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EFL verkauft TV-Rechte für 669 Millionen Euro

Die EFL hat ihre Medienrechte für den Zeitraum von 2019/20 bis 2023/24 an Sky UK verkauft. Das britische Medienunternehmen lässt sich die Rechte laut Angaben des Ligaverbands für den gesamten Fünfjahreszyklus 595 britische Pfund kosten (umgerechnet etwa 668,7 Millionen Euro). Im Vergleich zur aktuellen Periode, wo Sky ebenfalls die Rechte hält, bedeutet dies eine Steigerung der Rechtesumme um 35 Prozent.

Die EFL organisiert den Spielbetrieb der zweiten bis vierten englischen Liga. Konkret werden also auch künftig Spiele der Sky Bet Championship, der League One, der League Two sowie der Aufstiegs-Play-offs und der Pokalwettbewerbe Carabao Cup und Checkatrade Trophy exklusiv von Sky übertragen. In Summe zeigt Sky aus den drei Ligen pro Saison 138 Spiele live und hat die Option, in den letzten beiden Spielzeiten des Zyklus' auf 158 Partien zu erhöhen. Zudem überträgt der britische Pay-TV-Sender alle Play-offs live und zeigt 15 Pokalspiele pro Saison.

Auch mit ihrem neuen Vertrag liegt die EFL finanziell noch deutlich hinter der erstklassigen Premier League. Diese kassiert von Sky und BT Sport im aktuellen Zeitraum von 2016/17 bis 2018/19 insgesamt 6,9 Milliarden Euro. In Deutschland werden die TV-Rechte für die 2. Bundesliga gemeinsam mit den Rechten für die Bundesliga vergeben. Der aktuelle Zyklus läuft noch bis zum Ende der Saison 2020/21.

FC Chelsea launcht Serie für chinesischen Markt

Den Start des neuen Formats bestätigte der Club aus der englischen Premier League gegenüber "Sportcal". "Wir suchen immer nach Wegen, um besser mit unseren treuen und leidenschaftlichen Anhängern in China zusammenzuarbeiten", wird Gary Twelvetree, Marketing Director von Chelsea, auf der Plattform zitiert.

Konkret soll das neue Format den Namen "The Chelsea Report" tragen und auf bisher nicht näher definierten Kanälen des Clubs in China ausgespielt werden. Bei dem Format handelt es sich um eine Studiosendung, die auf die jeweils aktuellen Spiele einstimmen soll. Die Folgen werden auf Mandarin veröffentlicht und haben je eine Dauer von etwa 10 Minuten. In der Serie will der FC Chelsea seine Anhänger in China über die laufende Saison informieren. Unter anderem soll es Highlight-Zusammenfassungen und Analysen von Spielen auf Mandarin geben. Es sind zunächst 15 Folgen geplant.

Zudem sollen weitere Inhalte der "Blues" für den chinesischen Markt hinzukommen. Angedacht sind laut "Sportcal" beispielsweise wöchentliche Videos mit historischen Toren des Clubs sowie kurze Videos zu den Geburtstagen der Spieler des aktuellen Chelsea-Kaders.

Europäischer Volleyballverband startet eigene OTT-Plattform

Die CEV hat mit Sportradar einen Vertrag für die Einführung einer eigenen OTT-Plattform geschlossen. Das Angebot ist ab sofort unter Eurovolley.tv erreichbar.

Der Beginn des Angebots erfolgt zum Start der vierten Runde der Volleyball Champions League. Zudem werden auf der Plattform künftig auch Spiele aus den Bereichen Beachvolleyball und Snowvolleyball live gestreamt. Ab 2019 soll es laut Angaben der CEV auch ein Archiv mit vergangenen Partien aus der Champions League geben. Eurovolley.tv kostet regulär 7,99 Euro pro Monat. Bis Ende des Jahres können Interessierte einen kostenlosen Probemonat erhalten. 

Der Schweizer Dienstleister Sportradar ist unter anderem in den Bereichen Sportmedien und audiovisuelle Rechte aktiv und entwickelt beispielsweise OTT-Plattformen. Im Sommer 2017 hatte das Unternehmen zum Beispiel bereits ein ähnliches Angebot wie jetzt für die CEV für die European Handball Federation (EHF) gelauncht.

