Sportheads
Gastbeitrag Sportbusiness Club

Wo ist unsere digitale Rendite? Wie Organisationen im Sport die Chancen aus der digitalen Transformation besser nutzen können

Die digitale Transformation ist allgegenwärtig, der digitale Reifegrad von Unternehmen ist aber sehr unterschiedlich. Entsprechend profitieren Unternehmen in einem ungleichen Ausmaß von Effekten aus der Digitalisierung, die Ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit Ihre Zukunft beeinflussen. Wie aber können Unternehmen im Sport die Vorteile der Digitalisierung auch mit den verfügbaren Mitteln nutzen und nutzbar machen? Ein Gastbeitrag von unserem Sportbusiness Club Mitglied Sportheads.

Wenn von digitaler Transformation gesprochen wird, dann geht es scheinbar immer um das große Ganze. Wer nicht mit einem CRM, CMS und ERP arbeitet, nicht UX, Fan-Journey und Data-Mining optimiert und nicht bereits im eSport, Metaverse und mit NFTs agiert, scheint nicht auf der Höhe zu sein. Diese Systeme, Prozesse und Produkte können wichtige Elemente auf dem Weg zu einem digitalen, d.h. agilen und informierten Unternehmen sein, sind aber oft nicht ausreichend. Wir helfen unseren Kunden diese und weitere Puzzleteile der Digitalisierung richtig auszuwählen und zusammenzufügen.

Erfolgreiches Handeln erfordert Ziele und eine Strategie diese zu erreichen, das gilt auch für die Digitalisierung. Deswegen beginnen wir unsere Beratungsprojekte oft mit einem Digital Maturity Check, der gemeinsamen Analyse des Status quo und einer Vision. Erst mit dem Wissen um Ausgangspunkt und Ziele sollten die weiteren Schritte der Planung und Implementierung von Maßnahmen begonnen werden.

Aber welche Ziele sollen verfolgt und können erreicht werden? Branchenunabhängige Umfragen, Studien und Analysen zeichnen hier ein gutes Bild der Vorteile, d.h. einer digitalen Rendite aus der digitalen Transformation:

  1. Customer Experience: Erhöhung der Kundenzufriedenheit über alle (digitalen) Angebote)
  2. Produktivität: Optimierung der Ressourcennutzung und Workflows
  3. Qualität von Produkten und Services: Verbesserung von Kundenbindung und Stärkung von Marken
  4. Daten: mehr Daten und Analysen führen zu besseren Entscheidungen
  5. Time-to-market: schnellere Entwicklung intern und schnellere Kommunikation extern
  6. Digitale Kultur: mehr Zusammenarbeit und Transparenz
  7. Agilität: Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit verbessern
  8. Nachhaltigkeit: mehr Daten und schnellere Anpassung von Prozessen

Angesichts dieser Vielzahl an möglichen positiven Effekten wird deutlich, dass eine Priorisierung von Zielen und Maßnahmen sehr sinnvoll ist. So werden z.B. gem. Umfragen von McKinsey 45 Prozent der Ertragsziele aus einer digitalen Transformation nicht erreicht, Forbes berichtet, dass 87 Prozent der Digitalisierungsprogramme die gesteckten Ziele nicht erreichen.

Trotzdem steht das Thema Digitalisierung bei der Mehrzahl der Unternehmen weltweit auf der Agenda ganz oben. So sollen sich lt. Statista die weltweiten Ausgaben für die Digitalisierung nahezu verdoppeln (von 1,8 Mrd. USD im Jahr 2022 auf 3,4 Mrd. USD in 2026). In der Industrie werden heute im Schnitt geschätzte 5 Prozent vom Jahresumsatz in Projekte zur digitalen Transformation investiert.

Wie können nun Unternehmen im Sport die digitale Transformation für sich nutzen? Aus der Erfahrung einer Vielzahl von Digitalisierungsprojekten wissen wir um wichtige Restriktionen, mit denen Organisationen im Sport zu kämpfen haben. Daraus ergeben sich einige grundsätzliche Empfehlungen für die Planung und Umsetzung von Projekten:

  1. Klare Prioritäten in den Themen setzen

Wenn Ausgangspunkt und Ziele bekannt sind, lieber mit wenigen Maßnahmen starten, sowie messbare Ergebnisse definieren und nachhalten.

  1. In Führungskräfte und Expertenwissen investieren

Veränderungen müssen vom Management angestoßen und mit internem Know-how kontinuierlich vorangetrieben werden. Dies kann über Weiterbildung oder neue Mitarbeiter erreicht werden.

  1. Ressourcen bereitstellen, die zu den Zielen passen

Zu knappe Budgets und überlastete Mitarbeiter stellen den Projekterfolg schnell in Frage. Lieber langsamer ans Ziel kommen als scheitern.

  1. Mitarbeiter involvieren

Nehmen Sie ihre Mitarbeiter mit. Fragen Sie nach Problemen und Lösungen, bilden Sie übergreifende Projektgruppen und fördern Sie Teamarbeit.

  1. Agilität und Veränderungsbereitschaft schaffen

Kommunizieren Sie Ihre Vision und die Gründe dafür. Schaffen Sie ein Klima, in dem Veränderungen positiv sind und ermöglichen Sie Agilität in Strukturen und Prozessen.