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3. Liga: Telekom führt Konferenzschaltung ein

Die Deutsche Telekom überträgt künftig über ihr Angebot „Magenta Sport“ eine Konferenzschaltung in der 3. Liga. Die Zuschauer können so ab der Saison 2019/2020 gleichzeitig stattfindende Spiele parallel verfolgen. Die Telekom beginnt mit ihrer Übertragung jeweils am Samstag um 13:45 Uhr und damit 15 Minuten vor dem Anpfiff. In den „englischen Wochen“ ist um 18.45 Uhr Sendestart. Startschuss des neuen Konferenz-Formats ist am 20. Juli.

Die Deutsche Telekom hatte bereits zum Ende der vergangenen Saison eine Konferenzschaltung aller zehn Partien der 3. Liga getestet. Zuvor wurde kein derartiges Format übertragen. 

Der Vertrag der Deutschen Telekom über die TV-Rechte der 3. Liga läuft noch bis zum Ende der Saison 2021/22 und beinhaltet eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr. Der Bonner Konzern zeigt in diesem Rahmen alle Spiele der 3. Liga live. Zudem übertragen die ARD sowie die Dritten Programme ausgewählte Spiele live im Free-TV, vornehmlich samstags.

Wie die „Sport Bild“ im Februar berichtete, erreichte die Telekom mit ihren Übertragungen in der laufenden Drittliga-Saison im Schnitt bisher 24 000 Zuschauer pro Spiel. Bei Topspielen kommt das Unternehmen nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) auf Reichweiten von 70 000 bis 100 000 Personen. Der bisherige Spitzenwert wurde demnach mit 115 000 Zuschauern bei der Partie von Eintracht Braunschweig gegen den Karlsruher SC erzielt (Eröffnungsspiel im Juli 2018).

Große Mediawert-Verluste für den FC Bayern

Der FC Bayern München muss in der kommenden Saison aktuell einen Mediawert-Verlust von rund 86 Millionen Euro hinnehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Agentur "Web-Netz" (siehe Tabelle unten). Allein der Abgang des Kolumbianers James Rodriguez, der in den sozialen Netzwerken rund 92 Millionen Follower hat, ist demnach für einen Mediawert-Verlust in Höhe von rund 68 Millionen Euro verantwortlich.

Felix Benckendorff von "Web-Netz" erklärt die Zahlen folgendermaßen:  „Es gilt die Faustregel, dass ViP’s auf ihren Social Media-Kanälen mindestens ca. 15 Prozent ihrer Follower erreichen. Zudem kostet es mit herkömmlichen Medien etwa 20 Euro, um 1.000 Empfänger zu erreichen. Das bedeutet, dass James auf seinen drei Kanälen (Instagram, Facebook und Twitter) mit Gesamtvolumen von 92 Mio. Follower einen Mediawert von etwa 278 000 Euro bietet.“ Die beiden Neuzugänge Lucas Hernandez und Benjamin Pavard bringen dagegen verhältnismäßig wenige Social Media-Follower mit zum FC Bayern. 

Media FCB
Bildunterschrift
Die Followeranzahl bezieht sich auf die drei Kanäle: Instagram, Facebook, Twitter – gemessen in KW 27/2019. Erfasst sind die Transfers bis zum 10.Juli 2019. Quelle: www.web-netz.de

BVB: Mediamehrwert durch Hummels-Wechsel

Umso positiver sieht dagegen bislang die Social Media-Entwicklung bei Borussia Dortmund aus. Den größten Einfluss hat hier der Wechsel von Mats Hummels, der fast neun Millionen Follower mit zum BVB bringt. Außerdem verzeichneten die Dortmunder diesbezüglich keine signifikanten Abgänge.

Media BVB
Bildunterschrift
Die Followeranzahl bezieht sich auf die drei Kanäle: Instagram, Facebook, Twitter – gemessen in KW 27/2019. Erfasst sind die Transfers bis zum 10.Juli 2019. Quelle: www.web-netz.de

Google-Anfragen: FC Bayern weiter vor dem BVB

In einer anderen Kategorie des Online-Marketings liegt der FC Bayern laut "Web-Netz" dagegen noch vor der Dortmunder Borussia. Demnach wird monatlich mehr als 900 000 mal nach Spielern des FCB gegoogelt.  Für Spieler des BVB gibt es hingegen nur rund 480 000 Suchanfragen pro Monat.