Podcast mit Dazn-DACH-Chef de Buhr: „Wir lieben auch die Bundesliga“

Seit der vergangenen Saison zeigt Dazn Highlight-Zusammenfassungen der Bundesliga. Wird es künftig auch Live-Spiele des deutschen Fußball-Oberhauses auf der Plattform zu sehen geben? „Wir würden uns wahnsinnig freuen, Live-Rechte der Bundesliga bei uns zu haben“, blickt Thomas de Buhr im SPONSORs-Podcast auf die kommende Medienrechteausschreibung der Deutschen Fußball Liga (DFL) für den Zyklus ab der Saison 2021/22. „Wir lieben die Champions League und die Europa League und würden die Bundesliga genauso lieben“, erklärt der Executive Vice President Marketing & Commercial DACH von Dazn.

In seiner neuen Rolle, die de Buhr seit Juli bekleidet, verantwortet er das kommerzielle Geschäft von Dazn in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Wesentlichen umfasst sein Aufgabengebiet die Bereiche Rechteeinkauf, Marketing und Partnermanagement.

De Buhrs Hauptaufgabe bei Dazn besteht darin, dem noch jungen Streaming-Dienst hierzulande mehr Bekanntheit zu verschaffen und neue Nutzer an das Angebot zu binden. Dabei setzt Dazn verschiedene Schwerpunkte. Beispielsweise soll das Produkt stets weiterentwickelt werden – unter anderem sollen komplette Re-Live-Inhalte bald zum Download verfügbar sein und können somit auch offline konsumiert werden. Zum anderen soll der Preis für den Endkunden erschwinglich bleiben und zumindest auch mittelfristig bei 9,99 Euro monatlich liegen. „Daher wurde die Premier League für uns auch zu teuer“, erklärt de Buhr den jüngst erlittenen Verlust der Übertragungsrechte der englischen Liga zur kommenden Saison.

Neben der bereits erwähnten Bundesliga stellt de Buhr aber weitere Live-Rechte für den Dazn-User in Aussicht. „Wir sind schon jetzt nahezu in jedem Sportrechte-Tender vertreten“, versichert er und betrachtet den Gewinn der Streamingrechte der UEFA Champions League und Europa League zur laufenden Saison als „riesengroßen Schritt“.

Zu konkreten Abonnentenzahlen – auch in Deutschland – will sich de Buhr nicht äußern. „Natürlich aber ist das eine relevante Kennzahl, da die Anzahl der Abonnenten multipliziert mit dem Monatspreis definiert, wie viel Geld wir einnehmen“. Und weiter: „In absehbarer Zeit sollte da eine grüne Zahl stehen.“ Helfen könnte dabei in Zukunft womöglich auch Werbung bei den Übertragungen, noch aber ist Dazn werbefrei. „Ich würde meinen Job nicht machen, wenn ich diese Möglichkeit nicht in Erwägung ziehen würde“ erklärt de Buhr.

de Buhr: die Wandlung vom Hund zur Katze

Vor seinem Wechsel zu Dazn war de Buhr als Managing Director von Twitter Deutschland aktiv. Davor hatte er verschiedene Führungspositionen bei Google, der RTL Group, ProSiebenSat.1 sowie dem Nahrungsmittelkonzern Mars durchlaufen. „Am meisten geprägt haben mich meine ersten Jahre bei Mars, weil es dort eine sehr klare und auf die Marke ausgerichtete Denkweise gab“, erläutert der heutige Dazn-Manager. Dort habe er gelernt, Ziele „mit hoher Geschwindigkeit, Klarheit und Rigorosität“ zu verfolgen.

Diese Arbeitsweise vergleicht de Buhr gern mit einem gehorsamen Hund, der seine Erwartungshaltung stets erfüllt. In Zeiten von Smartphones und Digitalisierung sind laut dem Medienexperten aber keine Hunde mehr gefragt, sondern vielmehr Katzen. „Der Hund fragt: ‚Was darf oder soll ich jetzt tun?‘ und die Katze fragt: ‚Was könnte ich jetzt tun?‘“, erklärt de Buhr und ergänzt: „Ich bin als Hund in mein Berufsleben gekommen und hab mich heute stark in Richtung Katze entwickelt.“

Das Verhalten der „Katzen“ zeigt sich laut de Buhr auch im modernen Mediennutzungsverhalten bei Streaming-Plattformen wie Dazn, Netflix oder Amazon Video, wo der User selbst entscheiden kann, wann er welche Inhalte konsumiert. „Heute ist ein ganz anderer Anspruch da als früher. Die Leute wollen viel mehr Informationen, sie wollen Antworten und die jeweiligen Angebote mitgestalten können“, so der frühere Twitter-Chef.

