Jörg von Appen,

SPOBIS Podcast „Sports, Business & Players“ mit Jörg von Appen

In der aktuellen Podcast-Folge klärt Marco Klewenhagen mit Rechtsanwalt Jörg von Appen, was zwischen den Zeilen der Empfehlungen von EuGH-Generalanwalt Athanasios Rantos in der Causa Super League vs. UEFA zu lesen ist, welche Auswirkungen ein Urteil nicht nur auf den Fußball, sondern auch auf andere Sportverbände haben kann und ob eine Super League tatsächlich vom Tisch ist. 

Es geht im Fußball um viel Geld. Deshalb entstand die Idee einer Super League, angestoßen von zwölf europäischen Top-Vereinen. Als Konkurrenzprodukt zur UEFA-Champions-League. Ihre Ankündigung allein verursachte ein riesiges Echo. Keine 48 Stunden nach Verkündung der neuen Liga, zogen sich die meisten Vereine, begleitet von massiven Fanprotesten, vom Projekt zurück. Die in Spanien ansässige „European Super League Company“ (Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin) und die spanische Sportmarketing-Agentur A22 verfolgen das Projekt weiter und klagen nun gegen Verhinderungsstrategien der Fußballverbände. So sagt A22-Chef Bernd Reichart „Die UEFA organisiert die Wettbewerbe und kann gleichzeitig andere Wettbewerbe ablehnen – das ist ein Interessenkonflikt.“

Ob das finale Verbot tatsächlich kommt, wird der EuGH Anfang 2023 entscheiden. Zuvor gab es Schlussanträge von EuGH-Generalanwalt Athanasios Rantos, in denen weitere wichtige Fragen beantwortet wurden und die als Empfehlung gesehen werden können. Demnach sind die Regeln der FIFA und der UEFA, die jeden neuen Wettbewerb genehmigen müssen, mit dem Wettbewerbsrecht der EU vereinbar. In der Gesamtbetrachtung gibt Rantos einen Entscheidungsrahmen vor, der für die Super League als Chance und für die UEFA als Handlungsauftrag gesehen werden kann.  

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