Dominik Szoboszlai

Wintertransfers 2020/21: Fußball-Bundesligisten geben knapp 150 Millionen Euro weniger aus als letztes Jahr

Am 1. Februar endete das Wintertransferfenster für die Clubs der Fußball-Bundesliga. Während die deutsche Eliteliga im Januar 2020 noch einen neuen Rekord bei den Transferausgaben erzielte, hielten sich die Erstligisten in diesem Jahr so stark zurück wie seit acht Jahren nicht mehr.

Die Fußball-Bundesligisten haben im Wintertransferfenster der Saison 2020/21 nach Angaben von Transfermarkt.de kumuliert 48,7 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Insgesamt wurden lediglich für elf Spieler, die entweder festverpflichtet oder auf Leihbasis in die Bundesliga gewechselt sind, Ablösesummen bezahlt. Fast die Hälfte der gesamten Ausgaben hat dabei RB Leipzig ausgegeben: Der Club holte für 20 Millionen Euro den ungarischen Nationalspieler Dominik Szoboszlai vom Schwester-Club RB Salzburg. Sparsamer als in diesem Winter agierten die Erstligisten zuletzt in der Saison 2012/13, als für eine Gesamtsumme von 40,6 Millionen Euro Wintertransfers getätigt worden waren.

Wintertransfers
Bildunterschrift
Fußball-Bundesliga: Entwicklung der Ausgaben im Wintertransferfenster

Noch im Wintertransferfenster der Spielzeit 2019/20 sorgten die Bundesligisten für einen neuen Rekord bei den Transferausgaben: Damals wurden laut Transfermarkt.de 196,8 Millionen Euro für neue Spieler investiert. Somit hat die Bundesliga im Winter 2020/21 insgesamt 148,1 Millionen Euro weniger ausgegeben als noch letztes Jahr im gleichen Zeitraum. Das ist ein Rückgang um fast 75 Prozent. Ein Grund für die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt ist die Corona-Pandemie und den Auswirkungen auf die Erlöse der Clubs. Schon im vergangenen Sommer hielten sich die Clubs verhältnismäßig stark zurück: 314,9 Millionen Euro gaben die Clubs für Spieler aus. Zum Vergleich: Im Sommertransferfenster 2019/20 wurde noch eine Rekordsumme von 741,4 Millionen Euro in Neuzugänge investiert.

Foto: picture alliance / ZB | motivio

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