Haenisch

Podcast mit Michael Haenisch: Warum Deutschland Vorreiter im eSport ist

Michael Haenisch hat als CEO von Freaks 4U Gaming aus Berlin eine der weltweit führenden Agenturen im Bereich Gaming und eSport mit mittlerweile mehr als 200 Mitarbeitern aufgebaut. Im SPONSORs-Podcast spricht der eSport-Entrepreneur über die Entwicklung seines Unternehmens und prognostiziert weiteres großes Wachstum für die eSport-Branche.

In diesem Jahr feiert die auf Gaming und eSport spezialisierte Marketing- und Kommunikationsagentur Freaks 4U Gaming ihr zehnjähriges Jubiläum. Heute beschäftigt Freaks 4U Gaming mehr als 200 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18 Millionen Euro. Im Zuge weiterer Expansionspläne hat das Berliner Unternehmen jüngst erstmals auf anorganisches Wachstum gesetzt und die eSport-Agentur ProGaming Italia gekauft. Für 2021 rechnet Haenisch durch die Übernahme mit einer Umsatzsteigerung von rund 50 Prozent auf „26 bis 27 Millionen Euro“.

Die Erlöse von Freaks 4U Gaming verteilen sich auf drei Unternehmensbereiche: Das Agenturgeschäft, den Aufbau und die Vermarktung von Communities und eigenen Produkten wie dem Web-Portal 99Damage sowie die Produktion von TV- und Influencer-Formaten. Für alle drei Geschäftsbereiche sieht Haenisch auch in Zukunft „große Wachstumsmöglichkeiten”. Schon heute übernimmt Freaks 4U Gaming Dienstleistungen für mehr als 100 Marken und hat 4,5 Millionen Euro in den Ausbau von drei neuen Produktionsstudios investiert. Trotz dieser Zahlen sieht Haenisch die Branche erst bei „50 Prozent” des Geschäftspotenzials.

eSport einer der wichtigsten Sportmärkte

Für Freaks 4U Gaming gibt der CEO „ein jährliches Umsatzwachstum im hohen zweistelligen Prozent-Bereich“ als Ziel aus. Zuletzt konnte die Berliner Agentur ihre Erlöse um durchschnittlich rund 50 Prozent steigern, in guten Jahren sogar über 100 Prozent. Perspektivisch könne der eSport „einer der wichtigsten Sportmärkte, wenn nicht sogar der größte“ werden. Festmachen lässt sich der deutlich positive Trend unter anderem im Sponsoring. Konnten Unternehmen Mitte der 2010er-Jahre noch für eine hohe fünfstellige Euro-Summe als Sponsor bei internationalen Events wie der ESL One werben, liegt die Einstiegsbarriere laut Haenisch heute deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich.

Wettbewerbssituation als Wachstumsbeschleuniger

„Ich denke, dass der deutsche Markt nicht nur einer der größten Märkte in Europa ist, sondern auch einer der Märkte, der sich perspektivisch am schnellsten weiterentwickeln wird“, ist Haenisch überzeugt. Den Status sieht der eSport-Experte auch darin begründet, dass mit ESL Gaming und Freaks 4U Gaming früh gleich zwei relevante Player hierzulande aktiv gewesen sind. „Ich glaube die Wettbewerbssituation in Deutschland, hat dazu geführt, dass sich der Markt hierzulande deutlich schneller entwickelt als viele andere ausländische Märkte, die von Anfang an von einem Player dominiert wurden.“

Foto: Freaks 4U Gaming

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