Hello world

Das 25-Millionen-Euro-Potenzial von Club-TV

Fußball-Clubs besitzen eine Schatzkiste voller hochwertigem Material, das sie für ihr eigenes digitales Bewegtbildangebot nutzen können. Obwohl alle Bundesligisten ein solches betreiben, lassen sie noch einiges an Potenzial ungenutzt. Doch wer sich strategisch mit dem Thema befasst und dem Fan dabei Mehrwerte liefert, kann seine Erlöse in diesem Geschäftsfeld um bis zu fünf Millionen Euro jährlich steigern.

Zweitverwertung von Ligapartien des Bundesliga-Teams direkt nach dem Abpfiff, Pressekonferenzen sowie exklusives Behind-the-Scenes-Material der eigenen Spieler und Einblicke in die Spielidee des Trainers – Fußballclubs verfügen über Unmengen an Videomaterial, um ihr Digitalangebot zu bestücken. Doch wie gut nutzen die Bundesligisten die produzierten Bewegtbilder? Eine Studie der Hamburger Digitalagentur Teravolt zeigt: sowohl bei der Verwertung als auch der Funktionalität bleibt bislang einiges Potenzial unausgeschöpft – und folglich Erlösmöglichkeiten in Millionenhöhe.

Ein Blick auf die verwendeten Inhalte zeigt, dass viele Bundesliga-Clubs vorrangig auf klassischen Content wie Pressekonferenzen, Spiel-Highlights oder Stimmen der Spieler zur vergangenen Partie setzen. Nur neun Vereine im Fußball-Oberhaus erreichen mit einer mindestens 75-prozentigen Verfügbarkeit von Inhalten mit direktem Spielbezug eine durchgehende Dramaturgie im Laufe einer Woche. Nachholbedarf liegt vor allem in der den Clubs gestatteten Zweitverwertung der Bundesligaspiele. Nur sieben der aktuellen Bundesligisten nutzen dieses Recht.

Doch nicht nur bei der Art des distribuierten Contents, sondern auch bei der Funktionalität gibt es innerhalb der Liga noch großes Potenzial. Nur zwei Vereine reichern ihre Clips mit Kontextinformationen wie Spielstatistiken an. „Genau diese Zusatzelemente sind es aber, die den Fan involvieren und ihm in der Nachbetrachtung Mehrwerte liefern“, sagt Tobias Fröhlich, Geschäftsführer der Agentur Teravolt. Möglichkeiten gibt es dabei viele: von Analyse-Tools über In-Match-Grafiken bis hin zu individuelle Highlights.

Als positives Beispiel außerhalb des Sports sei an dieser Stelle Amazon Prime genannt. Der Streamingdienst des US-Konzerns ermöglicht es seinen Kunden, während eines Films den Namen inklusive Foto der in der jeweiligen Sequenz gerade auftauchenden Schauspieler angezeigt zu bekommen. Eine Möglichkeit, die auf Statistikwerte oder weiterführende Informationen zu Fußballspielern abgewandelt werden könnte. In ähnlicher Form kommt dies bereits bei der UEFA EURO und der FIFA WM zum Einsatz.

SPOBIS
Mehr zum Thema
SPOBIS Gaming & Media

Beim zweiten SPOBIS Gaming & Media am 20. August 2018 in der Koelnmesse wird das Thema Club-TV in der Bundesliga ebenfalls behandelt. TeraVolt-Geschäftsführer Tobias Fröhlich wird die Studie in Gänze vorstellen und das Thema vor Ort eingehend beleuchten.

Monetarisierung des Club-TV noch ausbaufähig

Die bessere Ausgestaltung des Club-TV im Bereich der Funktionalität kann unterschiedlich kostspielig sein. Die für die digitalen Angebote bereitstehenden Budgets von Vereinen, die in der UEFA Champions League spielen, und denen, die eher gegen den sportlichen Abstieg kämpfen, unterscheiden sich naturgemäß stark. Aber selbst bei einer kostengünstigeren Anpassung können Qualität und Service spürbar verbessert werden. Letztendlich muss es dem Club auch hier vor allem gelingen, dem Fan mit speziellen Features Mehrwerte zu liefern.

Durch eine umfangreichere Funktionalität lassen sich die Inhalte in der Folge auch besser monetarisieren, weil die Einbindung von Partnern erleichtert wird. Die Vermarktung des Contents ist an dieser Stelle noch ausbaufähig, obwohl hier eine große Chance für die Vereine liegt. Das Energieunternehmen Mainova aktiviert seine Partnerschaft mit Eintracht Frankfurt beispielsweise als Presenter eines eigenen Formats. Die Spieler des hessischen Bundesligisten werden in einem Ranking nach ihrer „Energieleistung“ bewertet. Diese Rangliste wird innerhalb des Eintracht-TV angezeigt. Eine Vorlage, die in dieser Form auch für andere Clubs anwendbar ist – wenn die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Die Monetarisierung des Club-TV in der Bundesliga beschränkt sich aktuell noch weitestgehend auf Abonnement-Gebühren. Und dabei gibt es erhebliche Preisunterschiede, wie die Teravolt-Studie zeigt. Auf der einen Seite stehen Clubs, die den Content als Service-Angebot vermarkten. Auf der anderen Seite gibt es Vereine, die ein „Standalone“-Produkt anbieten und dies entsprechend refinanzieren wollen. Dies zeigt sich vor allem in der gewählten Bepreisung des Angebots.

Während Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und der FC Schalke 04 durch Abopreise im Bereich von heruntergerechnet knapp unter bis knapp über zwei Euro im Monat liegen, zahlen Kunden des Club-TV bei Borussia Mönchengladbach und dem SV Werder Bremen um die vier Euro für den gleichen Zeitraum. „Ein Club sollte sich die Frage stellen, welches Ziel er mit seinem Bewegtbildangebot verfolgen will“, betont Teravolt-Chef Fröhlich. „Das entscheidet darüber, welches Geschäfts- und Preismodell der Verein wählen muss.“

Das Potenzial, das in einem professionellen und vielseitigen Online-Bewegtbildangebot steckt, beziffert die Teravolt-Studie auf 25 Millionen Euro pro Club über fünf Jahre, also fünf Millionen Euro jährlich. Investitionen zur Verbesserung des Club-TV können sich mittel- und langfristig also nicht nur als Service-Leistung positiv auf die Marke und eine stärkere Fanbindung auswirken, sondern erweisen sich als signifikante Erlösquelle.

SPONSORS
Bildunterschrift
Nur zwei Bundesligisten erreichen den "Sweet Spot" mit ihrem Bewegtbild-Angebot. (Quelle: Teravolt)
SPONSORED POST
TeraVolt GmbH

Dieser SPONSORED POST entstand in Kooperation mit unserem Kunden TeraVolt GmbH.

https://www.teravolt.tv/

Ansprechpartner: Tobias Fröhlich

Tel.: 0049 40 298 677 10

eMail: T.Froehlich@teravolt.tv