FanQ
Gastbeitrag Sportbusiness Club

Digitale Monetarisierung und Fanorientierung – Wie Clubs ihre Erlöse durch digitale Fan-Interaktion steigern können

Erfahren Sie, wie Clubs durch digitale Monetarisierung und Fanorientierung ihre Erlöse steigern können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die digitale Interaktion Ihrer Fans nutzen, um mehr Umsatz zu generieren, bessere Leistungen für Fans anzubieten und eine starke Fan-Bindung aufzubauen. Ein Gastbeitrag von unserem Sportbusiness Club Mitglied FanQ.

1. Einleitung

Die Corona-Zeit hat sich erheblich auf den Sport ausgewirkt. Sie hat deutlich offengelegt, dass Sport ohne Fans undenkbar ist und Fans untrennbar zu einem attraktiven Spiel dazugehören. Die Bindung der Fans und ihre emotionale Begeisterung für den professionellen Sport ist allerdings, am Beispiel des Fußballs, teilweise abgekühlt. Laut unserer Fanumfragen, zum Beispiel unter 4190 deutschen Fußballfans im Oktober 2021, hat das generelle Interesse am Profi-Fußball seit Beginn der Pandemie bei 33,1 Prozent der Befragten abgenommen. Die Corona-Pandemie wirkte dabei als Katalysator für eine schleichende negative Entwicklung im Profifußball.

Prof. Dr. Harald Lange, Universität Würzburg, Mitautor der Studie

„Unsere Studie zeigt eindrucksvoll, dass hinsichtlich der Fanbindung Sand im Getriebe ist. Der Profifußball muss sich neuen Ideen öffnen, auch um die negativen Folgen der Pandemie überwinden zu können.“

Das Thema „Fanorientierung“ ist dabei ein zentraler Aspekt, bei dem Wunsch und Wirklichkeit weit auseinandergehen: Für 86 Prozent der befragten Fans ist das Thema wichtig, nur 41 Prozent aber erkennen diese Wichtigkeit auch im Handeln der Akteure im Profifußball wieder. Neue Wege müssen gefunden werden, um die Bindung zu den Fans zu erhalten, zu stärken und zu neuen Fans herzustellen. 

Gleichzeitig bieten die fortschreitenden digitalen Möglichkeiten, die gerade in der Corona-Situation eine noch höhere Dringlichkeit erfahren haben, große Chancen, neue Erlöspotenziale zu erschließen und die digitale Vermarktung zu stärken. Der digitale Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Sportwelt machen es Rechtehaltern möglich, neue digitale Sponsoring-Assets zu gestalten. 

Wie lassen sich diese beiden Aspekte – digitale Monetarisierung und Fanorientierung sinnvoll miteinander vereinen?

2. Warum digitale Monetarisierung & Fanorientierung kein Widerspruch sind

Digitale Monetarisierung und Fanorientierung sind kein Widerspruch, vielmehr können sie sich sogar gegenseitig verstärken. Ein zentrales verbindendes Element kann sich ergeben aus Fanorientierung in Form von digitaler Fan-Interaktion. 

Fans ist bewusst, dass Profisport und Wettbewerbsfähigkeit untrennbar mit Investitionen verbunden sind. Diese zu erwirtschaften, ist neben der sportlichen Komponente eine zentrale Aufgabe jedes Clubs.

Die entscheidende Frage ist, wie diese Monetarisierung ausgestaltet wird und wie Fans damit adressiert werden. Unsere Studien zeigen, dass das Thema polarisiert. 52,7 Prozent der befragten Fans geben Kommerzialisierung als Ursache für ihr gesunkenes Fußballinteresse an. Spannend in diesem Zusammenhang: Konsumorientierte Themen wie zum Beispiel die Preise für Fanartikel spielen eine statistisch unauffällige, untergeordnete Rolle. Kommerzialisierung wird akzeptiert und funktioniert so lange, wie sie die Interessen der Fans nicht verdrängt. 

Aus Fanperspektive betrachtet: Fans wollen teilhaben am Tagesgeschehen ihres Clubs und nicht nur als „Kunden“ betrachtet werden. Durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen wie das Internet haben Interaktion und Partizipation einen wesentlichen Stellenwert erlangt. Unsere Studie „Identifikation mit Clubs & Spielern“ zeigt deutlich, dass Fans Kriterien wie Fannähe bei ihrem Lieblingsclub wesentlich wichtiger sind als andere Kriterien, wie zum Beispiel sportlicher Erfolg. Gerade für die Generation Z stellen das Thema Fanorientierung auf der einen Seite und die direkte Interaktion mit Clubs auf der anderen Seite klare Anforderungen für ‚Fan-Sein‘ dar.

