BBL

Zwei BBL-Clubs erhalten keine Lizenz

Die Eisbären Bremerhaven sowie der BBL-Aufsteiger Nürnberg Falcons haben für die Saison 2019/20 vorerst keine Lizenz erhalten. Während den Eisbären aufgrund finanzieller Nachweise die Lizenz verweigert wurde, fehlt den Falcons eine geeignete Spielstätte.

Der Gutachterausschuss der Easycredit Basketball Bundesliga (BBL) hat entschieden, den Eisbären Bremerhaven keine Lizenz für die Saison 2019/20 zu erteilen. Grund dafür ist, dass der Club aufgrund von Altschulden kein positives Eigenkapital in Höhe von mindestens 250 000 Euro vorweisen konnte. Erstmals müssen im BBL-Lizenzierungsverfahren unter anderem ein Mindestetat von drei Millionen Euro sowie positives Eigenkapital in Höhe von 250 000 Euro nachgewiesen werden.

Die Altschulden fallen nach Angaben von Wolfgang Grube, Geschäftsführer der Eisbären, bis auf das Jahr 2008 zurück. Nach seinem Amtsantritt im Januar 2018 hatte er der BBL signalisiert, die Schulden tilgen zu wollen. "Deshalb kann ich diesen Schritt überhaupt nicht nachvollziehen, zumal die Stadt Bremerhaven für den Großteil dieser Altschulden genauso wie bei den Fischtown Pinguins aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bürgt", sagte Grube.

Die Eisbären werden Berufung gegen das Urteil der Basketball-Bundesliga einlegen. Der Club steht aktuell auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz, könnte also auch noch auf sportlichem Wege in die ProA absteigen.

Keine Spielstätte: Auch Nürnberg erhält vorerst keine Lizenz

Neben den Eisbären Bremerhaven erhalten auch die Nürnberg Falcons vorerst keine Lizenz für die kommende Spielzeit 2019/20. Der Club hatte sich Ende April den sportlichen Aufstieg in die BBL gesichert.

Grund für die Lizenzverweigerung ist das Fehlen einer Halle mit der notwendigen Mindestkapazität von 3000 Plätzen. "Die Liga braucht schriftliche Garantien von Seiten der Stadt Nürnberg zum Hallenbau. Diese werden in den nächsten Tagen da sein", wird Falcons-Geschäftsführer Ralph Junge in der Mitteilung zitiert. Im Gespräch war zuletzt eine Lagerhalle, die kurzfristig umgerüstet werden soll. Die Arena Nürnberger Versicherung, in der unter anderem die Thomas Sabo Ice Tigers aus der DEL spielen, steht derweil aufgrund zu hoher Auslastung nicht zur Verfügung. 

Wie die BBL mitteilte, basiere der negative Lizenzbescheid der Falcons außerdem auf einem fehlenden "Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit". Dazu hatten die Falcons in ihrer Stellungnahme allerdings keinen Bezug genommen.

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