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Sky reagiert auf Rummenigge-Kritik: "Abwegig"

Jacques Raynaud, Executive Vice President Sports & Advertising bei Sky Deutschland, sagte der "Bild": "Die jeweiligen Rechteinhaber sind verantwortlich für die Ausschreibung und die angebotenen Pakete. Die Ausschreibung der UEFA war – auf starkem Druck der Spitzenclubs - eindeutig: Das meiste Geld gewinnt – ohne Wenn und Aber. Sky das Ergebnis jetzt vorzuwerfen und die Voraussetzungen dafür selbst geschaffen zu haben, ist abwegig."

Rummenigge hatte jüngst kritisiert, dass die Spiele der UEFA Champions League nicht mehr im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen seien. "Das war ursprünglich so auch nicht geplant", sagte der Bayern-Chef der "Sport Bild" und führte weiter aus, dass Sky sich "wohl nicht bereit erklärt hat, dem ZDF eine Unterlizenz zu gewähren." Dieser Sichtweise widerspricht Sky nun.

Die UEFA Champions League ist seit der laufenden Spielzeit nur noch bei den beiden Pay-Anbietern Dazn und Sky zu sehen. Bis zum Ende der vergangenen Saison hatte das ZDF pro Woche ein Spiel – in der Regel mit deutscher Beteiligung – im Free-TV ausgestrahlt. Aleksander Ceferin, Präsident des Europäischen Fußballverbands UEFA, rechtfertigte die Vergabe der TV-Rechte an Dazn und Sky im vergangenen Jahr mit der Erklärung, "zig Millionen mehr durch Pay-TV" zu erlösen. 

Ab der Saison 2021/22 vergeben die UEFA und ihr Vermarkter Team Marketing die Rechte der Champions League neu.

UEFA startet Champions-League-Account auf WeChat

Die UEFA setzt künftig auf die Dienste von WeChat. Der Fußballverband launcht über die Social-Media-Plattform einen eigenen Kanal, der ausschließlich Inhalte über die UEFA Champions League ausstrahlt. Unter anderem werden Interviews mit Spielern und Highlights der Spiele der "Königsklasse" gezeigt. Über die gezeigten Inhalte erhofft sich die UEFA vor allem auch Interaktion der Fans über den Messaging-Dienst.

Neben der Einführung von WeChat hatte die UEFA zuletzt bereits einen Account auf Sina Weibo in China gestartet.

Auch zahlreiche Bundesligisten nutzen den chinesischen Markt in ihrer Kommunikation. Unter anderem sind sowohl WeChat als auch Sina Weibo bei beispielsweise Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg im Einsatz.  

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China-Expertin Klocker: Jetzt auch noch WeChat?

WeChat ist der größte Konkurrent von Facebook, Sina Weibo hat Twitter überholt. China-Expertin Heidi Klocker verrät im Gastbeitrag, auf welche Plattformen Clubs in China setzen sollten.

Rummenigge über Champions League: "Schaden beim Sponsoring"

Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, sagte der "Sport-Bild": "Der Mix aus Pay- und Free-TV muss stimmen, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Champions League mittelfristig selbst einen Schaden beim Sponsoring zufügt". Durch den deutlichen Rückgang des Zuschauerinteresses an der Königsklasse – die "Sport Bild" beziffert den Wert auf 84 Prozent – wird laut Rummenigge auch automatisch die Zielgruppe der Sponsoren kleiner.

Aufgrund des Zuschauerrückgangs und dem damit einhergehenden Schaden beim Sponsoring fordert Rummenigge eine Rückkehr der Champions League ins deutsche Free-TV: "Wir müssen bei der UEFA alles in die Waagschale legen, damit in Deutschland ab der nächsten Rechteperiode wieder mindestens ein Livespiel, idealerweise ein Topspiel, im Free-TV zu sehen ist."

Die UEFA Champions League ist seit der laufenden Spielzeit nur noch bei den beiden Pay-Anbietern Dazn und Sky zu sehen. Bis zum Ende der vergangenen Saison hatte das ZDF pro Woche ein Spiel – in der Regel mit deutscher Beteiligung – im Free-TV ausgestrahlt. Aleksander Ceferin, Präsident des Europäischen Fußballverbands UEFA, rechtfertigte die Vergabe der TV-Rechte an Dazn und Sky im vergangenen Jahr mit der Erklärung "zig Millionen mehr durch Pay-TV" zu erlösen. 

Ab der Saison 2021/22 vergeben die UEFA und ihr Vermarkter Team Marketing die Rechte der Champions League neu. 

