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Jetzt ist es offiziell: Allianz schließt Partnerschaft mit IOC

Unternehmensintern stand es schon seit einigen Wochen fest. Nun hat die Allianz ihr Sponsorship mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell verkündet.

Allianz ist neuer Top-Sponsor (erste Ebene) des IOC. Der Vertrag zwischen dem Versicherungskonzern und dem IOC hat wie angekündigt eine Laufzeit von zehn Jahren bis zum Ende der Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Laut Medienberichten dürfte sich die Allianz die Partnerschaft in Summe zwischen 500 und 600 Millionen Euro kosten lassen.

Neben klassischen Werberechten wie zum Beispiel der Nutzung der Olympischen Ringe wird die Allianz im Rahmen der Partnerschaft mit dem IOC integrierte Versicherungslösungen für die Olympischen Bewegung sowie für die Organisationskomitees der Olympischen Spiele anbieten. Diese sollen auch den nationalen Olympischen Komitees (NOKs) weltweit sowie den jeweiligen Olympiateams und Athleten zur Verfügung stehen.

Teil der Partnerschaft sind insbesondere auch werbliche Präsenzen und Aktivierungsrechte auf den digitalen Plattformen des IOC. So präsentiert sich die Allianz unter anderem künftig auf dem digitalen Olympia Channel, der in zehn Jahren nach Angaben des IOC rund eine Milliarde Nutzer weltweit haben soll. „Einer der Gründe für unser Engagement beim IOC ist, dass wir auch bei der jüngeren Generation verstärkt als Partner wahrgenommen werden wollen“, sagte Jean-Marc Pailhol, Head of Group Market Management der Allianz.

Allianz wirbt erstmals bei den Winterspielen 2022

Der Zeitraum für das Sponsoring umfasst die Olympischen Winterspiele Peking 2022, die Olympischen Spiele Paris 2024, die Olympischen Winterspiele 2026 (der Austragungsort steht noch nicht fest) und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sind nicht Teil des Engagements. Laut Allianz verfügt der Konzern bereits ab 2019 über nicht näher aufgeführte Vermarktungsrechte in China, Frankreich und Spanien.

Für die Allianz ist es nicht die erste Partnerschaft mit einem internationalen olympischen Verband. Seit 2006 engagiert sich der Versicherungskonzern mit Hauptsitz in München bereits als International Partner in der höchsten Partnerebene des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC).

Ob der Allianz-Vertrag mit dem IPC in die neue IOC-Partnerschaft integriert wird, ist derweil nicht bekannt. Im März 2018 gaben IOC und IPC eine Partnerschaft bis 2032 bekannt, nach der ab 2021 alle weltweiten Top-Partner des IOC automatisch auch Partner des IPC und der Paralympischen Spiele sind.

Allianz einziges deutsches Unternehmen unter den Top-Sponsoren des IOC

Auf der höchsten Partnerebene des IOC engagieren sich aktuell 13 Unternehmen: Alibaba, Atos, Bridgestone, Coca-Cola, Dow Chemical, General Electric, Intel, Omega, Panasonic, Procter & Gamble, Samsung, Toyota und Visa. Damit wird Allianz künftig als einziges deutsches Unternehmen auf der Top-Sponsor-Ebene des IOC werben. Zudem würde sich nach dem Ausstieg von John Hancock im Jahr 2008 wieder ein Versicherungsunternehmen als Top-Sponsor des IOC engagieren.

Die Allianz ist im Sportsponsoring unter anderem weltweit mit elf Naming-Rights präsent, beispielsweise mit der Münchner Allianz Arena. Beim FC Bayern München engagiert sich der Versicherer zudem auf der höchsten Sponsorenebene als Hauptpartner und hält zudem wie Adidas und Audi 8,33 Prozent der Anteile an der ausgegliederten Profifußballabteilung des deutschen Rekordmeisters.

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