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ARD erhöht Druck auf BeIN Sports

ARD erhöht Druck auf BeIN Sports
29.01.2016

Die ARD wird unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keine Übertragungsrechte der Handball-Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich erwerben. Grund dafür ist ein altes Streitthema.

„Der Rechteinhaber BeIN Sports besteht darauf, dass die Rechte nicht an Sender vergeben werden, die ohne Verschlüsselung über Satellit empfangbar sind“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir müssen also 18,4 Millionen Haushalte in Deutschland ausschließen, die das TV-Signal über Satellit empfangen. Das ist keine Option. „Weder für uns noch für die private Konkurrenz“, sagte Balkausky weiter.

Im Vorfeld der Handball-WM 2015 in Katar war es bis unmittelbar vor Turnierbeginn zu keiner Einigung zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF und BeIN Sports gekommen. Der arabische Rechteinhaber hatte das im August 2014 seitens ARD und ZDF platzierte Angebot stattdessen abgelehnt, weil er mit der Verbreitung der Übertragungsbilder über Satellit nicht einverstanden war (Siehe Info-Kasten). Im letzten Moment sicherte sich dann der Bezahlsender Sky die Übertragungsrechte für den deutschen Markt.

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BeIN Sports hält die weltweiten Übertragungsrechte für je zwei Handball-Weltmeisterschaften der Männer sowie der Frauen (je 2015 und 2017), die er sich für eine Rekordsumme von rund 80 Millionen Euro vom Handball-Weltverband (IHF) gesichert hatte. Die Handball-WM 2017 findet vom 13. bis 29. Januar 2017 in Frankreich statt.

29.01.2016
Holger Rehm-Engel
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Holger Rehm-Engel