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Peters über Super League: "Müssen uns dagegen wehren"

Die Gerüchte um die Einführung einer Super League werden wieder lauter. Nun hat sich Peter Peters als Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL) deutlich gegen eine mögliche Einführung ausgesprochen. 

Wie die "Dpa" berichtet, lassen die europäischen Spitzenclubs mit Plänen für eine komplette Neuordnung der UEFA Champions League nicht locker. Demnach sollen Vertreter der European Club Association (ECA) dem europäischen Fußballverband UEFA einen Reformvorschlag unterbreitet haben, der nach "Dpa"-Informationen noch in diesem Jahr beschlossen werden soll.

Viele nationale Ligen haben sich bereits gegen eine Reform der UEFA Champions League ausgesprochen. Auch Peter Peters, DFL-Vizepräsident und Finanzvorstand des FC Schalke 04, bekräftigt noch einmal die Postion des deutschen Ligaverbands: "Alles, was die Werthaltigkeit der Bundesliga beschädigen könnte, findet überhaupt nicht meine Zustimmung. Dagegen müssen wir uns wehren". Auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hatte schon im Januar Europapokalspiele am Wochenende als "rote Linie" bezeichnet und vorsorglich juristische Schritte dagegen angekündigt.

Am Wochenende veröffentlichte die "Bild" ein mögliches Format, wonach von 2024 an die UEFA Champions League in einem Drei-Ligen-System mit Auf- und Abstieg gespielt werden soll. Demnach sei eine Liga A mit vier Achtergruppen statt bislang acht Vierergruppen geplant. Der Champions-League-Sieger soll anschließend aus den je vier besten Teams jeder Gruppe im K.-o.-System ermittelt werden. Statt wie bisher in sechs Gruppenspielen würde jedes Team schon vor dem Achtelfinale 14 Begegnungen absolvieren.

Im November 2018 hatten sich noch sowohl UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als auch Andrea Agnelli, Chairman von Juventus Turin und Vorsitzender der ECA, gegen die Einführung einer Super League ausgesprochen. Unterstützung erhielten sie zuvor bereits vom Strategischen Beirat für Berufsfußball (SBBF), der sich für eine Beibehaltung der aktuellen Strukturen unter Führung der UEFA ausgesprochen hatte.

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