Kühnen

SPOBIS Podcast „Sports, Careers & Pioneers“ mit Patrik Kühnen

Jeder Sportler hat einen Moment in seiner Karriere, den er nie vergisst. Für Patrik Kühnen ist es das Achtelfinale am 27. Juni 1988 von Wimbledon gegen Jimmy Connors.

„Ich kann heute noch spüren, wie nervös ich war.“ Dramatik pur, das Match wird nach einer Regenunterbrechung erst am nächsten Tag weitergespielt. Kühnen hat zwei Matchbälle, aber dann wird sein Arm „bleischwer“. Trotzdem schafft es Kühnen, den großen Jimmy Connors zu besiegen. „Ich war komplett im Tunnel, habe keine Erinnerung mehr an die Ballwechsel.“ Heute als Coach gibt er seinen Schüler einen einfachen Tipp. „Fokussiert euch, die Kunst ist es im Hier und Jetzt zu sein, Gedanken an die Zukunft sind der Situation nicht zuträglich.“ Klingt erst mal einfach, ist es auch, wenn man die richtigen Tools dabeihat.

Als Beispiel nennt Kühnen Ivan Lendl, der seinen Fokuspunkt in den Pausen auf seinem Schläger hatte. Das Sortieren der Saiten hatte den Zweck, die Augen nicht wandern zu lassen, sich auf die Stimme im Kopf zu konzentrieren. Es sind solche praktischen Dinge, die Patrik Kühnen heute in seinen Seminaren vermittelt, wie wichtig der Kreislauf von Vorbereitung, Performance und Analyse ist. Techniken, die sowohl im Sport, aber auch im Business Anwendung finden. Im Podcast erzählt Kühnen aus seiner Karriere, der Zeit als Davis-Cup-Kapitän und warum er heute Coach aus Leidenschaft ist. „Wenn ich 100 Prozent einfordere, dann muss ich mich auch immer hinterfragen, ob ich auch 100 Prozent gebe. Es gibt zwar keine Garantie auf einen Sieg, aber ich kann immer mein Bestes geben.“

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Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe

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