Sportwettenmarkt

Deutscher Sportwettenmarkt bricht um 16 Prozent ein

Ein wichtiger Geldgeber des deutschen Sports leidet massiv unter der Corona-Krise: Der deutsche Sportwettenmarkt hat im Jahr 2020 einen Umsatz von 7,8 Milliarden Euro erzielt, was einen Rückgang um 1,5 Milliarden Euro (-16 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Die Entwicklung des Sportwettenmarkts kannte viele Jahre lang nur eine Richtung: steil nach oben. Im Jahr 2019 erreichten die Wetteinsätze in Deutschland mit 9,3 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 3,5 Milliarden Euro. Umso härter wurden die Sportwettenanbieter von der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden zeitweisen Einstellung des gesamten Sportbetriebs getroffen. Im April verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von 90 Prozent, im Mai lag dieser bei immer noch 75 Prozent. Dieser immense Einbruch der Einnahmen, konnte auch durch den Re-Start der Sportwelt nicht wieder aufgeholt werden. So lagen die Gesamtumsätze im Jahr 2020 mit 7,8 Milliarde Euro rund 16 Prozent unter dem Rekordergebnis aus 2019.

Sportwettenmarkt
Bildunterschrift
Entwicklung des deutschen Sportwettenmarkts

27 von 36 Bundesliga-Club mit offiziellem Wettpartner

Die Sportwettenbranche ist ein signifikanter Geldgeber der Fußball-Bundesliga. In der Bundesliga gibt es mit dem FC Augsburg und dem SC Freiburg nur zwei Clubs, die keinen Sportwettenanbieter zu ihren Sponsoren zählen. In der 2. Bundesliga haben immerhin 11 der 18 Clubs einen Sportwettenanbieter als Partner. Insgesamt lassen sich diese Unternehmen ihre Sponsorings laut SPONSORs DATA rund 22,5 Millionen Euro pro Saison kosten. Die meisten Engagements in der Bundesliga und der 2. Bundesliga besitzen Bwin (1. FC Köln, 1. FC Union Berlin, Borussia Dortmund und FC St. Pauli) sowie Sky Bet (Hannover 96, Holstein Kiel, SV Darmstadt und SV Sandhausen).

Foto: IMAGO / Uwe Kraft

SPOBIS