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eSport 2018: 240 Millionen Euro Umsatz in Europa

Der europäische eSport-Markt erwirtschaftete im Jahr 2018 rund 240 Millionen Euro Umsatz. Das Wachstum der Branche ist eng mit dem Zuschauerverhalten und sich daraus entwickelnden neuen Möglichkeiten für Unternehmen verbunden, so eine Deloitte-Studie.

Der europäische eSport-Markt generierte laut einer Deloitte-Studie im Jahr 2018 einen Umsatz von 240 Millionen Euro. Der Aufschwung der Branche geht eng mit dem Zuschauerverhalten einher. In Deutschland, Europas derzeit größtem eSport-Markt, hat sich die Anzahl der regelmäßigen Zuschauer seit 2017 von 5,3 Millionen auf 9,2 Millionen erhöht.

Am Gesamtumsatz des europäischen eSport-Marktes hatte Deutschland 2018 einen Anteil von 70 Millionen Euro. Damit wurde der höchste Umsatz innerhalb Europas erzielt. Die Umsätze der Branche hierzulande werden laut der Studie bis 2023 voraussichtlich auf 180 Millionen Euro wachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 21 Prozent.

Vor allem für den Mediensektor bietet der eSport-Markt gute Perspektiven. Die Inhalte des eSport werden von rund 40 Prozent der Zuschauer in den Live-Streams verfolgt. Über das traditionelle Medium Fernsehen schauen nur 27 Prozent der Fans eSport.

Etablierte Sportmarken zeigen steigendes Interesse am eSport

Traditionelle Sportarten, wie der Fußball, entdecken mehr und mehr das Interesse am eSport-Bereich. In Deutschland arbeiten bereits die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) mit EA Sports zusammen, welches jedes Jahr eine Neuauflage des Fußballspiels „FIFA“ veröffentlicht.

Seit 2018 messen sich in der „virtuellen Bundesliga“ die besten FIFA-Spieler und auch Bundesligaclubs investieren in die neue Branche. Bereits je 11 Clubs aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga präsentieren derzeit ihre eSport-Teams bei dem digitalen Wettbewerb. Dazu gehören unter anderem der FC Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen, der Hamburger SV und der SV Werder Bremen, der die vergangene Saison der „virtuellen Bundesliga“ für sich entscheiden konnte und auch den aktuellen Weltmeister in „FIFA 19“ stellt.

Foto: picture alliance/Chen Yuyu/Imaginechina/dpa