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Umsatz-Check zum Topspiel der 2. Bundesliga: 1. FC Köln vs. HSV

Am Montag trafen in der 2. Bundesliga der 1. FC Köln und der Hamburger SV aufeinander. Sportlich trennen die beiden Clubs sieben Punkte. Doch wer hat wirtschaftlich die Nase vorne? SPONSORs Data klärt auf.

Der 1. FC Köln hat in der Saison 2017/18 in der Bundesliga einen Gesamtumsatz von 171,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Rekordeinnahmen bedeuteten eine Steigerung um 33 Prozent zum Vorjahr als der FC ebenfalls im Bundesliga-Oberhaus spielte. Im Verlauf der vergangenen Spielzeiten konnte der FC seine Umsätze seit der Saison 2012/13 kontinuierlich steigern, wie die unten stehende Grafik von SPONSORs Data verdeutlicht. Innerhalb von sechs Spielzeiten haben die Kölner ihre Erlöse um mehr als 111 Millionen Euro erhöht.

Auch ihr Jahresergebnis konnten die "Geißböcke" im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. In der abgelaufenen Spielzeit (2017/18) machte der Club einen Gewinn von 17,3 Millionen Euro (2016/17: 11,1 Millionen Euro).

Im Gegensatz zum 1. FC Köln schwankten die Erlöse des Hamburger SV in den vergangenen Jahren stark (siehe Grafik unten). In der Saison 2016/17 erwirtschaftete der HSV mit rund 122 Millionen Euro den niedrigsten Umsatz der vergangenen sechs Spielzeiten.

Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte der Hamburger SV einen Umsatz von 164,5 Millionen Euro erwirtschaften. Im Vergleich zum 1. FC Köln haben die "Rothosen" allerdings 7,3 Millionen Euro weniger erlöst als der Club aus der Domstadt.

Deutlich das Nachsehen hat der HSV auch beim Jahresergebnis. So mussten die Hanseaten im Geschäftsjahr 2017/18 einen Verlust von 5,8 Millionen Euro ausweisen. In der Vorsaison lag das Minus mit 13,4 Millionen Euro noch höher. 

 

Saison 2018/19: Die finanziellen Planungen der Clubs

Für die Saison 2018/19 plant der 1. FC Köln laut Alexander Wehrle, kaufmännischer Geschäftsführer des Clubs, mit einem "Basisumsatz" von 130 Millionen Euro. Im Bereich Medien planen die "Geißböcke" in der laufenden Spielzeit mit Umsätzen zwischen 35 und 40 Millionen Euro. „Es hängt davon ab, wer absteigt, aber wir planen mit dem 16. TV-Tabellenplatz“, sagte Wehrle. Sollte der 1. FC Nürnberg den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen oder ein Zweitligist die Relegation gewinnen, würde dies den FC in der TV-Tabelle sogar noch einen Platz weiter nach oben bringen und dem Club damit 2,5 Millionen Euro höhere TV-Einnahmen bescheren.  

Der Hamburger SV plant für die laufende Saison mit einem Umsatz von etwa 100 Millionen Euro. Im kommerziellen Bereich, wozu Werbung und Spielbetrieb zählt, plant der Club mit einem Rückgang von etwa zehn Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr als der HSV noch in der Bundesliga spielte.

Jüngst hatten die Verantwortlichen des Hamburger SV zudem bestätigt, dass auch in der laufenden Saison in der 2. Bundesliga ein Verlust erzielt wird. Dieser soll mehr als 20 Millionen Euro betragen und wäre damit der höchste Verlust in der Vereinsgeschichte.

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