James

Große Mediawert-Verluste für den FC Bayern

Die Reichweite ihrer Spieler in den sozialen Medien stellt für Clubs einen immer größeren Wert dar. Eine neue Studie offenbart nun die finanziellen Verluste des FC Bayern diesbezüglich durch die Transferaktivitäten in diesem Sommer.

Der FC Bayern München muss in der kommenden Saison aktuell einen Mediawert-Verlust von rund 86 Millionen Euro hinnehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Agentur "Web-Netz" (siehe Tabelle unten). Allein der Abgang des Kolumbianers James Rodriguez, der in den sozialen Netzwerken rund 92 Millionen Follower hat, ist demnach für einen Mediawert-Verlust in Höhe von rund 68 Millionen Euro verantwortlich.

Felix Benckendorff von "Web-Netz" erklärt die Zahlen folgendermaßen:  „Es gilt die Faustregel, dass ViP’s auf ihren Social Media-Kanälen mindestens ca. 15 Prozent ihrer Follower erreichen. Zudem kostet es mit herkömmlichen Medien etwa 20 Euro, um 1.000 Empfänger zu erreichen. Das bedeutet, dass James auf seinen drei Kanälen (Instagram, Facebook und Twitter) mit Gesamtvolumen von 92 Mio. Follower einen Mediawert von etwa 278 000 Euro bietet.“ Die beiden Neuzugänge Lucas Hernandez und Benjamin Pavard bringen dagegen verhältnismäßig wenige Social Media-Follower mit zum FC Bayern. 

Media FCB
Bildunterschrift
Die Followeranzahl bezieht sich auf die drei Kanäle: Instagram, Facebook, Twitter – gemessen in KW 27/2019. Erfasst sind die Transfers bis zum 10.Juli 2019. Quelle: www.web-netz.de

BVB: Mediamehrwert durch Hummels-Wechsel

Umso positiver sieht dagegen bislang die Social Media-Entwicklung bei Borussia Dortmund aus. Den größten Einfluss hat hier der Wechsel von Mats Hummels, der fast neun Millionen Follower mit zum BVB bringt. Außerdem verzeichneten die Dortmunder diesbezüglich keine signifikanten Abgänge.

Media BVB
Bildunterschrift
Die Followeranzahl bezieht sich auf die drei Kanäle: Instagram, Facebook, Twitter – gemessen in KW 27/2019. Erfasst sind die Transfers bis zum 10.Juli 2019. Quelle: www.web-netz.de

Google-Anfragen: FC Bayern weiter vor dem BVB

In einer anderen Kategorie des Online-Marketings liegt der FC Bayern laut "Web-Netz" dagegen noch vor der Dortmunder Borussia. Demnach wird monatlich mehr als 900 000 mal nach Spielern des FCB gegoogelt.  Für Spieler des BVB gibt es hingegen nur rund 480 000 Suchanfragen pro Monat.

Titelbild: James Rodríguez, Picture Alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa

Sie nutzen gerade das Kontingent an kostenlos lesbaren Artikeln. Sie wollen Zugang zu allen Artikeln?

JETZT INFORMIEREN