SPOBIS Gaming & Media Online Days

Das waren die Online Days!

Über 2200 Teilnehmer, mehr als 40 Referenten und rund 20 Stunden interaktives Programm: Das sind die wichtigsten Eckdaten der SPOBIS Gaming & Media Online Days in der vergangenen Woche. Abseits der Zahlen standen zum Ende der Woche noch einmal meinungsstarke Köpfe und gewichtige Themen auf der Agenda.

Das Finale der SPOBIS Gaming & Media Online Days startete am Freitag mit einer hochkarätig besetzten Runde. ESL-CEO Ralf Reichert, Andreas Heyden, EVP Digital Innovations der DFL Group sowie Lars-Oliver Vogt, President Brand Partnership & Media GSA von Live Nation, diskutierten über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die (e)Sport- und Entertainment-Branche.

Trotz hoher Umsatzeinbußen durch ausfallende Live-Events oder fehlender Ticketing-Erlöse erkennen die jeweils führenden Organisationen ihrer Geschäftsfelder DFL, ESL und Live Nation auch die Chance in der Krise: „Wo normale Regeln außer Kraft sind, braucht es eine Just-Do-Mentalität“, sagt Reichert. Kürzere Entscheidungswege und eine große Handlungsschnelligkeit hat auch Andreas Heyden ausgemacht, der mit seinem Team etwa die „Bundesliga Home Challange“ innerhalb von nur einer Woche auf die Beine stellte.

Auch Live Nation, die mit einem Umsatzeinbruch von 98 Prozent im zweiten Quartal 2020 besonders stark von der Krise betroffen sind, haben Alternativen gefunden. Das bekannte Wacken-Festival etwa wurde komplett ins Digitale adaptiert. Die Produktion in einem eigens aufgebauten Studio verbindet dabei reale Auftritte, Lichtshow und Bühnen-Effekte mit dem virtuellen Wacken-Set. „Das war der erfolgreichste Livestream weltweit in diesem Sommer“, sagt Vogt. In Summe erreichte das Digital-Event über elf Millionen Views.

Laut ESL-Chef Reichert können neben individuellen Digital-Konzepten für das eigene Geschäft in der aktuellen Krise die verschiedenen Welten eine Menge voneinander lernen:

Ralf Reichert, CEO ESL, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Was sind die Erfolgsfaktoren beim Fan-Engagement?

Bereits am Donnerstag kamen zahlreiche führende Köpfe aus der Digital- und eSport-Szene sowie hochkarätigen Brands zu Wort. Im Mittelpunkt des ersten Hauptprogramm-Slots stand das Thema Fan-Engagement. Zu Gast waren neben  Esportido-Gründer Matthias Wengenroth auch Philipp Liesenfeld, Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports des  1. FC Köln  sowie Lorenz Beringer, Founder & CEO der Digital-Beratungsagentur  Lobeco.

Fan- bzw. Kunden-Engagement ist längst ein elementarer Bestandteil in der Kommunikation von Sportrechtehaltern und Unternehmen. „Der nächste Schritt ist es, die Fans auf den externen Plattformen weiterhin zu unterhalten, sie aber dann auf unsere eigenen Plattformen zu konvertieren“, erklärt Liesenfeld:

Philipp Liesenfeld, Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung 1. FC Köln, bei den SGM Online Days

Die Kommunikation auf externen Plattformen wie den großen Social-Media-Kanälen bleibe „auch aus Unternehmenssicht weiterhin attraktiv“, sagt Beringer. Allerdings gehe es „nicht einzig alleine um hohe Reichweiten und Impressionen“, die zweifelsohne mit Plattformen wie Twitter oder Instagram erreicht werden. Gerade durch die Corona-Krise seien Unternehmen durch ausfallende Aktivierungen im Stadion gezwungen umzudenken: „Es geht vielen noch nicht um Mikrotargeting und auch die ganze CRM-Perspektive wird von vielen Unterhemen noch nicht geschätzt“, ergänzt Beringer.

eSport-Sponsoring vs. Sportsponsoring

Im zweiten Hauptprogramm-Slot am Donnerstag stand eine Frage im Mittelpunkt: Was können erfolgreiche Sponsoren im eSport und Sport voneinander lernen? Von Brandseite waren Nadja Gärtner, Leitung Culture Marketing von  Warsteiner  sowie Jens Hasselbächer, Vorstand Vertrieb/Marketing bei der  R+V Versicherung,  zu Gast. Ergänzt wurde die Runde von Tim Reichert, Geschäftsführer  Schalke 04 Esports  und Michael Haenisch, CEO von  Freaks 4U.

„Bei klassischen Sportveranstaltungen funktionieren üblicherweise auch unsere klassischen Brand-Kampagnen. Während wir im eSport-Umfeld auf jeden Fall individueller und humorvoller unsere Tonalität aussteuern“, sagt Gärtner. Auch Freaks 4U CEO Haenisch macht ähnliche Erfahrungen mit seinen Kunden: „Für viele Marken ist der Einstieg in den eSport zum Teil ein Sprung ins kalte Wasser“. Die Unternehmen müssten sich „auf viele Sachen einstellen, die sie aus dem klassischen Sportsponsoring nicht kennen“.

Laut Hasselbächer lernt die R+V Versicherung aktuell „besonders viel aus der digitalen Welt rund um ihr eSport-Engagement bei Schalke 04“. Das wirke sich auch auf das Kerngeschäft des Versicherers aus:

Jens Hasselbächer, Vorstand R+V Versicherung, bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days

Wenn Sie Ihren Lieblingsslot bei den SPOBIS Gaming & Media Online Days verpasst haben, besteht noch bis einschließlich 11. Oktober die Möglichkeit, im SGM-Hub alle Hauptprogrammpunkte und Masterclasses On-Demand abzurufen. Auch weiterhin können alle Features des Hubs, wie zum Beispiel unsere Partner-Plattformen genutzt werden.