HR-Management

Wie strategisches HR-Management zum Unternehmenserfolg beiträgt

Der Bedarf an Personal abseits des Platzes ist bei Clubs in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Marcel Bott (SAP), Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München) und Denni Strich (TSG 1899 Hoffenheim) diskutieren beim diesjährigen SPOBIS 2021 über Lösungen zur Optimierung von Personalmanagement und neue Anforderungen durch den veränderten Arbeitsmarkt.

Analog zu Unternehmen in der freien Wirtschaft müssen Sportorganisationen zunehmend auf die gestiegenen Anforderungen des Arbeitsmarkts reagieren. Von Personalbeschaffung über Onboarding bis Performance Management: Wie sehen Lösungen aus, um das Personalmanagement zu optimieren? Wie lässt es sich mit Unternehmensstrategien in Einklang bringen? Und welchen Beitrag liefert HR-Management zum sportlichen Erfolg? Diese und viele weitere spannende Fragen diskutierten Marcel Bott, Vice President Human Experience Management bei SAP, Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, und Denni Strich, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim, beim diesjährigen SPOBIS 2021 im Congress Center Düsseldorf.

Dreesen gab dabei Einblicke in das rasante Wachstum des FC Bayern durch die anhaltenden sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge des FC Bayern in den vergangenen Jahren. „Wir haben die Zahl der Mitarbeiter und Festangestellten in den letzten zehn Jahren verdoppelt“, sagte der 54-Jährige. Der deutsche Rekordmeister beschäftigt in seinen unterschiedlichen Geschäftsfeldern neben dem Profi-Bereich momentan über 1000 Personen. „Vor zehn Jahren waren es gerade einmal rund 500", so Dreesen. Auf eine ausgeschriebene Stelle erhalte der FC Bayern aktuell etwa 50 bis 200 Bewerbungen. Vor allem der Bedarf an qualifizierten Spezialisten gerade in den Bereichen Digitalisierung und IT-Infrastruktur sei besonders gestiegen.

Unternehmen müssen aktiv auf Talente zugehen

Auch für einen attraktiven Arbeitgeber wie den FC Bayern gelte im „War for Talents“ mit Google, Facebook oder Microsoft, eine hohe Geschwindigkeit im gesamten Recruiting-Prozess sicherzustellen. „Früher konnten Unternehmen warten und genossen den Komfort, dass die Bewerber auf einen zukamen. Das ist heute anders“, erklärte Dreesen. Ungeachtet aller Expertise sei für eine Anstellung beim deutschen Rekordmeister eine Affinität zum Kerngeschäft des Vereins eine unverzichtbare Voraussetzung: „Wer keinen Zugang zum Fußball hat, passt nicht zu uns“, machte Dreesen deutlich.

Die Einschätzung der Notwendigkeit für ein aktives Zugehen auf Talente teilt auch Bott vom Software-Giganten SAP, der weltweit über 100 000 Menschen beschäftigt. „Man muss verstärkt auf Active Sourcing setzen. Es reicht nicht mehr, nur eine Stellenausschreibung ins Internet zu stellen. Unternehmen und Sportorganisationen müssen beispielsweise auch auf Universitäten und Hochschulen zugehen“, so Bott. Zudem müssten gerade kleinere Clubs an weniger attraktiven Standorten Anreizmodelle schaffen, um gutes Personal auf sich aufmerksam zu machen.

„Das Thema Work-Life-Balance spielt eine immer größer werdende Rolle, das für Arbeitnehmer generationenübergreifend an Bedeutung gewinnt. Deshalb muss man flexible Arbeitsmodelle anbieten und Freizeitausgleich schaffen“, sagt Strich, Geschäftsführer der TSG Hoffenheim. Auch im beschaulichen Zuzenhausen, dem Standort der Geschäftsstelle der TSG, sei die Zahl der Mitarbeiter in den letzten Jahren um 60 Prozent gestiegen. „Sowohl die Offenheit gegenüber Innovationen als auch die Übertragung von Verantwortung ist für junge Leute reizvoll“, so Strich über die Arbeitsbedingungen beim Bundesligisten.

Die gesamte Diskussionsrunde mit weiteren interessanten Insights steht in Kürze für alle SPOBIS-Besucher on-demand und in voller Länge zur Verfügung.

Foto: SPONSORs / picture alliance

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