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Hutton gibt Einblicke in die Bundesliga-Bewertung von Facebook

Peter Hutton, Sportrechte-Entscheider von Facebook, hat sich beim SPOBIS zu den Grundgedanken der Plattform für die anstehende Ausschreibung der Bundesliga-Medienrechte geäußert.

Hutton, Director Global Sports Partnerships & Programming, sagte beim SPOBIS, dass die nationalen Bundesliga-Medienrechte "derzeit sicherlich nicht auf unserer Roadmap" sind. Zwar gab Hutton an, dass es ein Ziel sei "lokal relevant" zu sein, er führte zum Themengebiet Bundesliga aber an, dass Facebook "großartige Partner wie Sky oder Discovery" habe.

Offener gab sich Hutton für internationale Medienrechte der Bundesliga und fragte in Hinblick auf anstehende Gespräche: "Was versucht die Liga zu erreichen?" In dem Kontext führte Hutton den Abschluss mit der spanischen La Liga an, mit der Facebook jüngst für Indien abgeschlossen hatte.

Diese Partnerschaft sei auch durch das Interesse der Clubs an einer höherer Reichweite in dem Wachstumsmarkt entstanden. Wenn Rechtehalter, um diese Reichweite zu erreichen, möglicherweise eine niedrigere Rechtesumme in Kauf nehmen, können Partnerschaften möglich werden. Hutton sagte dazu: "Vielleicht war es nicht der größte Rechtevertrag der Liga."

Konkret soll Facebook pro Jahr etwa sechs Millionen Euro bezahlen, wobei die Partnerschaft auch weitere Märkte umfasst. Das bedeutet einen spürbaren Rückgang im Vergleich zur vorherigen Rechteperiode. In dieser soll der Pay-TV-Anbieter Sony Pictures Network allein für die Rechte in Indien pro Jahr etwa 9,3 Millionen Euro bezahlt haben. Konkrete Aussagen oder Andeutungen, wie er die DFL in dieser Frage einschätze, machte Hutton aber nicht.

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Amazon, Facebook und Twitter werden häufig reflexartig als potenzielle Interessenten ins Spiel gebracht, wenn Medienrechte-Ausschreibungen anstehen. Und tatsächlich gab es bereits mehrere Rechtekäufe der großen Digitalunternehmen. Doch was lässt sich aus diesen – auch für die kommende Bundesliga-Ausschreibung – ableiten?