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McDonald’s

Auch zur Weltmeisterschaft 2006 will McDonald’s wieder den Hunger der Fußballfans stillen. Wie bleibt noch offen. Obwohl das Mega-Event immer näher rückt, wird zumindest gegenüber Medien noch nicht deutlich, welche Strategie der Konzern für die WM 2006 verfolgt.

Knapp 18 Monate sind es noch bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Dann wieder mit am Ball auch McDonald’s. Seit 1994 begleiten die Amerikaner als offizieller Sponsor die FIFA Fußball-Weltmeisterschaften. Für die Kommunikation rund um die WM 2006 lässt sich nur vermuten, dass die Vorbereitungen bereits laufen. Denn gegenüber der Öffentlichkeit lässt McDonald’s auf Anfrage bisher nur Oberflächliches raus. „2005 und 2006 wird McDonald’s eine strategische WM-Aktivierung sowie Peak-Maßnahmen durchführen“, informiert Martina Augenstein, Corporate Affairs McDonald’s. Sprich: neben werblicher Präsenz und Hospitality-Maßnahmen will das Unternehmen durch Eigenevents die WM für seine Kunden erlebbar machen. Das war anzunehmen.

Wie das allerdings aussehen soll, wird nicht verraten.Da ist es also der Fantasie überlassen, wie „mit PR-Aktionen rund um das Thema ‚Food, Fans and Fun‘“, so die PR-Mitteilung, das Fußball-Highlight begleitet werden soll. Vielleicht ja ähnlich wie 1994. Vor 10 Jahren setzte McDonald’s zum Thema „Fun“ mit dem McSchmidt WM-Studio auf gleichnamigen Comedian Harald Schmidt. Für die Abteilung „Food“ kreierte man wiederum zur Euro in diesem Jahr den EM-Burger. Ähnliches dürfte auch zur WM 2006 zu erwarten sein. Doch wie genau, ist eben noch offen. „Wir können noch keine Auskunft zu den geplanten Maßnahmen geben, da die Gespräche mit der FIFA noch laufen“, tröstet Augenstein auf SPONSORs-Nachfrage. „Erst im Laufe des nächsten Jahres wird McDonald’s Einzelheiten kommunizieren.“

Bis dahin arbeiten weiterhin weltweit verschiedene Projektgruppen bei McDonald’s an der Umsetzung der WM-Kommunikation. Die Erfahrungen, die das Unternehmen bei vergangenen Turnieren gemacht habe, seien „positiv und hätten sich quantitativ und qualitativ auf Business und Marke ausgewirkt“. Zahlen nennt die Schnellrestaurantkette allerdings keine.

Ballack gegen Kahn Auf was sich jetzt schon konkreter verweisen lässt, ist eine bereits laufende Kampagne – die „McDonald’s Fußball-Eskorte“, die sich bereits bei der diesjährigen Europameisterschaft bewährt habe. Mit der Aktion wird den jüngsten Kunden die Möglichkeit gegeben, vor einem Spiel mit den Spielern ins Stadion einzulaufen. Eine hoch beliebte Sache: Für die weltweit kommunizierte Kampagne zur Fußball-WM 2006 seien laut Unternehmensangaben bereits mehr als 400 000 Bewerbungen eingegangen.

Um mit Marketing-Maßnahmen Erfolg zu haben, hilft Exklusivität. Was das Thema Ambush-Marketing auf den Plan ruft. Reich an Erfahrung durch die langjährige Zusammenarbeit mit der FIFA will der Burgerbräter keine Trittbrettfahrer zulassen. McDonald’s sehe dem gelassen entgegen, heißt es. Dennoch lässt sich nicht verhindern, dass Konkurrent Burger King mit dem deutschen Nationaltorwart Oliver Kahn wirbt. McDonald’s hält für den deutschen Markt mit dem Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack dagegen. Bleibt für Deutschland und beide Unternehmen zu hoffen, dass Kahn und Ballack möglichst lange im Turnier bleiben.

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