Hertha BSC

Hertha BSC: Kontinuität und Windhorst

Weitestgehend ohne Veränderungen im Sponsoring verlief die Sommerpause bei Hertha BSC: Bis auf eine Ausnahme hatten alle Kooperationspartner dieser Saison bereits im Vorjahr beim Club geworben. Anders ist es bei den Anteilen an der GmbH & Co. KGaA der Hertha: Hier hat sich die Verteilung verändert, was dem Club aber einen finanziellen Vorteil bringt. Unklar ist weiterhin die langfristige Zukunft in der Stadionfrage.

Kontinuität im Sponsoring

Hertha BSC setzt in der Bundesliga-Saison 2019/20 auf die Zusammenarbeit mit 35 Partnern, die allesamt schon in der vergangenen Spielzeit als Sponsoren beim Bundesligisten aktiv waren. Mit der Firma Top Autoteile ist ein neuer Sponsor dabei (vierte Ebene). Zu den langjährigen Partnern gehört auch die AOK Nordost, deren im Sommer ausgelaufene Kooperation bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert wurde. Die Zusammenarbeit der Hertha mit dem Sponsor der zweiten Ebene wurde zudem um digitale Aktivierungen erweitert. So haben die beiden Partner eine Website entwickelt, auf der Neuigkeiten aus dem Club-Alltag sowie Themen wie Fitness, Gesundheit oder Ernährung publiziert werden. Darüber hinaus wirbt die AOK als Trikotsponsor bei den Nachwuchsteams und der eSport-Akademie der Hertha. 

Der oben stehende Tabellenausschnitt zeigt „nur“ die aktuell zehn werthaltigsten Sponsorships von Hertha BSC an. Alle 36 Sponsorships des Berliner Clubs, inkl. aller Rechtesummen und Laufzeiten, bekommen Sie über den Link „weitere Sponsorships“ in SPONSORs DATA. 

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Einstieg von Windhorst

Im November 2018 gaben die Verantwortlichen um Hertha BSC-Geschäftsführer Ingo Schiller auf der Mitgliederversammlung bekannt, dass der e. V. die Anteile der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA für 71,2 Millionen Euro zurückgekauft hatte und somit wieder 100 Prozent der Anteile hielt. KKR hatte die 36,3 Prozent im Januar 2014 für 61,2 Millionen Euro erworben. Während der Sommerpause vermeldete der Bundesligist, dass der Unternehmer Lars Windhorst für die Summe von 125 Millionen Euro 37,5 Prozent der Anteile übernommen hat. Das Engagement kann zukünftig ausgebaut und auf 49,9 Prozent der Anteile erweitert werden, wenn Windhorst bereit ist, die kolportierte Summe von weiteren 125 Millionen Euro zu investieren. Die Einnahmen durch den Verkauf der Anteile sollen über mehrere Jahre hauptsächlich für Spielertransfers ausgegeben werden.

Stadion-Standort unbekannt

Die von Windhorst investierte Summe wird derweil keinen Einfluss auf die Stadionpläne der Hertha haben. Der Berliner Club plant seit einiger Zeit, aus dem Olympiastadion auszuziehen und spätestens 2025 in einem eigenen Stadion die Heimspiele auszutragen. Doch der Bau am favorisierten Standort im Olympiapark ist derzeit unrealistisch, nachdem Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD) den Plan des Bundesligisten abgelehnt hatte. Ein alternativer Ort für die Realisierung des Stadionprojektes ist derzeit nicht in Sicht. In der Fanszene wird die Stadionfrage zurzeit ebenfalls stark diskutiert – mithilfe einer Online-Petition soll der Senat gebeten werden, den Prozess der Realisierung zu beschleunigen.

Titelfoto: imago images / Bernd König