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Die Evolution der „Königsklasse”

Neue Anstoßzeiten und Medienpartner, mehr Prämien und fest vergebene Startplätze: Die UEFA Champions League geht mit zahlreichen Veränderungen in die neue Spielzeit. Die wichtigsten Neuerungen und deren Auswirkungen im Überblick.

Curry erhält eigene Facebook-Serie

Mit einem Trailer hat Facebook eine neue sechsteilige Dokumentation über Stephen Curry angekündigt. Die Serie „Stephen vs. The Game“ wird exklusiv auf Facebook Watch, der eigenen Video-Plattform von Facebook, gezeigt. Die Serie folgt dem Spieler der Golden State Warriors aus der National Basketball Association (NBA) während der Saison 2018/19 auf und neben dem Basketballplatz.  

Darüber hinaus wirft die Doku einen Blick auf die Kindheit Currys und zeigt exklusive Bilder der Meisterschaft 2018. „Stephen vs. The Game“ wird von der Produktionsfirma Unanimous Media, die Curry mitgründete, produziert. Mit Religion of Sports ist ein weiteres Medienunternehmen an dem Projekt beteiligt.

Sky holt Formel 1 zurück

Sky wird die Formel 1 bis zum Ende der Rennsaison 2020 live übertragen. Der Sender sicherte sich die plattformneutralen Rechte für Deutschland und Österreich sowie die deutschsprachigen Rechte in der Schweiz. Darauf einigten sich der Bezahlsender und Liberty Media, Eigentümer der Formel 1. Neben den Rennen zeigt Sky auch alle Trainings und Qualifyings der "Königsklasse des Motorsports".

Die Rennen werden im Paket "Sky Sport" abgebildet und unter der Marke "Sky Sport F1" übertragen. Dabei verzichtet Sky während des Renngeschehens auf Werbung.

Sky Deutschland hatte die Übertragungsrechte der Formel 1 zur vergangenen Saison verloren. Zuvor hatte der Bezahlsender die Serie hierzulande seit 1996 gemeinsam mit RTL übertragen. Der Vertrag des Kölner Free-TV-Senders läuft bis zum Ende der Saison 2020.  

DBB und DEB streben WM-Spiele im Free-TV an

Der DEB und der DBB wollen Live-Übertragungen ihre Nationalmannschaften auf den öffentlich-rechtlichen Sendern forcieren. Dabei stehen insbesondere die anstehenden Weltmeisterschaften im Eishockey und Basketball im Fokus. Die beiden Verbände wollen bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern dafür werben, sich für Events ihrer Sportarten wieder um Rechte zu bemühen oder Sub-Lizenzen von den Rechte-Inhabern zu erwerben.

Bei der FIBA Basketball-Weltmeisterschaft, die im August in China stattfindet, könnte das Vorhaben des DBB vor allem von der Spielplanansetzung profitieren: "Wir rechnen mit Spielzeiten zwischen 13 und 17 Uhr, da wird es für uns natürlich wesentlich einfacher, ins Programm zu kommen als am Abend", sagte DBB-Präsident Weiss der "Dpa".

Ob auch die im Mai stattfindende IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei Spiele der DEB-Auswahl außerhalb der Prime-Time zulässt, steht bislang nicht fest. Im Rahmen der vergangenen WM in Dänemark gab es bis hin zu den Finalspielen immer zwei "Einwurfzeiten". Neben den Begegnungen zur Prime Time fanden auch Partien am Nachmittag statt.  

Anlass für den Vorstoß der beiden Verbände ist auch der mediale Erfolg der Handball-WM im Januar, die in Dänemark und Deutschland ausgetragen wurde. Unter anderem hatten knapp zwölf Millionen Menschen das Halbfinale der deutschen Auswahl gegen Norwegen an einem Freitagabend gesehen. Das bedeutete für die ARD einen Marktanteil von 35 Prozent.

Eishockey- und Basketball-WM: Aktuelle Rechte-Lage

In der aktuellen Periode hält Sport1 die Rechte für die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft bis 2023. Laut DEB-Präsident Franz Reindl sei der Privatsender "offen" für Gespräche einer Sublizenz über die öffentlich-rechtlichen Sender. 

Die TV-Rechte für die FIBA Basketball-Weltmeisterschaft hat sich die Deutsche Telekom bis 2021 gesichert. "Die Telekom als Rechteinhaber hat uns signalisiert, dass mit den öffentlich-rechtlichen Sendern über die WM gesprochen wird", sagte DBB-Präsident Weiss der "Dpa".

