Nike

EU verhängt Millionenstrafe gegen Nike

Wegen unerlaubter Geschäftspraktiken mit Fanartikeln europäischer Top-Clubs: Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) haben gegen Nike eine Strafe in Millionenhöhe verhängt. 

Nike muss wegen unerlaubter Geschäftspraktiken eine Strafe von 12,5 Millionen Euro bezahlen. Der US-amerikanische Sportartikelhersteller habe Händler am grenzüberschreitenden Verkauf von Lizenzprodukten in Europa gehindert, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Das Verbot gilt demnach für Fanartikel bekannter Fußball-Topclubs, darunter der FC Barcelona, Manchester United (bis 2015 von Nike ausgerüstet) und Juventus Turin (bis 2015 von Nike ausgerüstet).

Im Zuge des Verstoßes gegen das EU-Kartellrecht drohte Nike Lizenznehmern unter anderem an, ihnen den Vertrag im Falle von Auslandsverkäufen zu kündigen. Das Vergehen des Unternehmens soll von 2004 bis 2017 angedauert haben. "Nike hat viele seiner Lizenznehmer am Verkauf von Markenartikeln in andere Länder abgehalten, was für die Verbraucher weniger Auswahl und höhere Preise zur Folge hatte", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Im Sportbusiness hält Nike zahlreiche Partnerschaften in verschiedensten Sportarten. Im Fußballsponsoring ist das Unternehmen Ausrüster zahlreicher Top-Clubs, unter anderem FC Barcelona, Inter Mailand und Paris Saint-Germain. In der Bundesliga rüstet der Sportartikelhersteller mit Eintracht Frankfurt, dem FC Augsburg, Hertha BSC, RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg fünf Clubs aus.

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