Um diesem Aspekt Rechnung zu tragen, liegt folgerichtig die entscheidende Aufgabe von Clubs, die digitale Monetarisierung und Fanorientierung zu vereinen, in der digitalen Fanorientierung. Werden Fans durch aktiven Content und Interaktion auf diese Weise mit einbezogen, öffnet dies für Clubs ein großes Erlöspotenzial, was im Folgenden näher betrachtet werden soll. (Der Gastbeitrag ist zur Vereinfachung sprachlich auf Clubs ausgerichtet, weil sie die primären Adressaten darstellen. Natürlich aber kann Fan-Interaktion auch bei Liga-Organisatoren und Verbänden in gleichem Maße die positiven beschriebenen Effekte auslösen.)

3. Lösung: Wie Voting-Widgets konkret helfen, Fanorientierung zu stärken und digitale Erlöse zu steigern

Eine intelligente Lösung, Fanorientierung digital zu stärken, ist die Einbeziehung von Fanmeinungen über Votings. Damit haben Fans die Chance, ihre Ansichten in einfacher Form zu wichtigen Themen zu äußern und sich Gehör zu verschaffen. Clubs haben die Möglichkeit, zu für sie wichtigen Fragen Feedback einzuholen.

Das geht sehr einfach mit der Einbindung von Widgets. Im Kern bieten Voting-Widgets Fans die Möglichkeit, auf einer Website oder in einer App (als Webview) ohne Anmeldung Fragen zu beantworten und direkt danach das Durchschnittsergebnis aller abgegebenen Stimmen automatisiert zu sehen – und das in Echtzeit.

Die digitale Interaktion sowie die direkte Ansprache der Fans intensiviert die Bindung gegenüber dem Club und erhöht das Fan-Engagement. Fans werden aktiv einbezogen.

Der spannende und native Content, die erhöhte Bindung, das stärkere Engagement und die hohe Aufmerksamkeit sind darüber hinaus gleichzeitig ideale Voraussetzungen, um Widgets zielgerichtet zu monetarisieren.

Abbildung 1 zeigt die Basisfunktion eines Voting-Widgets, eingebunden auf einer Website und bestehend aus Frage-, Antwort- und Werbescreen.

Abbildung I
Bildunterschrift
Abb. 1: Frage-, Antwort- und Werbescreen eines Voting-Widgets.

Im Folgenden soll auf die wesentlichen Eigenschaften und Vorteile der Voting-Widgets eingegangen werden.

Digitale Umsätze steigern

Voting-Widgets bieten flexible Möglichkeiten, neue Sponsoring-Assets in der Digitalvermarktung zu schaffen. Gleichzeitig stellen sie auch ein wirksames Tool zur Sponsoren-Aktivierung dar, da sie durch spannenden Content und Interaktion eine erhöhte Fan-Aufmerksamkeit erzeugen. Beispiele für Sponsoring-Gegenstände im Rahmen von Widgets können Serien wie „Tor des Monats” oder eine „Frage der Woche” sein, die inhaltlich auf den jeweiligen Sponsor zugeschnitten werden können.

Ebenfalls können die Werbeflächen mit clubeigener Werbung bespielt werden, wie zum Beispiel mit Bezug zu Merchandise-Artikeln, Ticketing-Angeboten oder Club-TV. Bestehende und potenzielle neue Sponsoren können eingebunden werden.

Darüber hinaus bieten sie attraktive Schnittstellen für Direktmarketing und kontextbezogene Promotions, wie zum Beispiel die Möglichkeit zu responsiver Werbung abhängig vom Antwortverhalten der Fans sowie die Integration von Funnel-Bausteinen, etwa Newsletter-Plugins zur E-Mail-Abfrage.

Durch die Möglichkeiten der Fan-Interaktion können auch bestehende Werbeflächen effektiver monetarisiert werden. Dieser Effekt wird durch eine erhöhte Begeisterung für die digitalen Angebote sowie einen höheren Traffic und User-Engagement erreicht, was sich wiederum positiv auf PIs, Viewtime, CTRs und andere digitale Kennzahlen auswirkt.

Höhere Fanorientierung

Die direkte Ansprache der Fans sowie die Erweiterung um exklusive interaktive Inhalte bieten eine spannende Möglichkeit, eine intensivere Fanorientierung zu schaffen. Durch aktuelle und relevante Fragen und Umfragen, aber auch durch einzigartige Inhalte wird das Content-Repertoire plattformübergreifend erweitert und der Traffic auf den Plattformen gesteigert.

