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FC Ingolstadt setzt auf Snapchat

Der FC Ingolstadt 04 präsentiert sich als erster deutscher Proficlub bei Snapchat. Die Verantwortlichen sehen „großes Potenzial“ in dem Messengerdienst für Smartphones und Tablets. Doch ganz sicher scheint die App nicht zu sein.

Der Club will mithilfe der Snapchat-Präsenz neue Wege gehen, um mit seinen Anhängern in Kontakt zu treten. FCI-Pressesprecher Oliver Samwald sagte: „Wir sehen gerade in der Direktansprache der vorzugsweise sehr jungen FCI-Fans bei Snapchat ein großes Potenzial.“ Man sei sich aber durchaus bewusst, dass das Programm noch ein Nischenphänomen sei, „welches aber schnell wächst“. Insofern sei der Dienst auch als eine Ergänzung zu den etablierten Präsenzen im Clubmedien-Bereich zu sehen. Das Konzept wurde dabei von Nicolas Maltry, Verantwortlicher für Club Media beim FC Ingolstadt, entwickelt.

Im Vergleich zu anderen Social-Media-Kanälen bietet Snapchat die Chance, direkt per Push-Nachricht auf das Smartphone- oder Tablet-Display der Fans zu gelangen. „Es bietet uns beispielsweise bei Neuzugängen die Möglichkeit, einen neuen Spannungsbogen zu schaffen, indem bereits vor der offiziellen Präsentation anteasernde Fotos verschickt werden“, sagt Samwald. Zudem könnte die App beispielsweise verwendet werden, um im Umfeld von Heimspielen auf besondere Merchandising-Aktionen hinzuweisen.

Hacker klauten Daten von 4,6 Millionen Usern

Snapchat ist ein Messengerdienst für Smartphones und Tablets. Dieser ermöglicht es, Fotos an Freunde zu versenden, die nur eine bestimmte Anzahl an Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst zerstören sollen. Allerdings ist es durchaus möglich, die Bilder per Screenshot oder anderen Tools zu speichern.

Die App gilt als sicherheitsanfällig: Erst Anfang Januar verschafften sich Hacker Zugang zu den Snapchat-Datenbanken und veröffentlichten die Daten von 4,6 Millionen Nutzern, inklusive deren Handynummern. Genaue Zahlen über die Verbreitung in Deutschland sind nicht bekannt, der FC Ingolstadt spricht von zwei bis drei Millionen Usern und einer Abdeckung bei iPhone-Besitzern von 18 Prozent.

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