Frank Sprenger

Podcast mit Frank Sprenger: Warum Nachhaltigkeit für das Sportbusiness eine große Chance bietet

Mit seiner Strategieberatung Fors.earth unterstützt Frank Sprenger Milliardenkonzerne wie Volkswagen und Evonik sowie Sportrechtehalter auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Wirtschaften. Im ersten Teil unserer Podcast-Reihe zum Thema Nachhaltigkeit erklärt Sprenger, warum für das Sportbusiness im Thema Nachhaltigkeit großes Umsatzpotenzial steckt und worauf es beim Transformationsprozess ankommt.

Bis vor wenigen Jahren wurde Nachhaltigkeit von den meisten Sportrechtehaltern und werbetreibenden Unternehmen – wenn überhaupt – als Ergänzung denn als strategisch relevant eingestuft. Inzwischen steht das Thema auch im Sportbusiness ganz oben auf der Agenda. Dabei habe der Sport einen „Riesenvorteil“, sagt Frank Sprenger im SPONSORs-Podcast. „Der Sport hat das Potenzial und die Möglichkeit, einen unwahrscheinlich großen und positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten“, erklärt der Gründer und CEO von Fors.earth. So habe der Sport „eine unglaubliche Vorbildwirkung“ in der Gesellschaft, beispielsweise beim Werben für einen gesunden Lebensstil sowie ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsthemen.

„Nicht 150 Themen gleichzeitig bearbeiten“

In der täglichen Arbeit mit Clubs und Verbänden hat Sprenger einen wertvollen Rat: „Ich sehe bei vielen Rechtehaltern die Problematik, dass sie 150 Themen gleichzeitig bearbeiten wollen.“ Insbesondere vor dem Hintergrund der noch überschaubaren personellen Ressourcen sollten sich Vereine zuerst einmal einige wenige Ziele setzen, die mit Nachdruck und Konsequenz verfolgt werden können, so Sprenger. Die Vereinten Nationen haben in den Sustainable Development Goals (SGDs) 17 Ziele definiert, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Seinen Kunden empfiehlt Sprenger, sich eines dieser SGDs rauszusuchen und sich voll auf die Erreichung dieses Ziels zu konzentrieren.

Wer sich im Sportbusiness ernsthaft mit dem Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzen will, kommt am Thema Diversität nicht vorbei. „Wir müssen da viel kreativer werden“, fordert Sprenger. Ein positives Beispiel sei laut Sprenger die Einführung neuer Mixed-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen wie der 4x400-Meter-Staffel in der Leichtathletik. In einem ist sich Sprenger sicher: „Das ist ein langfristiges Thema, dem sich der Sport widmen muss.“

„Kriterien-Set“ für Vergabe von Sportgroßevents

Im Themenkomplex Nachhaltigkeit im Sport spielt die Durchführung von Großevents wie der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Nachhaltigkeits-Experte Sprenger ist davon überzeugt, dass es künftig ein „gesellschaftlich konstruiertes Kriterien-Set“ für die Vergabe solcher Veranstaltungen brauche. Dieses müsse sich zum einen aus der „langfristigen Nutzung der Sportstätten“ und zum anderen aus „thematischen Schwerpunkten wie Menschenrechtssituationen“ zusammensetzen.

Foto: Fors.earth

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