eSport-Storytelling

Was sind die Erfolgsfaktoren im eSport-Sponsoring und bei der Fan-Kommunikation

Bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days war gestern Halbzeit. Beim Networking wurde über Themenschwerpunkte des Tages wie eSport-Sponsoring und Fan-Kommunikation diskutiert. Die letzten beiden Tage bieten dann weitere hochkarätige Speaker: von IOC, ESL und DFL über FC Schalke 04 und 1. FC Köln bis R+V Versicherung und Warsteiner.

Das Hauptprogramm startete gestern mit einem Expertentalk zum Thema eSport-Sponsoring. Im Zentrum stand dabei die Frage, welche Sponsoring-Trends die Corona-Zeit überdauern und wie sich der Markt nach der Krise entwickelt. Zu Gast waren hochkarätige Vertreter von Brand-, Clan- und Agenturseite.

„Die Corona-Krise hat uns nicht kalt erwischt“, stellte Annika Bäcker im Hinblick auf die Auswirkungen der Pandemie auf das eSport-Engagement der Zurich Versicherung mit einem Fokus auf die Clans klar. Das Sponsoring im klassischen Sport habe dagegen „schon mehr gelitten“, sagte die Zurich-Marketingchefin. Alex Müller, Managing Director, bei SK Gaming ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte, warum der traditionelle Sport gerade in dieser Phase viel vom eSport lernen kann:

Alexander Müller, Gründer und Geschäftsführer SK Gaming, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Auch Dennis Trautwein, seit August diesen Jahres Managing Director für Octagon Deutschland und Frankreich, sieht durch die Krise eine neue „Akzentuierung“ auf dem eSport. Er glaubt allerdings auch, dass „der Schritt vom eSport in den Mainstream durch die Pandemie verlangsamt wird“, wie er im Video erklärt:

Dennis Trautwein, Managing Director Germany Octagon, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Wie gelingt authentische Fan-Kommunikation?

Mit Twitch, Tik Tok und Prosiebensat.1 gewährten im Anschluss gleich drei führende Medienunternehmen Einblicke in ihre eSport-Strategie. Unter anderem wurde die Frage diskutiert, wie authentische Fan-Kommunikation funktioniert. Einer der wichtigsten Aspekte dabei sei das Storytelling, sagt Stefan Zant, Geschäftsführer von 7Sports:

Stefan Zant, Managing Director ProSiebenSat.1 Sports, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Dass Storys Mehrwerte bieten und authentisch sein sollen, ist auch für Marcel Sandrock Grundvoraussetzung für eine gelungene Fan-Kommunikation. Der Managing Director von Stark Esports sieht in der Gaming-Community vor allem eine noch kritischere Zielgruppe als bei klassischen Sportarten:

Marcel Sandrock, Managing Director Stark Esports, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Tag 4: IOC, R+V, 1. FC Köln und viele weitere Top-Player folgen

Auch die nächsten beiden Tage bieten hochkarätige Speaker und spannende Insights aus der Digital- und eSport-Szene sowie von hochkarätigen Brands. Um 10 Uhr erklärt IOC-Chefstratege Christian Voigt, wie individuelle und datenbasierte Konzepte auch ohne eine starke Logo-Präsenz zum Erfolg für Marken führen und Fans begeistern können.

Im Anschluss steht das Thema Fan-Engagement im Mittelpunkt. Konkret geht es um die Leitfrage, wie Clubs mit ihren Sportdaten noch mehr Geld verdienen können. Im Zeitalter von Big Data versuchen Sportorganisationen und Sponsoren den Anhänger mehr denn je genau die Inhalte zu bieten, die sie haben wollen. Neben einer Steigerung von Reichweite und Engagement rückt dabei auch die Monetarisierung der Fan-Kommunikation immer stärker in den Fokus. Zu Gast sind neben Esportido-Gründer Matthias Wengenroth auch Philipp Liesenfeld, Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports des 1. FC Köln sowie Lorenz Beringer, Founder & CEO der Beratungsagentur Lobeco.

Am Nachmittag geht es um die Fragestellung: Was können erfolgreiche Sponsoren im eSport und Sport voneinander lernen? Rund 60 Prozent der Gesamterlöse im eSport kommen aus dem Sponsoring. Umso wichtiger ist die Frage: Welche Konzepte funktionieren für die Partner überhaupt? Von Brandseite sind Nadja Gärtner, Leitung Culture Marketing von Warsteiner sowie Jens Hasselbächer, Vorstand Vertrieb/Marketing bei der R+V Versicherung, zu Gast. Ergänzt wird die Runde um spannende Blickwinkel von Tim Reichert, Geschäftsführer Schalke 04 Esports und Michael Haenisch, CEO von Freaks 4U.

Tag 5: ESL macht den Abschluss

Zum Abschluss des Hauptprogramms wartet am Freitag ein weiteres Highlight auf die Teilnehmer. Um 10 Uhr diskutieren Ralf Reichert, CEO der ESL, Andreas Heyden, EVP Digital Innovations der DFL Group sowie Lars-Oliver Vogt, President Brand Partnership & Media GSA Live Nation über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die (e)Sport- und Entertainment-Branche.

Aktuell haben die jeweils führenden Organisation ihrer Geschäftsfelder DFL, ESL und Live Nation alle mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Events können zwar ausgetragen werden, allerdings Großteils ohne Zuschauer, was enorme Einnahmeverluste mit sich bringt. Wie sollte diese schwierige Übergangsphase gestaltet werden und was verändert sich an den jeweiligen Businessmodellen der Player? Und welche digitalen Konzepte funktionieren überhaupt bei den Fans? Die drei Geschäftsführer der Marktführer im Bereich eSport, Sport und Live Entertainment gewähren Einblick in ihre individuellen Strategien.