Titelbild: James Rodríguez, Picture Alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa

1. FC Köln sucht Teilnehmer für zweites Start-up-Programm

„Do you have what it takes“ – So lautet das Motto des zweiten Accelerator-Durchgangs des 1. FC Köln und Hype Sports Innovation. Erneut werden innovative und kreative Ideen für das Sportbusiness gesucht. Das viermonatige Accelerator-Programm startet im September 2019 und bietet diverse Workshops und Trainings mit Vertretern aus der Branche an. Interessierte Startups können sich ab sofort bis zum 30. August für das Programm bewerben.

Duarte
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Podcast mit „Kiss my Score“-Gründer João Duarte: „Kein Wachstumslimit“

Im SPONSORs-Podcast erklärt João Duarte (26) das Businessmodell von „Kiss my Score“. Mit der App gewannen er und sein Team die Auszeichnung „Bestes Startup“ im Rahmen des Accelerator-Programms des 1. FC Köln und Hype Sports Innovation.

Bei der ersten Ausgabe des Programms war das portugiesische Startup „Kiss my Score“ als Gewinner ausgezeichnet worden. Beim Spobis Gaming & Media wird Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, über die Ansätze seines Clubs im Bereich Digitalisierung auf der Bühne berichten.

Weiterer Stellenabbau bei Sky Deutschland angekündigt

Sky-Geschäftsführer Carsten Schmidt gab nun bekannt, dass neben den kürzlich gestrichenen Führungspositionen auch weitere Stellen betroffen sind. Nach DWDL-Informationen hat nun unter anderem auch Sebastian Hauptmann, Executive Vice President Operations & Digital Innovations, den Medienkonzern verlassen. Der Pay-TV-Sender verfolgt die Strategie einer Reorganisation, um sich für die Zukunft neu aufzustellen und sich dem veränderten Wettbewerb anzupassen.

Aus diesem Grund wird das Personal um eine niedrige zweistellige Anzahl verringert. Dies gab Schmidt mittels einer offenen Mitteilung an die eigene Belegschaft jetzt bekannt. Vom Stellenabbau sind allein am Standort Unterföhring rund 2000 Angestellte betroffen. Außerdem versucht Sky sich durch diverse Eigenproduktionen gegen die Konkurrenz anderer Online-Streaming-Dienste zu stemmen.

Vor kurzem wurde bereits die Trennung zwischen Sky und den Führungskräften Roman Steuer, Executive Vice President Sports sowie Ralph Fürther, Senior Vice President Communications bekanntgegeben. 

Vodafone und DFL entwickeln Echtzeit-Stadion-App

Zum Auftakt in die Saison 2019/20 starten der Telekommunikationskonzern Vodafone und die DFL eine zweijährige 5G-Kooperation. Dabei soll durch eine Stadion-App das Live-Erlebnis und der digitale Datenfluss miteinander vereint werden. Die App stellt unter anderem Live-Grafiken, Statistiken und Analysen zu Verfügung, die bislang nur nach dem Spiel über den TV abrufbar waren. Die Nutzung der App wird erstmals im Herbst im Stadion des VfL Wolfsburg möglich sein. Anschließend soll das Angebot auf die übrigen Arenen ausgeweitet werden.

Mithilfe der App wird ermöglicht, Informationen und Spieldaten verzögerungsfrei per Augmented Reality (AR) abzurufen und beispielsweise die Schnelligkeit eines Spielers zu erfahren, der gerade zum Sprint ansetzt. Als Basis für den Informationsfluss in Echtzeit dienen rund 1600 Spielereignisse und 3,6 Millionen Positionspunkte, die von der DFL während eines Bundesligaspiels erhoben werden.

Darüber hinaus wird durch das neue 5G-Mobilfunknetz eine um 60 Prozent gesteigerte Datenkapazität auf den Smartphones erreicht. Dies stellt eine wichtige Erweiterung dar, da der Datenfluss während eines Bundesligaspiels in der vergangenen Saison um 50 Prozent gestiegen ist.

Hertha BSC realisiert Ticketing via Messenger

Im Vorfeld des letzten Heimspiels der Berliner in der Saison 2018/19 gegen Bayer Leverkusen wurden erstmals Mobile Tickets mit Künstlicher Intelligenz (KI) per Messenger vertrieben. Statt wie bisher nur Leads über Messenger zu generieren, wurde die gesamte User-Journey im Messenger abgewickelt – von der ersten Kundenansprache, dem CheckOut-Prozess und der Bezahlung bis zum Zutritt ins Olympiastadion per Mobile Ticket. Für die Umsetzung des Projektes arbeitete Hertha BSC mit dem Startup Spectrm sowie der Digitalagentur Brandung zusammen. 