Durch Mobilgeräte und beispielsweise digitale Transport-Angebote wie Mytaxi oder Car2go ist die Welt laut de Buhr nicht nur einfacher und bequemer geworden, sondern es herrscht bei den Menschen mittlerweile auch eine so noch nicht dagewesene Erwartungshaltung und Denke vor. „Heute gibt es drastisch mehr Katzen als Hunde“, resümiert der Dazn-Chef.

Alle Themen im Podcast mit Thomas de Buhr im Überblick

  • Das ist neu beim SPONSORs-Podcast (1:00)
  • Ein SPOBIS-Ticket zum Early-Taif (3:00)
  • Von welchem Job hat de Buhr am meisten profitiert? (5:00)
  • Branchenfremd im klassischen Sportbusiness (7:30)
  • Das moderne Mediennutzungsverhalten ist gut (10:30)
  • Erdrücken GAFA andere Medien? (13:30)
  • de Buhr: Vom Hund zur Katze (15:10)
  • „Heute ist ein anderer Anspruch da“ (19:15)
  • Neue und zeitgemäße Mitarbeiterführung (20:50)
  • „Deutschland hat eine riesen Chance“ (23:00)
  • Wo steht Dazn mit seinem Rechteportfolio? (26:00)
  • „Abonnentenzahlen sind eine relevante Maßgröße“ (29:10)
  • Das Fernziel von Dazn (32:15)
  • Was steckt hinter dem geplanten Verkauf von Opta? (35:00)
  • Netflix des Sports? „Wir haben viel mit Live-Sport zu tun“ (39:00)
  • Mobile oder Smart-TV? (42:30)
  • Dazn zieht Werbung in Erwägung (45:30)
  • Was ist mit Randsportarten? (48:25)
  • „Wir lieben auch die Bundesliga“ (51:50)

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Seit 1994: So haben sich die WM-Quoten im deutschen Fernsehen entwickelt

Die Fachzeitschrift "Media Perspektiven", veröffentlicht von der ARD Sales & Services, hat im Rahmen einer Studie die TV-Quoten der Fußball-Weltmeisterschaften der vergangenen Turniere veröffentlicht.

Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft verzeichneten die ARD und das ZDF mit der FIFA Weltmeisterschaft 2018 in Russland mit 10,16 Millionen Zuschauern im Schnitt eine durchaus hohe Reichweite. Allerdings war die durchschnittliche Zuschauerzahl für alle Spiele 2018 niedriger als bei den drei vorangegangen WM-Turnieren. 

2006 und 2010 lagen die Sehbeteiligungswerte jeweils bei über zwölf Millionen und die Marktanteile über der 50-Prozent-Marke, wie die Detailanalyse (siehe unten) zeigt.

WM-Quote
Bildunterschrift
Reichweiten und Marktanteile der Fußball-WM-Spiele seit 1994

Auch bei der reinen Betrachtung der Zuschauerzahlen der DFB-Spiele waren die Reichweiten 2018 erwartungsgemäß rückläufig. So schauten dieses Jahr die drei Spiele durchschnittlich 26,32 Millionen (81,3 % Marktanteil). 2014 waren es über sieben Spiele noch 28,91 Millionen Personen (84,0 % Marktanteil) gewesen.

Allerdings lagen die Quoten der deutschen Spiele 2010 nur knapp über und die bei der Heim-WM 2006 sogar unter dem Wert von 2018. Die Spiele ohne die deutsche Mannschaft erreichten im Schnitt 9,28 Millionen Personen (43,4 % Marktanteil), ebenfalls etwas weniger als 2014 mit 9,85 Millionen (47,5 % Marktanteil). Am höchsten war das Zuschauerinteresse der Spiele ohne deutsche Beteiligung bisher bei der Heim-WM 2006 (10,27 Mio./47,1 % Marktanteil).