AS Rom startet eigene GIF-Serie

Die Roma hat ihre Partnerschaft mit dem Unternehmen Giphy ausgebaut. Der Club aus der Serie A unterhält über die Plattform ab sofort einen clubinternen Kanal. Dort wird die AS Rom künftig mit einer eigenen Playlist vertreten sein, die unter anderem Spieler des Seria-A-Clubs zeigt und Szenarien der aktuellen Spielzeit thematisiert.

Seit der Eröffnung des offiziellen Profils auf Giphy im Juni 2016 hat die Roma nach eigenen Angaben mehr als 880 Millionen Aufrufe in den sozialen Medien erreicht – mehr als jeder andere Club aus der Serie A.

Im europäischen Spitzenfußball setzen noch weitere Top-Clubs auf die Integration von GIFs in der Social-Media-Kommunikation. Neben der Roma sind unter anderem der FC Arsenal, der FC Bayern München und Paris-Saint Germain mit einem eigenen Kanal auf Giphy aktiv.

Durch den Betrieb des eigenen Giphy-Kanals verstärkt die Roma ihre Präsenz in den sozialen Medien. Zuletzt hatte der Club bereits unter anderem ein neues Show-Format auf Snapchat ins Leben gerufen.

UEFA nennt Details zu eigener OTT-Plattform

Ceferin kündigte den Launch der OTT-Plattform der UEFA für die Saison 2019/20 an. Das Angebot soll „UEFA TV“ heißen und global verfügbar sein. Da die Ausstrahlungsrechte für die UEFA Champions League bis 2021 fest vergeben sind, kann die UEFA in diesem Zeitraum keine Spiele dieses Wettbewerbs auf der neuen Plattform zeigen. Für die folgende Rechteperiode will sich die UEFA mindestens Highlight-Rechte sichern, gegebenenfalls sollen auch Spiele der Champions League live bei „UEFA TV“ gestreamt werden.

Spiele der Frauen- und Jugendwettbewerbe der UEFA werden auf „UEFA TV“ live gestreamt. Zudem soll historisches Material der UEFA auf der Plattform aufbereitet werden.

Erste Pläne für die OTT-Plattform der UEFA waren im September 2018 bekannt geworden. Die Bestätigung durch UEFA-Präsident Ceferin erfolgte nun auf dem UEFA-Kongress in Rom, wo Ceferin als Präsident des Verbands wiedergewählt wurde.

Bis zu vier Streams: Dazn startet Split-Screen-Funktion

Neben dem DACH-Markt ist die neu eingeführte "Multi View"-Funktion künftig in Italien, Japan, Kanada und in den USA verfügbar. Die Split-Screen-Funktion, die es erlaubt bis zu vier Streams gleichzeitig zu verfolgen, ist derzeit jedoch ausschließlich über Geräte abrufbar, die mit "Apple TV" verbunden sind. Ob die Funktion künftig auch ohne den Betrieb von externen Set-Top-Boxen abgerufen werden kann, steht bislang nicht fest.

Im Sportbereich hält Dazn ein umfassendes Rechte-Portfolio. Neben zahlreichen Angeboten aus dem internationalen Fußball überträgt der Streaming-Dienstleister auf dem DACH-Markt unter anderem auch die FIA World Rally Championship (WRC), die Ultimate Fighting Championship (UFC) und die National Football League (NFL).

Soccerwatch schließt Partnerschaft mit dem DFB

Die Partnerschaft zwischen Soccerwatch.tv und dem DFB ist auf fünf Jahre bis Ende 2023 angelegt. Im Zuge der Kooperation verlinkt der Verband vom Essener Start-ups produzierte Bewegtbild-Inhalte auf seiner Website "Fussball.de". Damit gelangen Interessierte über die Homepage sowohl zu Live-Bildern der von Soccerwatch.tv übertragenen Spiele als auch im Nachgang zu Re-Live-Inhalten.

Neben der Zusammenarbeit mit dem DFB gab Soccerwatch.tv zudem bekannt, im Frühjahr ein Analyse-Tool für den Amateurfußball zu launchen. Mithilfe eines vollautomatischen Kamerasystems und Künstlicher Intelligenz können Trainer und Sportler aus dem Amateurbereich dann auf Bewegtbilder zur Analyse von Spielen und Spielern zugreifen. Wie viel das Analyse-Werkzeug kosten wird, ist bislang nicht bekannt.

Soccerwatch.tv wurde 2017 gelauncht und ist ähnlich wie beispielsweise Sporttotal.tv auf die automatisierte Übertragung von Fußballspielen aus dem Amateurbereich spezialisiert. Hauptinvestor des Essener Start-ups ist der IT-Dienstleister Adesso.

Foto: Soccerwatch.tv