Luer

Podcast mit Marcus Luer: „500 Millionen Dollar in 20 Jahren”

Marcus Luer ist einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer im Sportbusiness. Seine Firma Total Sports Asia (TSA) hat in den vergangenen 20 Jahren über 500 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet. Im SPONSORs-Podcast berichtet Luer über die unterschiedlichen Geschäftsmodelle in den letzten Jahrzehnten, warum er glaubt, dass die Medienrechte der Premier League künftig sinken werden und wie er in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Dollar machen will.

Die Vision von Total Sport Asia lautet: Asiens erste globale Sports & eSport Agentur. Der in Köln geborene Unternehmer lebt und arbeitet seit über 20 Jahre in Malaysia. In dieser Zeit hat er laut eigenen Angaben 500 Millionen Dollar mit seiner Agentur erwirtschaftet. Gegründet wurde die Agentur 1997 und erlangte erste größere Bekanntheit mit der exklusiven Vermarktung der World Wrestling Entertainment (WWE) im asiatischen Raum. Später kamen zahlreiche asiatische Rückschlagspiele wie Badminton, Tischtennis, Squash oder auch Tennis dazu. Das Businessmodell lautete seinerzeit vorrangig Verkauf von Medienrechten. Oder “Arbitrage Modell” wie es Luer nennt.

Zu Beginn der Finanzkrise 2008 war TSA auf über 100 Mitarbeiter angewachsen mit sieben Büros über Asien verteilt. Selbstkritisch gibt Luer im Podcast zu, dass er seinerzeit die Overheadkosten der Agentur aus dem Blick verloren hatte. Gepaart mit den Auswirkungen der Finanzkrise folgte eine schwierige Schrumpfungsphase der Agentur. Daraufhin veränderte Luer das Geschäftsmodell und wandte sich vor allem der Vermarktung von Sponsoring und Lizenzrechten zu. Darüber hinaus gründete er 2012 die Plattform “Glory Kickboxing”. 

Ziel: Eine Milliarde Euro in zehn Jahren

Luer versucht seiner Zeit immer ein Stück voraus zu sein. 2017 gründete er daher die OTT-Plattform Sportfix, die zwischenzeitlich auf über 25 Millionen Dollar bewertet wurde. Doch der geplante ICO fand nicht statt, so dass der Sportbusiness Entrepreneur die Firma Mitte 2019 wieder schließen musste. Luer will sich von solchen Tiefschlägen aber nicht entmutigen lassen. Für Luer sind solche Korrekturen wichtige Learnings für seine nächsten Unternehmungen. In der Post-Corona-Ära will er sich auf Beratungsprojekte, Beat-Covid-19-Produkte, Weiterbildung, eSport und einen Sports Fund konzentrieren. Das neue Ziel lautet daher ganz unbescheiden: nach 500 Millionen Dollar in 20 Jahren – eine Milliarde Dollar in zehn Jahren. 

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