WM-Quoten
Bildunterschrift
Reichweiten und Marktanteile aller Fußball-WM-Spiele mit und ohne deutsche Beteiligung 2002 bis 2018

Sky und Dazn schließen nächste Kooperation

Ab sofort erhalten alle Sky-Kunden über Sky Q auf den Streaming-Dienst Dazn Zugriff. Bestehende Dazn-Abonnenten können sich mit ihren vorhandenen Login-Daten in der Dazn-App auf Sky Q anmelden. Sky-Q-Kunden aber wiederum, die bisher keinen Zugang zu Dazn haben, müssten sich erst kostenpflichtig beim Streaming-Dienst registrieren. Laut Julia Laukemann, Senior Vice President Product Management von Sky Deutschland, will der Pay-TV-Sender mit der Kooperation "die Wünsche unserer sportinteressierten Kunden" berücksichtigen.

Neben Dazn können Sky-Q-Kunden über das Angebot jetzt auch auf die weiteren Streaming-Portale Netflix und Spotify zugreifen. Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sind bereits seit einigen Monaten abrufbar. Sky hatte Sky Q im vergangenen Mai gelauncht.

Die jetzt geschlossene Vereinbarung zwischen Sky und Dazn ist nicht die erste der beiden Medienunternehmen. Für die UEFA Champions League beispielsweise haben Sky und Dazn im Sommer eine Kooperation für Sportsbar-Besitzer geschlossen. Aktuell prüft das Bundeskartellamt die generelle Aufteilung der TV-Rechte der "Königsklasse" zwischen Sky und Dazn. Der Wettbewerb ist seit dieser Saison hierzulande nur noch als Pay-Angebot verfügbar.

Dazn startet 2019 in Spanien

Nach der DACH-Region und Italien rollt Dazn sein Produkt nun in einem weiteren zentralen Markt Europas aus und startet 2019 in Spanien. Ähnlich wie beim jüngsten Launch in den USA, als Dazn umfangreiche Boxrechte erwarb, ist auch der Markteintritt in Spanien wenig überraschend mit dem Erwerb exklusiver Live-Rechte verbunden. Neben den Rechten für die in Spanien äußerst populäre Moto GP und ihren verschiedenen Klassen (für den Rechtezeitraum 2019 bis 2022) sicherte sich Dazn zudem die Rechte an der englischen Premier League für die Spielzeiten 2019/20 bis 2020/21. Das Rechte-Paket beinhaltet 235 Spiele der höchsten englischen Spielklasse.

Wann genau Dazn in Spanien an den Start gehen wird, gab der Streaming-Dienst noch nicht bekannt.

Spanien ist neben Japan, Kanada, USA, Italien sowie der DACH-Region bereits der sechste Markt, in dem Dazn verfügbar ist. In Deutschland war die Sportstreaming-Plattform 2016 an den Start gegangen. Laut dem britischen Portal „Sportbusiness“ strebt Dazn in Kürze zudem den Markteintritt in Brasilien und Lateinamerika an.

Bohmann: Sky in den sozialen Medien noch kein "Home of Handball"

Im Interview mit "Handball-World" sagte Bohmann, dass "wir auch das bewegte Bild in den sozialen Medien verstärken" müssen. "Das Recht haben wir an Sky abgegeben, die da nun noch ein stückweit aufholen müssen. Sie wollen das 'Home of Handball' sein, aber das sind sie in den sozialen Medien im Moment noch nicht", sagte der HBL-Geschäftsführer.

In Summe aber zeigt sich Bohmann zufrieden mit der Entwicklung des TV-Vertrags mit Sky, der seit der Spielzeit 2017/18 gilt. "Die laufende Saison zeigt schon eine Reichweitenerhöhung von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auch dadurch zu erklären ist, dass eine Kundenbasis ja erst einmal aufgebaut werden muss", so der HBL-Chef. "Bei Spitzenspielen liegen wir über der 100 000-Marke", sagte Bohmann.

In der abgelaufenen Saison übertrug Sky im Rahmen des neuen Medienvertrags der HBL erstmals alle 306 Liga-Partien live und zeigte zudem parallel stattfindende Spiele in einer Konferenz. Wie bei Pay-TV-Anbietern üblich, weist Sky durchschnittliche Reichweiten nicht konkret aus. Laut Angaben von Sky und der HBL erreichte der Sender über alle Live-Spiele und Konferenzen pro Spieltag im Schnitt kumuliert rund 130 000 Fernsehzuschauer. Der Top-Wert wurde am 30. Spieltag mit insgesamt 239 000 Sky-Zuschauern erreicht, als unter anderem die beiden ambitionierten HBL-Clubs SC DHfK Leipzig und THW Kiel aufeinander getroffen waren.