Dadurch erhalten Clubs die Möglichkeit, eine proaktive Interaktion mit den Fans zu schaffen. Anstatt Storytelling über die Fans zu betreiben, werden Möglichkeiten geschaffen, das Storytelling MIT den Fans zu gestalten. Dies führt zu einer höheren Identifikation und Engagement-Rate. Zusätzlich generiert der Club durch die organische Einbindung in die redaktionelle Berichterstattung und die inhaltliche Fan-Relevanz noch attraktiven Content, der weiter vermarktet und über Social Media ausgespielt werden kann.

Eine intensivere Fanorientierung ist somit ein wirkungsvolles Mittel, um zum einen den Traffic auf den Plattformen zu steigern und die digitale Präsenz zu verstetigen und zum anderen eine langfristige Kundenbindung gegenüber den digitalen Angeboten des Clubs zu schaffen.

Fan-Feedback generieren

Widgets sind eine einfache und effektive Möglichkeit, schnell und gezielt fanbezogene Fragen und Umfragen zu stellen, um ein besseres Verständnis für die Meinungen und Standpunkte von Fans zu erhalten. Basierend auf dem bestehenden eingebundenen Widget-Tool, lassen sich immer zeitnah aussagekräftige Ergebnisse zu beliebigen Themen generieren. Die Anwendungsfälle sind vielfältig und umfassen mögliche Umfragen zu aktuellen sportlichen Themen, zu Club-Angeboten, zu Mitglieder-Gegenständen oder zur Fan-Betreuung. Beispiele hierfür sind Fragen zum Stadionerlebnis, zu Bewertungen des neuen Trikots-Designs oder auch zur Zufriedenheit mit dem Ticketing.

So können Clubs ein besseres Verständnis für ihre Fans und deren Anliegen gewinnen, Fans Gehör schenken und die Leistungen gegenüber Fans entsprechend optimieren. Dadurch wird die Zufriedenheit der Fans gestärkt und fanbezogene Umsatzpotenziale werden gehoben.

Die Voting-Widgets von FanQ

FanQ stellt Club-Plattformen individuell ausgestaltete Widgets für Votings zu inhaltlich relevanten Fragen und zur Visualisierung der Ergebnisse auf der Website und über Webview in der App zur Verfügung.

Als Voting-Plattform aus dem Sport und für den Sport gehen mit den Voting-Widgets von FanQ eine Reihe von USPs gegenüber anderen Anbietern einher, die auch dadurch begründet sind, dass FanQ nicht nur als SaaS-Provider fungiert, sondern ebenfalls seine interaktive Redaktion und Research-Kompetenz zur Verfügung stellt.

FanQ bietet Clubs eine maßgeschneiderte interaktive Redaktion, die ihren Interessen gerecht wird, keine personellen Ressourcen in Anspruch nimmt und gleichzeitig vollständige inhaltliche Kontrolle bietet. Damit kann die Content-Bespielung an FanQ ganz oder teilweise ausgelagert werden. Ebenfalls können Clubs eigene Fragen über einen Dashboard-Editor-Zugang einstellen und bearbeiten.

Mit exklusiven Fragen und Serien, die auf die spezifischen Interessen der Fans und Partner abgestimmt sind, können Clubs eine einzigartige Fan-Interaktion schaffen. Beispiele für Serien sind sportliche Fragen wie „Spieler*innen des Spiels“, eine inhaltliche „Frage der Woche“ oder auf Partner und ihren Purpose abgestimmte Fragen (wie zum Beispiel „der Gesundheitstipp der Woche”).

Kontextsensitive Fragen, die in einen News-Artikel eingebunden sind, werden von FanQ automatisch gematcht, um ein maßgeschneidertes Redaktionserlebnis zu ermöglichen, das es Fans und Partnern ermöglicht, auf einzigartige Weise zu kommunizieren.

Darüber hinaus kann eine weitere partnerschaftliche Wertschöpfung vorgenommen werden. FanQ stellt seine Research-Kompetenz zur Verfügung, sodass der Club die Feedbackfunktion der Voting-Widgets inklusive Soziodemografischen Informationen für marketingbezogene und fanbezogene Zwecke nutzen kann.

