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HSV startet im Juli „Digitale Transformation“

HSV startet im Juli „Digitale Transformation“
01.02.2016

Der Hamburger SV arbeitet derzeit intensiv an seinem digitalen Relaunch. Bereichsleiter Oliver Poppelbaum gab erste Einblicke und hat den Launch-Termin verraten.

„Wir sind gerade dabei das Thema digitale Transformation des HSV zum 1. Juli dieses Jahres Realität werden zu lassen“, verriet Poppelbaum beim SpoBIS 2016 in Düsseldorf. „Wir haben ein großes Daten-CRM-Projekt aufgesetzt und wollen nicht nur den Kundenservice und das Zuschauererlebnis verbessern, sondern – das ist für Vereine ganz wichtig – entsprechende Daten sammeln, um diese nachher zu nutzen und idealerweise auch zu monetarisieren“, erklärte der Bereichsleiter Marketing, Sales & CRM der HSV Fußball AG weiter. Poppelbaum bezeichnet das "Thema Digitalisierung als essenzielle Zukunftsplanung“ für den Fußballbundesligist, „um dort Erträge zu generieren, die wir ohne diese Tools nicht generieren könnten“.

Im Rahmen des Projekts, das Kosten im hohen sechsstelligen Euro-Bereich verursachen soll, will der HSV erst mal „mit der Basis beginnen“. Beim HSV werden im ersten Schritt daher erst mal „alle Daten unserer verschiedener Plattformen emigriert, um ein multiindividualisiertes Surferlebnisplus zu schaffen“. Diese Daten sollen dann im Anschluss an die einzelnen Zielgruppe ausgespielt werden können.

Poppelbaum erklärt: Es gehe einerseits darum, „erst einmal eine saubere Datenbasis überall herzustellen. Viele Vereine sind in diesem Bereich noch nicht so weit und haben keinen entsprechenden Internetauftritt. Es gibt keine Möglichkeit, alles in einem Warenkorb zu kaufen. Es gibt keine eigene ID, keine einzig hinterlegte Zahlungsfunktion, in der man alle Services anbieten kann.“ All das soll beim HSV ab Sommer dieses Jahres Realität werden.

Zudem müsse es „der Anspruch eines jeden Stadionbetreibers sein", erklärt Poppelbaum weiter, "die notwendigen Technologien zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise ein vernünftiges WLAN, um entsprechende Services im Stadion überhaupt erst anbieten zu können und den Fans damit ein viel intensiveres Ergebnis neben der Stimmung bieten zu können“.

„Erhebliche Rolle in der Vermarktung“

Der eingeschlagene Weg spiele laut Poppelbaum für den HSV „auch in der Vermarktung eine erhebliche Rolle“. Laut des HSV-Managers gehe es um die Frage: „Wie kann ich meine Kunden auf ihrer Fan-Journey – vom Kauf des Tickets über die sozialen Medien, über Email und andere Kanäle – so betreuen, dass er das Gefühl hat, dass der Club mich verstanden hat – im Stadion, aber auch nach dem Spiel.“

01.02.2016
Holger Rehm
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Holger Rehm