Beach Volleyball Major Series: Vom Trendsport zum Großevent
05.07.2018
Andere Sportarten | Volleyball

Beach Volleyball Major Series: Vom Trendsport zum Großevent

Beachvolleyball hat sich im Sommer einen festen Platz im Kalender von Sportfans gesichert. Der Wettkampf im Sand bietet eine besondere Mischung aus Sport und Lifestyle. Die Beach Major Series mit dem Finale im ikonischen Hamburger Tennis-Stadion am Rothenbaum hat sich in diesem Umfeld mit ihrem Eventcharakter etabliert.

Bis zu 10 000 Zuschauer vor Ort und eine Millionen-Seherschaft vor den Bildschirmen – die Beach Major Series zieht mit hochklassigem Beachvolleyball die Menschen in die Stadien und vor die Bildschirme. Der Wettbewerb ist ein zentraler Bestandteil der FIVB Beach Volleyball World Tour und wird in Fort Lauderdale (USA), Gstaad (Schweiz), Wien (Österreich) und in Hamburg ausgetragen. Die Serie ist ein Beleg dafür, dass sich die im US-amerikanischen Santa Monica entstandene Fun-Sportart Beachvolleyball zu einem renommierten Sport-Event etabliert hat.

Beachvolleyball im Allgemeinen und die Beach Major Series im Speziellen sind stets bestrebt, trotz der Entwicklung zu einem beachteten Event ein Image als Trendsportart zu transportieren und sich mit dem Mix aus Sport und Lifestyle von anderen Sportarten zu differenzieren. Besonders deutlich wird dies bei den Events der Turnierreihe an der außergewöhnlichen Atmosphäre in den Beach-Arenen.

Auf dem Center Court sehen die Zuschauer Spitzensport – und neben dem Platz sorgen Halbzeit-Shows mit vielen Musik- und Entertainment-Elementen sowie das Beach Village mit verschiedenen Fan-Aktivierungen für ein erlebnisreiches Umfeld. Ein Umfeld, das aktuell bereits breitflächig von den bestehenden Sponsoren wie Red Bull oder Swatch genutzt wird.

Höhepunkt Hamburg

Das Highlight der Beach Major Series ist das Finale in Hamburg. Die World Tour Finals finden seit 2016 im ehrwürdigen Tennis-Stadion am Rothenbaum statt, das zur Beach-Arena umfunktioniert wird. Bei der Austragung im vergangenen Jahr waren über die sechs Event-Tage kumuliert 65 000 Besucher zu Gast. Das Frauen-Finale, in dem sich die Lokalmatadore Kira Walkenhorst und Laura Ludwig durchsetzten, sahen 12 000 Zuschauer vor Ort. Ein besonders lohnender Sieg: Mit einem Preisgeld von insgesamt 800 000 US-Dollar hat der Höhepunkt der Beach Major Series auch in dieser Hinsicht einen hohen Reiz.

Große mediale Reichweite

Nicht nur bei den Zuschauern auf den Tribünen, sondern auch in den Medien haben sich speziell die World Tour Finals in Hamburg einen festen Platz gesichert. 2017 berichteten das ZDF und Pro7 Maxx live vom Turnier am Rothenbaum. Mit Live-Übertragungen und Wiederholungen erzielte das Beachvolleyball-Event in Hamburg eine kumulierte Reichweite von über 4,9 Millionen Zuschauern. Der Livestream der Beach Major Series ermöglicht es zusätzlich, von jedem Ort aus alle Spiele über das Internet zu verfolgen.

Die World Tour Finals in Hamburg sind die Generalprobe für die WM 2019 in der Hansestadt. Im vergangenen Jahr schauten 1,7 Millionen Menschen das WM-Finale der Herren im ZDF. Der Marktanteil der Partie ohne deutsche Beteiligung lag bei 11,8 Prozent. Den Sieg des WM-Titels der beiden Deutschen Walkenhorst und Ludwig sahen 1,5 Millionen Zuschauer in der ARD (Marktanteil: 13,5 Prozent). Das mediale Interesse für Beachvolleyball hat in Anbetracht der WM 2019 in Hamburg und der Olympischen Spiele 2020 in Tokio das Potential, noch weiter zu steigen.

Im Digitalbereich positionieren sich die Beach Major Series mit kreativen Aktivierungen. Ein Beispiel: Im Vorfeld der Wettbewerbe in Wien (1. bis 5. August) produzierten die Veranstalter einen Clip mit dem österreichischen Duo Clemens Doppler und Alexander Horst, die mit den norwegischen Nachwuchsspielern Anders Mol und Christian Sørum Volleyball auf dem Wiener Riesenrad spielten – in 65 Metern Höhe. Da Video erzielte mehr als 3,4 Millionen Aufrufe auf Facebook.

Die positive Entwicklung des Beachvolleyballs hierzulande dürfte sich durch die beiden großen Events WM und Olympia noch fortsetzen. Der ehemalige Trendsport Beachvolleyball hat sich aber bereits jetzt klar entwickelt und ist dabei, sich in Zukunft neben anderen Sportarten als Sport-Event höchster Gute zu etablieren.