4. Erfolgs-Beispiele

Erfolgs-Beispiel Deutscher Handballbund

Kernstück der Zusammenarbeit von FanQ und dem Deutschen Handballbund (DHB) sind Fragen-Widgets von FanQ, die auf der Plattform handball.net und in der zugehörigen App auf der Startseite und in Content-Artikeln eingebunden werden. Damit wird für die User eine neue Interaktionsmöglichkeit geschaffen, an Umfragen zu aktuellen Themen rund um den Handball teilzunehmen und einen spannenden Überblick zu bekommen, was die anderen Handballer*innen bewegt. Die Themenfelder erstrecken sich über das Ligageschehen bis hin zu Regelanpassungen, wie der Abschaffung der grünen Karte.

Thomas Zimmermann, Vorstand Marketing & Kommunikation beim DHB

„Wir freuen uns, einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir die Interaktion mit unserer Handball-Community weiter steigern können. Durch die Einbindung der neuen Widgets führen wir zahlreiche Meinungen aus ganz Handball-Deutschland zusammen, wodurch neuer, spannender Content für unsere Plattform handball.net entsteht.“

Abbildung 2 zeigt das eingebundene Voting-Widget von FanQ auf der Landingpage von handball.net.

Abbildung II
Bildunterschrift
Abb. 2: Voting-Widget von FanQ auf handball.net.

Erfolgs-Beispiel SpVgg Unterhaching

Gestartet sind FanQ und die SpVgg Unterhaching auf deren Website mit einer Feedbackbefragung zur Website und Abstimmungen zum Spieler des Spiels, direkt eingebunden in den Spielbericht. Das wurde zeitnah ausgeweitet, sodass die SpVgg Unterhaching auf der Landingpage einen festen Widgetplatz für laufende Feedback-Umfragen integriert hat, daneben wird in jeden Spielbericht ein „Spieler des Spiels-Widget” integriert, um diesen entsprechend zu küren und über Social Media zu kommunizieren.

Bastian Hasler, Leiter Marketing und Vertrieb bei der SpVgg Unterhaching

„Durch FanQ können wir Fans weitere Möglichkeiten bieten, aktiv das Vereinsleben mitzugestalten. Wir freuen uns, mit FanQ einen neuen innovativen Partner an der Seite zu haben, durch den die Fans mit dem Verein noch enger zusammenrücken können.“

Abbildung 3 zeigt das „Spieler des Spiels-Widget” von FanQ in einem Spielbericht auf der Website der SpVgg Unterhaching.

Abbildung III
Bildunterschrift
Abb. 3: „Spieler des Spiels-Widget” von FanQ in einem Spielbericht der SpVgg Unterhaching.

5. Implementierung von Voting-Widgets bei Clubs

Die Einführung der Widgets erfordert keine Investitionen. Sie können als „Software as a Service” (SaaS) auf der Club-Website oder in der Club-App (über Webview) eingebunden werden, ohne dass eigene Entwickler- oder IT-Kapazitäten in Anspruch genommen werden müssen.

Der Einbindungsprozess ist sehr einfach und schnell: Ein Copy-and-paste eines Code-Schnipsels an die entsprechende Stelle des Content-Management-Systems reicht aus, um die Widgets zu integrieren. Diese können technisch sowohl als JavaScript als auch als iFrame ausgeliefert werden und entsprechen den aktuellen DSGVO-Anforderungen.

Die Widgets, die flexibel an verschiedenen Stellen einer Website / App integrierbar sind, werden an das Corporate Design des Clubs angepasst und können in einer angepassten Größe verbaut werden, zum Beispiel auf der Landingpage oder im Spielbericht zur Wahl des Spielers des Spiels.

6. Fazit

Digitale Monetarisierung und Fanorientierung sind kein Widerspruch – vielmehr können sie sich gegenseitig verstärken.

Clubs haben die Chance, ihre Erlöse durch digitale Fan-Interaktion zu steigern. Voting-Widgets bieten flexible Möglichkeiten, neue digitale Sponsoring-Assets sowie attraktive Schnittstellen für Direktmarketing und kontextbezogene Promotions zu schaffen, das Fan-Engagement zu erhöhen und entsprechende Erlöspotenziale zu nutzen.

Voting-Widgets bieten Clubs die Möglichkeit, die Wünsche und Anliegen der Fans besser zu verstehen und sie durch spannenden und nativen Content in das Storytelling mit einzubeziehen.

FanQ bietet maßgeschneiderte Widgets inklusive redaktioneller Redaktion, die keine Investitionen und keine personellen Ressourcen erfordern. Aus dem Sport für den Sport.