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Seifert: "Großes Fragezeichen hinter No-Single-Buyer-Regel"

Für die anstehende Medienrechteausschreibung der Bundesliga wird es laut Christian Seifert möglicherweise keine No-Single-Buyer-Rule geben. Zudem stellte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) künftig mehr Spiele im Free-TV in Aussicht.

Seifert sagte im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Medienrechteausschreibung der Bundesliga für den Zyklus ab der Saison 2021/22: "Ich setze ein großes Fragezeichen dahinter, ob wir wieder eine No-Single-Buyer-Regel brauchen." Laut dem DFL-Geschäftsführer sei "aufgrund der technischen Möglichkeiten in Verbindung mit den Inhaltestrategien neuer oder bestehender Marktteilnehmer" genügend Wettbewerb vorhanden.

Bei der vergangenen Rechte-Ausschreibung führte das Bundeskartellamt erstmals die No-Single-Buyer-Rule ein. Es war der DFL fortan nicht mehr erlaubt, die Live-Rechte aller Bundesliga-Spiele an einen einzelnen Sender zu vergeben. In der Folge sicherten sich mit Sky und Eurosport (Freitags- und Montagsspiele) zur Saison 2017/18 zwei Anbieter die Rechte an den 306 Partien pro Saison.

Seifert: "Fußball im Free-TV wichtig"

Mit Sky und Eurosport halten aktuell zwei Pay-Anbieter die Live-Rechte an der Bundesliga. Zudem zeigt das ZDF im Free-TV das Hinrunden- und Rückrunden-Eröffnungsspiel. Nun unterstrich Seifert die Bedeutung von Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen. "Fußball im Free-TV ist nicht nur für die Sponsoren wichtig, die hohe Reichweite haben wollen, sondern vor allem für die breite Verankerung des Fußballs in der Gesellschaft", sagte der DFL-Chef.

Laut Seifert sei zum kommenden Zyklus auch eine Steigerung der Anzahl der Live-Spiele im Free-TV möglich. Konkret werde geprüft, die Relegationsspiele wieder zurück ins Free-TV zu geben. Diese werden im aktuellen Zyklus vom Pay-Anbieter Eurosport gezeigt.

Seifert betonte, dass es auch weiterhin eine "zeitnahe Free-TV-Zusammenfassung des Spieltags am Samstag, wie bisher, nicht lange nach dem Abpfiff" geben werde. Eine Bestandsgarantie für die "ARD"-Sportschau wollte er indes nicht geben.

Das Auktionsverfahren für die anstehende Medienrechteausschreibung soll laut Seifert im ersten Quartal 2020 starten. "Der Zuschlag soll im April erfolgen", sagte er. 

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