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Gastbeitrag Sportbusiness Club

Sport als Engagement Plattform – aber wie richtig?

Sportorganisationen stehen vor der großen Herausforderung, ihr Stakeholder Management neu zu denken. Neueste Erkenntnisse dazu werden am 02.09. beim Online-Event der European Association for Sport Management und der Universität Bayreuth vorgestellt. Ein Gastbeitrag von unserem Sportbusiness Club Mitglied EASM.

Sportevents als Engagement-Plattform für Fans, Sponsoren und weitere Stakeholder zu verstehen, hat sich bisher weder im professionellen noch im Amateursport vollständig durchgesetzt. Wie dies gelingen kann und welche Vorteile sowie Herausforderungen damit verbunden sind, ist Gegenstand des Online-Events. Expert:innen aus dem Sportsponsoring und Sportmarketing aus Europa, Nordamerika und Ozeanien präsentieren neueste Erkenntnisse und stellen diese den Teilnehmenden zur Diskussion. Abschließend diskutieren u.a. Eike Doerte Bürgel (Allianz Olympic & Paralympic Partnership), Karsten Petry (Deutsche Sporthilfe), Tatjana Haenni (Schweizerischer Fußballverband) und Dr. Gerald Fritz (Deutsche Olympische Akademie) aktuelle Entwicklungen in der Sportpraxis.

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Das Event wird vom Sportökonomie-Team der Universität Bayreuth unter Federführung von Prof. Dr. Tim Ströbel, Prof. Dr. Markus Kurscheidt, Prof. Dr. Claas Christian Germelmann und Prof. Dr. Herbert Woratschek ausgerichtet und steht unter dem Titel „Engagement Platforms in Sport Management: Rethinking Stakeholder Management in Sport“. Es ist eines von insgesamt sieben virtuellen Events des „EASM Festival of Sport Management Research and Practice“. Weitere Informationen zum Programm, zur Eventserie und zur Anmeldung gibt es hier: www.easm2021.com #easm2021

Sportevents in der jüngeren Vergangenheit, wie beispielsweise die Olympischen Spiele in Tokio oder die Fußball Europameisterschaft, haben gezeigt, vor welchen Herausforderungen Veranstalter in der aktuellen Zeit stehen. Volunteers zogen aufgrund der Pandemie ihre Bereitschaft, bei der Umsetzung des Events zu helfen, zurück. Sponsoren mussten ihre Aktivierungsmaßnahmen kurzfristig anpassen und konnten teilweise auf einige vertraglich zugesicherte Leistungen nicht zurückgreifen. Wünsche und Bedürfnisse von Zuschauer:innen, Athlet:innen und Offiziellen veränderten sich innerhalb kurzer Zeit. Die verschiedenen Stakeholder zusammen zu bringen und deren Leistungen im Sinne einer größtmöglichen Wertschöpfung für alle zu koordinieren, stellt die zentrale Aufgabe des Managements in Sportorganisationen dar.

Es gibt keine Blaupause oder Best-Practice Beispiele aus der Vergangenheit für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Sport. Umso wichtiger ist es, dass Sportmanager ein grundlegendes Verständnis haben, wie der Sport als Engagement Plattform zu verstehen ist und worauf es ankommt. Die Wissenschaft kann helfen, fakten- und evidenzbasiertes Wissen bereitzustellen und damit den Sportorganisationen unter die Arme zu greifen. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen von COVID-19 auf das Management im Sport sind in einer Sonderausgabe hier zusammengefasst: https://www.tandfonline.com/toc/resm20/21/3?nav=tocList. 

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der European Association for Sport Management: www.easm.net.