Moritz Kreppel

Podcast mit Moritz Kreppel: Auf dem Weg zu Europas größtem Fitness-Anbieter

2012 hat Moritz Kreppel gemeinsam mit Benjamin Roth das Start-up Urban Sports Club gegründet. Im SPONSORs-Podcast spricht der heutige CEO über das beeindruckende Wachstum des Berliner Unternehmens, die sich verändernde Fitness- und Sportwelt sowie strategische Partnerschaften mit Sportclubs.

Das Berliner Start-up Urban Sports Club hat seit seiner Gründung im Jahr 2012 ein rasantes Wachstum hingelegt. „Wir sind mit 25 Studios in Berlin gestartet – inzwischen sind wir bei rund 1200 und wachsen weiter“, berichtet Co-Founder und CEO Moritz Kreppel im SPONSORs-Podcast. Insgesamt haben die Mitglieder von Urban Sports Clubs heute Zugang zu 11 000 Studios und über 50 Sportarten in sieben Ländern. Der Einstiegspreis liegt bei 29 Euro pro Monat. Wer auf das gesamte Angebot zurückgreifen möchte, zahlt monatlich 129 Euro. „Wir aggregieren ganz viele Studios in einer einzelnen Mitgliedschaft“, erklärt Kreppel das Geschäftsmodell seines Start-ups. Dabei setzt Urban Sports auf flexible Abo-Modelle: So lässt sich eine Mitgliedschaft jederzeit pausieren und zum Ende des Monats kündigen.

Europas Marktführer unter den Sportaggregatoren

Das Geschäftsmodell von Urban Sports Club scheint dabei den Nerv der Zeit zu treffen. Die Mitgliederzahl liegt heute im sechsstelligen Bereich. Die erste Übernahme eines Konkurrenten erfolgte bereits im November 2015. Mithilfe mehrerer Finanzierungsrunden, in denen das Berliner Start-up einen dreistelligen Millionenbetrag einsammelte, sind inzwischen weitere zehn Übernahmen von Wettbewerbern gefolgt. Fitnessstudios und Vereine bezeichnet Kreppel dagegen nicht als „Wettbewerber, sondern immer als potenzielle Kooperationspartner“. Die Partner profitieren dabei von den zahlreichen Marketing-Maßnahmen von Urban Sports Club: „Wir sorgen dafür, dass gerade auch neuere Studios sehr schnell signifikant Besuche bekommen“, sagt Kreppel. Im vergangenen Jahr wollte Urban Sports Club eigentlich in weitere sechs europäische Länder expandieren. Aufgrund von Covid-19 und den damit einhergehenden Schließungen der Fitnessstudios, wurde die Expansion bis auf weiteres verschoben.

Sport der Zukunft: „Hybrid und höhere Flexibilität“

Als Reaktion auf die Corona-bedingten Schließungen der Partnerstudios hat Urban Sports Club innerhalb kürzester Zeit für seine Mitglieder Online-Kurse per Livestream angeboten. Der nächste Schritt solle nun sein die „Online-Kurse auch auf Abruf anzubieten“, berichtet Kreppel. Dass die Fitnessstudios durch die Corona-Pandemie nachhaltig an Bedeutung verlieren glaubt der Gründer nicht: „Es wird einen riesen Run auf die Studios geben, wenn der Lockdown beendet ist“. Kreppel ist deshalb davon überzeugt, dass die Zukunft „hybrid“ sein wird. Dazu werde auch das Thema „Flexibilität“ weiter eine große Rolle spielen.

Wachstum durch Partnerschaften mit Sportclubs

Ein weiteres Wachstumsfeld für Urban Sports Club sind Kooperationen mit Proficlubs im Sport. Im Fußball hat das Berliner Start-up bereits Partnerschaften mit dem 1. FC Köln sowie dem portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon abgeschlossen. Weitere könnten zeitnah folgen, wie Kreppel verrät: „Es laufen aktuell Gespräche mit einigen Clubs.“

Foto: Chris Marxen

NL