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TV-Deal der HBL: Die Analyse

Ein bisher nicht gekanntes Miteinander von Öffentlich-Rechtlichen und Sky hat der DKB Handball-Bundesliga einen attraktiven TV-Vertrag beschert. Sky setzt damit langfristig auf den Handball, die HBL-Clubs werden zur weiteren Professionalisierung gezwungen.

BVB gegen Bayern beschert Sky Allzeitrekord

Mit der Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München erreichte Sky am Samstagabend ab 18.30 Uhr 2,05 Millionen Fernsehzuschauer ab drei Jahren. Dies bedeutet für den Bezahlsender das reichweitenstärkste Einzelspiel und die reichweitenstärkste Sendung überhaupt in der Sendergeschichte.

Durch den jetzt erreichten Wert wurde die Partie des BVB gegen die Bayern aus der Saison 2015/16 als bisher bestes Spiel der deutschen Sky-Geschichte abgelöst. Im März 2016 hatten 1,87 Millionen Zuschauer das Top-Spiel verfolgt. Mit dem neuen Rekord belegen nun sieben Spiele zwischen Dortmund und München die ersten Plätze der erfolgreichsten Bundesliga-Partien in der Historie von Sky.

In der Kernzielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte Sky mit dem BVB gegen den FCB 970 000 Zuschauer und einen überdurchschnittlichen Marktanteil von 14,3 Prozent. Damit rangierte der Bezahlsender hinter drei Free-TV-Sendungen im Gesamt-Ranking auf Platz vier.

Insgesamt verfolgten am Samstag und Sonntag 4,65 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die Partien auf Sky Sport Bundesliga. Dies bedeutet für den Sender den bis dato besten Wert der laufenden Spielzeit. Auch das Talkformat "Wontorra – der O2 Fußball-Talk" konnte am Sonntag in der Folge des Top-Spiels mit 224 000 Zuschauern einen neuen Saisonbestwert verbuchen.

Auch "Sportstudio" und "Doppelpass" mit starken Quoten

Neben Sky profitierten weitere TV-Sender überdurchschnittlich von der Partie des Tabellenführers gegen den amtierenden Meister. Das ZDF kam am späten Samstagabend in seiner Nachberichterstattung mit dem "Sportstudio" auf  einen Saisonbestwert von 3,52 Millionen Zusehern und einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. In der vergangenen Saison hatten im Schnitt 2,2 Millionen Euro die Sendung auf dem "Zweiten" verfolgt, der durchschnittliche Marktanteil hatte bei 12,6 Prozent gelegen.

Auch Sport1 erzielte in der direkten Folge des BVB-Siegs gegen die Münchner einen Saisonbestwert. 1,17 Millionen TV-Zuschauer ab drei Jahren waren beim "Check24 Doppelpass" am Sonntag im Schnitt mit dabei. In der Vorsaison hatte die Sendung durchschnittlich genau eine Million Zuseher erreicht.

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Bundesliga 2017/18: Die Analyse der TV-Quoten

Die erste Saison im neuen TV-Rechtezyklus hat der Bundesliga im Live-Segment deutliche Reichweiten-Steigerungen gebracht. Die Zuwächse variieren im Vergleich der einzelnen Clubs allerdings sehr stark.

111 Mio. Euro: Deltatre kauft OTT-Spezialisten

Medienberichten zufolge hat Deltatre 127 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 111 Millionen Euro) für die Übernahme von Massive Interactive gezahlt. Nach Klärung letzter Details soll die OTT-Plattform ein separater Geschäftsbereich des Unternehmens werden und vor allem den Streaming-Bereich stärken.

Massive Interactive mit Sitz in London ist ein Spezialist für OTT-Technologien. Bisher stattete das Unternehmen unter anderem die englische Rundfunkanstalt BBC und Sony Pictures mit verschiedenen Lösungen im Streaming-Bereich aus.

Nach der Übernahme soll das fusionierte Unternehmen über 1000 Mitarbeiter und 18 Büros weltweit haben. "The Telegraph" schätzt den Gesamtwert von Deltatre dann auf rund eine Milliarde US-Dollar. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Turin ist mehrheitlich im Besitz von Bruin Sports Capital, ein Investmentunternehmen in der Sportindustrie. Dessen Besitzer ist George Pyne, ehemaliger Präsident von IMG & Sports & Entertainment.

Bild: Giampiero Rinaudo, Chief Executive Officer (CEO) von Deltatre