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BVB verlängert mit Hauptsponsor Evonik

Der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund kann seine sportlichen Erfolge auch weiterhin wirtschaftlich nutzen. Nach dem neuen Ausrüsterdeal mit Sportartikelhersteller Puma, konnten die Borussen nun einen neuen millionenschweren Vertrag mit Haupt- und Trikotsponsor Evonik Industries aushandeln.

Der ursprüngliche Vertrag lief eigentlich noch bis Ende der Saison 2012/13. Dieser wurde nun vorzeitig, bis zum 30. Juni 2016 verlängert. Laut Medieninformationen soll der neue, ausgeweitete Kontrakt dem BVB jährlich eine Basissumme von rund zehn Millionen Euro bescheren. Für die komplette dreijährige Vertragslaufzeit sind dies damit mindestens 30 Millionen Euro, mit denen der BVB planen kann. Hinzu kommen leistungsabhängige Prämien für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft, des DFB-Pokals oder der Teilnahme an europäischen Wettbewerben. Im Erfolgsfall ist damit davon auszugehen, dass sich die Sponsoringsumme auf insgesamt maximal rund 13 bis 15 Millionen Euro per annum erhöhen kann. Bislang sollen die Schwarz-Gelben einen jährlichen Mindestbetrag von rund neun Millionen Euro erhalten.

Für beide Parteien ist dies die zweite vorzeitige Vertragsverlängerung. Bereits Anfang Mai 2010 hatte Evonik seinen Kontrakt ein Jahr vor Ablauf verlängert, damals bis Ende der Saison 2012/13.

Wirtschaftliche Planbarkeit

Evonik ist seit der Saison 2006/07 Haupt- und Trikotsponsor von Borussia Dortmund. Zu Beginn des Engagements warb der Chemiekonzern aus Essen noch mit einem Ausrufezeichen auf den Trikots der Borussen, da der Name des Unternehmens zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte. „Als wir eingestiegen sind, war der Verein noch dabei, den größten Tiefpunkt seiner Geschichte zu bewältigen“, erinnert sich Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG, und meint damit die Beinahe-Insolvenz des Clubs. Was Evonik in der Folge mit dem BVB erlebt habe, sei „der Traum eines jeden Sponsors“. Wie Engel weiter ausführt, erhöhe der BVB nicht nur den Bekanntheitsgrad von Evonik, „sondern auch unser Image. Wer uns als BVB-Sponsor kennt, findet uns deutlich sympathischer und kreativer als diejenigen, denen unser Engagement in Dortmund nicht bekannt ist“, so der Evonik-Chef.

Mit der Vertragsverlängerung ist es dem BVB weiter gelungen, seinen sportlichen Höhenflug auch wirtschaftlich auszunutzen. Bereits im August vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der BVB ab der kommenden Saison mit einem neuen Ausrüster an den Start geht. Der neue Vertrag mit Puma soll bis mindestens 2020 laufen und dem BVB in Summe insgesamt rund 50 Millionen Euro einbringen. Hinzu kommen der Werbevertrag mit Stadionnamensgeber Signal Iduna (Basissumme: vier Millionen Euro) sowie mit neun Champion Partnern (zweite Sponsorenebene, je rund eine Million Euro per annum), die dem BVB in den kommenden Spielzeiten weiter wirtschaftliche Planbarkeit verschaffen.

Foto: Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, und Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG (rechts)

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