Beim Softlaunch wurden 600 Fans über die offizielle Facebook-Seite von Hertha BSC in den Messenger geführt, mit einer Click-Through-Rate (CTR) von 50 Prozent wurden 300 User in den Check-Out-Prozess geleitet und eine Conversion von rund zehn Prozent erzielt (also 30 Ticketverkäufe). Nach diesem erfolgreichen Testlauf sollen Messenger-Kampagnen nun auch für Dialogmarketing und weitere vertriebliche Maßnahmen eingesetzt werden. Bereits der Trikot-Launch der Berliner wurde am Montag (1. Juli) als Messenger-Kampagne umgesetzt.

Im Rahmen des Spobis 2019 hatte Maurice Sonneveld, Leiter Digital Media bei Hertha BSC, bereits die Pläne des Clubs vorgestellt. Bei seinem Vortrag „Zwischen Mobile-Ticketing und Virtual Reality: Diese Anforderungen haben Generation Y und Z an die Sportstätte der Zukunft“ ging es insbesondere um die neuen Möglichkeiten durch Messenger wie Whatsapp oder Facebook Messenger.

Champions League: Finale soll ab 2022 wieder im Free-TV laufen

Wie die "Sport-Bild" berichtet, will die UEFA die Ausschreibung der Champions-League-Rechte ab 2021 vorziehen, um der Bundesliga zuvorzukommen. Demnach kommen die Rechte für die Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 bereits im Herbst 2019 auf den Markt. Vor Weihnachten sollen alle Rechte verteilt sein.

Grund für das Vorziehen der UEFA-Ausschreibung ist laut dem Bericht: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bereits angekündigt, im Frühjahr 2020 die Bundesliga-Rechte von 2021/22 bis 2024/25 verkaufen zu wollen. Der Kontinentalverband hofft, dass deutsche Sender und Streaming-Anbieter bereits hohe Summen in die Champions League investieren, bevor sie weitere Rechte im Rahmen der DFL-Ausschreibung erwerben.

DFL
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Ausschreibung der Medienrechte: Das DFL-Konzept im Detail

Von der Paketierung bis zu den Verbreitungsverpflichtungen: Das zwölfseitige Vermarktungskonzept der DFL enthält einige Neuerungen im Vergleich zum aktuellen Rechteyzklus. Die Veränderungen im Detail.

Champions-League-Finale offenbar künftig wieder im Free-TV

Nachdem das diesjährige Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur für deutsche Zuschauer ausschließlich im Pay-TV zu sehen war, plant die UEFA offenbar die Rückkehr des Endspiels ins frei empfangbare Fernsehen. Nach Informationen der "Sport-Bild" hat die UEFA – im Rahmen der Ausschreibung – das Finale für das Free-TV vorgesehen. Die Modelle sind ein separates Final-Angebot für Free-TV-Sender oder eine vorgeschriebene Ausstrahlung im frei empfangbaren Fernsehen für den Pay-TV-Partner.

U21-EM, Frauen-WM, Formel 1: Die Quoten der Woche

U21-EM, Finale: Deutschland vs. Spanien

  • Sender: ARD
  • Startzeit: Sonntag, ab 20.45 Uhr
  • Reichweite (ab drei Jahren): 9,2 Mio. Zuschauer
  • Reichweite (14 bis 49 Jahre): 2,76 Mio. Zuschauer
  • Marktanteil (ab drei Jahren): 32,2 Prozent
  • Marktanteil (14 bis 49 Jahre): 30,1 Prozent

Frauen-WM, Viertelfinale: Deutschland vs. Schweden

  • Sender: ARD
  • Startzeit: Samstag, ab 18.30 Uhr
  • Reichweite (ab drei Jahren): 7,9 Mio. Zuschauer
  • Reichweite (14 bis 49 Jahre): 1,91 Mio. Zuschauer
  • Marktanteil (ab drei Jahren): 43,2 Prozent
  • Marktanteil (14 bis 49 Jahre): 39,5 Prozent

Formel 1, Grand Prix von Österreich:

  • Sender: RTL
  • Startzeit: Sonntag, ab 15.10 Uhr
  • Reichweite (ab drei Jahren): 4,36 Mio. Zuschauer
  • Marktanteil (ab drei Jahren): 28,6 Prozent (Vorjahr 26,6 Prozent)

*Alle Reichweiten und Marktanteile sind Durchschnittswerte.

Podcast mit Symanto-Gründer und CEO Khaleeq Aziz: riesiges Potenzial von künstlicher Intelligenz im Sportbusiness

Mit dem Start-up Symanto will Aziz die Kraft von Psychologie und künstlicher Intelligenz verbinden, um in großer Anzahl Einblicke in die Persönlichkeitsstruktur von Menschen zu erhalten. Die Vision von Symanto lautet „Provide the deepest understanding of people through psychology & AI“. Diese Informationen sind für viele Marken, Unternehmen und auch Akteure im Sportbusiness sehr interessant.

