende digitale Infrastruktur haben?

Schmidt: Natürlich gibt es einige Grundvoraussetzungen, um über den Einsatz von Technologien wie Augmented Reality sprechen zu können. Viele wollen im Stadion Leistungsdaten der Spieler in Echtzeit auf ihrem Handy abrufen können. Hierzu wird aber eine 5G-Technologie benötigt. Natürlich muss in der Praxis diese Basis wie eine ausreichende Netzabdeckung zunächst gelegt werden, um dann über weitere Schritte nachzudenken.

SPONSORs: Wie werden Roboter künftig Einfluss auf das Sportbusiness nehmen?

Schmidt: Roboter spielen im Training ja bereits eine gewisse Rolle. Das Max-Planck-Institut in Berlin hat kürzlich in Zusammenarbeit mit US-Forschern einen Trainingsroboter für Curling gebaut. Dieser ist in der Lage, den Curl besser zu platzieren, als es Menschen können. Die Nützlichkeit von Robotern im Training dürfte in den kommenden Jahren noch greifbarer werden. Letztlich ist die Technologie ein Enabler, da werden auch humanoide Roboter im Training bald eine Rolle spielen.

SPONSORs: Wie kann das konkret aussehen?

Schmidt: Künstliche Intelligenz und Robotik sind bekanntlich eng verbunden. Wenn ein Trainingsroboter alle relevanten Spielerdaten gespeichert hat und entsprechend eine Trainingssteuerung vornehmen kann, übersteigt das die Möglichkeiten eines Menschen. Ein Roboter wird sicher nicht den Trainer ersetzen, allerdings werden sich die Aufgaben und Rollen verändern.

SPONSORs: Die TSG Hoffenheim nutzt im Training bereits Technologien wie die 360-Grad-Installation „Helix“, um Entscheidungsfindungen besser zu trainieren. Ist das so ein Beispiel?

Schmidt: Die „Helix“ ist kein Roboter, sondern eigentlich ein Rundum-Kino, in dessen Mitte der Spieler steht. Dieses Gerät sammelt, wie auch der Footbonaut, Daten. Die Annahme hier ist, dass die Exekutiv-Funktionen verbessert werden können. Dies ist jedoch noch nicht wissenschaftlich erwiesen. Nichtsdestotrotz werden hier viele Daten generiert, die es zuvor über die Spieler noch nicht gab. Klar ist: Je mehr Daten über den Spieler vorliegen, desto besser kann das Training gesteuert werden.

Schmidt
Vita
Sascha L. Schmidt

Sascha L. Schmidt ist Professor, Lehrstuhlinhaber und Leiter des Center for Sports and Management (CSM) an der WHU – Otto Beisheim School of Management am Standort Düsseldorf. Gleichzeitig ist er akademischer Leiter der SPOAC - Sports Business Academy by WHU und Affiliate Professor am Laboratory for Innovation Science at Harvard (LISH) der Harvard University in Boston/USA. Schmidt widmet sich der "Zukunft des Sports" als einem seiner zentralen Forschungsschwerpunkte.

SPONSORs: Was verändert sich dadurch für die Sportler selbst?

Schmidt: Die heutige Sicht liegt ja sehr deutlich auf dem herkömmlichen Athleten. Wenn wir an Sport denken, denken wir zunächst an den Menschen, der bestmöglich seine Leistung bringen will. Daneben gibt es paralympische Athleten, die auf technische Hilfsmittel angewiesen sind, um ihren Sport auszuüben. Blickt man nach vorn, kann es in Zukunft durchaus eine neue Kategorie von Roboterathleten geben. Hier sind die Übergänge fließend. Erlaubt man einem Athleten, seine Leistung mit Implantaten zu verbessern, kommt man schnell zur Fragestellung: Mensch, Cyborg oder Maschine? Reine Roboterathleten wären wiederum die logische dritte Kategorie. Die vierte Kategorie wären Mentalathleten, die es heute eigentlich schon gibt, zum Beispiel im Schach.

SPONSORs: Zählen dazu auch E-Sportler?

Schmidt: Absolut, denn sie müssen beispielsweise bis zu acht Entscheidungen pro Sekunde treffen. Das ist kognitive Anstrengung auf höchstem Niveau. Wir gehen davon aus, dass es im mentalen Bereich noch Möglichkeiten geben wird, die wir uns aktuell gar nicht vorstellen können. Als weitere neue Kategorie sehen wir den virtuellen Athleten. Das ist ein via Hologramm hergestellter Athlet, der über Algorithmen gesteuert wird. Natürlich ist klar, dass diese fünf Kategorien nicht gleichgewichtig nebeneinanderstehen. Wir dürfen aber in Zukunft nicht nur in unseren heutigen Schubladen denken.

SPONSORs: Was bedeuten diese Zukunftstechnologien für den Arbeitsmarkt Sportbusiness?

Schmidt: Veränderungen sind immer mit Chancen verbunden, auch mit Karrierechancen. Wir wissen natürlich nicht genau, was in der Zukunft passieren wird. Der Blick in den Rückspiegel zeigt uns nicht, wie die Zukunft aussehen wird. Da sehe ich große Chancen für junge, aufstrebende Leute im Sportbusiness, die hier neue Felder für sich entdecken. Gute Ideen werden künftig eine größere Rolle als Hierarchien spielen.

SPONSORs: Gehen die Sportbusiness-Player die Entwicklung genug mit, etwa in der Bundesliga?

Schmidt: Ich fand es auf jeden Fall erstaunlich, dass beim 1. FC Köln nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga die Budgets für den Innovationsbereich weitestgehend unangetastet blieben. Das zeigt, dass das kein Schönwetter-Thema für die Verantwortlichen ist, sondern es ein echtes Commitment dazu gibt. Für mich ist es ganz klar, dass Vereine über das Thema Innovationen auch ihr Geschäftsrisiko streuen können.

SPONSORs: Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie abhängig die Clubs vom Kerngeschäft Fußball sind.

Schmidt: Genau deswegen sollten Innovationsanstrengungen, die unabhängig vom sportlichen Erfolg laufen, für viele Clubs künftig interessant sein. Sich breiter aufzustellen und das Risiko auf verschiedene Geschäftsbereiche aufzuteilen, sollte das Ziel sein. Da ist wiederum Schalke 04 ein gutes Beispiel, wo der E-Sport-Bereich vom sportlichen Misserfolg im Kerngeschäft Fußball derzeit kaum betroffen ist und wichtige Erlöse einspielt.

SPONSORs: Herr Schmidt, vielen Dank für das Gespräch.

Titelfoto: imago images / Panthermedia

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