Euler

Podcast mit Thomas Euler: Wie das Ökosystem NFT funktioniert

Sogenannte „Non-Fungible Tokens“ – kurz NFTs – erleben derzeit einen regelrechten Boom im Sportbusiness. Was es damit auf sich hat und wie weitreichend die Einsatzmöglichkeiten von Blockchain und Tokens im Sport sind, erklärt Thomas Euler, Gründer und CEO von Liquiditeam – einem Braunschweiger Tech-Start-up, das sich der Tokenisierung des Sports verschrieben hat – im SPONSORs-Podcast.

Das gesamte Sportbusiness befindet sich auf der Suche nach neuen digitalen Geschäftsmodellen. In Zeiten der Corona-Pandemie besteht bei Sportrechtehaltern nicht nur eine große finanzielle Not, sie versuchen auch händeringend den Kontakt zu ihren Fans aufrechtzuerhalten. Dabei setzen immer mehr Markteilnehmer auf Blockchain-Technologie, um neue digitale Geschäftsmodelle zu erschließen und ungenutzte Potenziale zu heben.

Einen regelrechten „Boom“ erlebt derzeit das Thema „Non-Fungible Tokens“ – besser bekannt unter NFTs. Diese Tokens sind einzigartig, nicht replizierbar und gelten aus diesem Grund als geeigneter Ausweis für digitales Eigentum. Den „Hype“ macht Thomas Euler, Gründer und Geschäftsführer von Liquiditeam, insbesondere an den exorbitanten Summen fest, die in letzter Zeit für „NBA Top Shots“ gezahlt wurden. Bei den „NBA Top Shots“ handelt es sich um Highlight-Sequenzen von NBA-Spieler, die in Form von sogenannten virtuellen Packs erworben werden können. Der Einkaufspreis variiert zwischen 9 und 230 US-Dollar, gehandelt werden die begehrtesten Highlights-Clips inzwischen mit bis zu 240 000 US-Dollar. „Das hat dazu geführt, dass viele andere Leute im Sportkontext auch auf das Thema aufgesprungen sind”, erklärt Euler.

Abhängigkeit von Social-Media-Plattformen reduzieren

Mit seiner Software-Lösung namens „LT Fan Platform“ will Liquiditeam eine Community-Plattform schaffen, die in einer innovativen Form die direkte Interaktion zwischen Fans und Club ermöglicht. Dafür stellt das Start-up seinen Kunden – zu denen unter Borussia Dortmund, die Basketball Löwen Braunschweig sowie NBA-Profi Dennis Schröder zählen – eine eigene gebrandete App zur Verfügung. Das Geschäftsmodell besteht darin, dass die Fans mithilfe des Einsatzes von Tokens auf dieser Plattform interagieren können – beispielsweise in dem sie Inhalte freischalten oder Kommentare und Ideen anderer Nutzer „boosten“ können. Der Liquiditeam-Gründer ist fest davon überzeugt, dass sich die Sportrechtehalter unabhängiger von sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter machen sollten, um zukunftsfähig zu bleiben: „Du brauchst deine eigene Plattform: wo du das Interesse der Fans kanalisieren kannst, wo du mehr Daten hast und wo du auch in der Lage bist, neue digitale Geschäftsmodelle zu etablieren.“

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Einsatzmöglichkeiten nahezu unbegrenzt

Die Einsatzmöglichkeiten reichen jedoch noch weit über die zwei bereits genannten Beispiele hinaus. „Eines Tages werden große Teile der Finanzinfrastruktur entweder auf Blockchain- oder Distributed-Ledger-Technologie laufen”, prognostiziert Euler. Bezogen auf den Sport seien insbesondere die Themen „Digitale Mitgliedschaften”, „Ticketing”, „Sportwetten”, „IP-Tokenisierung” und „Micropayment” spannende Einsatzfelder.

Foto: Liquiditeam

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