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Nach Digibet: Auch Hoffenheim wechselt Wettenpartner

Die TSG 1899 Hoffenheim hat mit einem neuen Wettenanbieter abgeschlossen. Nach ungewissen Wochen ist damit klar: Digibet hat kein Engagement mehr in der Bundesliga.

Interwetten ist ab der Saison 2017/18 Business Premium-Partner (zweite Ebene) der TSG 1899 Hoffenheim. Der Wettenanbieter engagiert sich über drei Jahre bis zum Ende der Saison 2019/20 beim Bundesligisten.

Interwetten wird bei der TSG breitflächig präsent sein. Das Logo des Unternehmens wird auf der TV-relevanten LED-Bande sowie auf zwei statischen Banden (zweite Reihe) links und rechts der Mittellinie zu sehen sein. Zudem enthält das Rechteportfolio zwei Cam Carpets (einer pro Torseite) sowie eine 120 Meter lange Minibande entlang der Gegengeraden. Die Rechte sind dem Paket ähnlich, das Vorgänger Digibet besessen hatte. Nach SPONSORs-Informationen ließ sich Digibet das Sponsoring in Hoffenheim 800 000 Euro pro Saison kosten.

Digibet-Ausstieg hatte sich angedeutet

Zum Sponsorship von Digibet bei der TSG 1899 Hoffenheim standen zuletzt einige Fragezeichen im Raum. Nach dem vorzeitigen Ausstieg des Wettenanbieters als Glücksspiel-Partner von Borussia Mönchengladbach hielten sich Gerüchte im Markt, nach denen Digibet auch bei der TSG den bis zum Ende der Saison 2018/19 laufenden Vertrag vorzeitig beenden würde. Der Bundesligist verwies Mitte Juli allerdings auf laufende Verhandlungen, die es auch aufgrund des sportlichen Erfolgs mit der Qualifikation für die UEFA Champions League gegeben habe. Knapp vier Wochen später ist klar, dass sich die Ausstiegsgerüchte um Digibet bewahrheitet haben.

Auch Borussia Mönchengladbach hat mittlerweile einen neuen Wettenpartner gefunden. Bei den Fohlen wirbt ab der bald startenden Bundesliga-Saison Mybet.

Interwetten: Zurück im Fußball

Dass ausgerechnet Interwetten der neue Sportwettenpartner von 1899 Hoffenheim wird, kommt etwas überraschend. Erst zu Beginn des Jahres hatte Interwetten-CEO Werner Becher in einem Gastbeitrag für SPONSORs ("Fußball kann jeder") über die Philosophie des Unternehmens geschrieben, andere Sportarten als den Fußball als Sponsoringplattform zu präferieren – zum Beispiel den Motorsport. "Aufgrund des großen Gedränges der Wettenanbieter im Fußballumfeld wird die eigene Marke schlicht übersehen", kritisierte Becher seinerzeit.

Doch der Interwetten-CEO lies gleichzeitig eine Hintertür für Marketing-Entscheider im Fußball offen und schrieb: "Selbstverständlich war und wird Interwetten auch in der Zukunft im Fußball-Sponsoring aktiv sein, wir evaluieren ständig die Marktentwicklungen und den Wettbewerb sehr genau." Nach dem unplanmäßigen vorzeitigen Ausstieg von Digibet in Hoffenheim hat sich nun offenbar kurzfristig eine geeignete Möglichkeit ergeben, in Deutschland wieder auf den Profifußball zu setzen. 

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