Mittlerweile arbeitet Symanto mit vielen Akteuren der werbetreibenden Industrie, aus dem klassischen Sport sowie dem eSport-Bereich zusammen. Unter anderem gab es bereits Kooperationen mit dem FC Bayern, Schalke 04 oder dem Hamburger SV. Für die Dienstleistungen von Symanto ruft Symanto bei den Clubs eine jährliche „Subscription-Fee“ zwischen 100 000 und 300 000 Euro auf. Ziel der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen in Nürnberg ist es, die Clubs in die Lage zu versetzen, die Interessen ihrer Fans besser zu verstehen und mehr Interaktionen mit ihnen zu erzielen. Darüber hinaus ist Symanto auch sehr aktiv im eSport – unter anderem arbeitet das Tech-Unternehmen mit der ESL zusammen.

Vita
Khaleeq Aziz

Khaleeq Aziz studierte Forensische Psychologie in England und arbeitete anschließend als Profiler, wo er mit psychisch kranken Menschen zusammenarbeitete. Hier entwickelte er die Idee, wie aus gesprochener und geschriebener Sprache die Persönlichkeit von Menschen analysiert werden kann. Nachdem er vom Marktforschungsinstitut Gfk nach Nürnberg gelotst wurde, entschied er sich zur Gründung von Symanto.

Symanto gilt als „hidden champion“ in der Branche. Zuletzt wurde der Unternehmenswert mit 100 Millionen Euro bewertet. Aziz sieht selbst das Potenzial mittelfristig eine Milliardenbewertung zu erhalten.

Alle Themen des Podcasts im Überblick:

  • Die Entstehung von Symanto (1:20)
  • Die Vita von Khaleeq Aziz (3:20)
  • Über die Auswertung von Audio-Daten (6:20)
  • Anwendungsfälle im Sport (7:45)
  • Das Business-Modell von Symanto (10:48)
  • Clash of Cultures: Die Zusammenarbeit mit konservativ orientierten Clubs (12:15)
  • Die Technik von Symanto (14:20)
  • Der richtige Umgang mit Daten (17:15)
  • Müssen wir Angst vor künstlicher Intelligenz haben? (24:55)
  • AI for Good (27:15)
  • Die Arbeitswelt der Zukunft (32:15)
  • Die nächsten Schritte von Symanto (33:30)

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Rechtesumme für DFB-Pokal wohl gestiegen

Die ARD hatte die Free-TV-Rechte des DFB-Pokals im Zyklus 2019/20 bis 2021/22 bereits im vergangenen Jahr erworben. Jetzt soll dem „Spiegel“ ein vertrauliches Papier vorliegen, laut dem der Sender für die kommenden drei Spielzeiten 135 Millionen Euro zahlen muss. Dies würde einen Anstieg der Rechtesumme um acht Millionen bedeuten. Noch im vergangenen Zyklus – also von der Saison 2016/17 bis 2018/19 – soll die ARD 127 Millionen Euro gezahlt haben. Das gehe ebenfalls auf dem Papier hervor. Zu den 135 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre sollen laut „Spiegel“ noch weitere 1,4 Millionen Euro an Produktionskostenzuschuss pro Saison dazukommen.

Mit diesem erworbenen Free-TV-Paket darf die ARD wie bislang insgesamt neun Partien pro Pokalsaison zeigen. Dazu zählen unter anderem die zwei Halbfinalspiele sowie das Pokalfinale. Das Rechtepaket enthält zudem weiterhin Highlight-Rechte sowie die Live-Übertragung des Pokalfinals der Frauen.

Neben der ARD hatte Sky bei der Ausschreibung im vergangenen Jahr erneut die Pay-TV-Rechte für alle 63 Partien des DFB-Pokals als Einzelspiele und in der Konferenz erworben. Wie viel Sky für die Rechte bezahlt, geht aus dem Papier, das dem „Spiegel“ vorliegt, nicht hervor.

Erstmals hingegen überträgt Sport1 ab der kommenden Spielzeit vier Spiele des DFB-Pokals live im Free-TV. Dabei handelt es sich um je eine Partie aus der ersten Runde bis ins Viertelfinale. Auch der Axel-Springer-Verlag darf ab der Saison 2019/20 erstmalig die Highlight-Clips von allen 63 Pokalspielen pro Spielzeit ab 0 Uhr des Folgetags zeigen.

Foto: Picture alliance / kolbert-press